Magazin-Bericht Schäuble zieht Rücktritt in Betracht

Kurz bevor er erneut ins Krankenhaus musste hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Regierungschefin Angela Merkel offenbar seinen Rücktritt angeboten. So berichtet es das Magazin "Stern" unter Berufung auf Vertraute des Ministers. Die Bundeskanzlerin habe Schäuble aber überredet, sich noch einmal vier Wochen Schonzeit zu gönnen.
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Wolfgang Schäuble: Rücktritt angeboten Quelle: dpa

Wolfgang Schäuble: Rücktritt angeboten

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Nach Angaben des "Stern" soll Schäuble Vertrauten gesagt haben: "Wenn ich nach vier Wochen merke, es geht nicht mehr, ziehe ich die Konsequenzen. Davon hält mich niemand ab." Der Sprecher des Finanzministeriums Michael Offer sagte dazu: "Der Bericht ist reine Spekulation, zu der wir keine Stellung nehmen. Im übrigen schreitet der Heilungsprozess des Ministers planmäßig voran."

Schäubles Bruder Thomas wird im Magazin mit den Worten zitiert, dem Minister sei es in den vergangenen Wochen oft "sauschlecht“ gegangen: "Das über halbjährige Wundsein hat ihn zermürbt", sagte Thomas Schäuble. Der 68-jährige Finanzminister Schäuble hatte sich Anfang vergangener Woche für eine etwa vierwöchige Behandlung in ein Krankenhaus begeben. Der querschnittsgelähmte Politiker hat nach einer Operation anhaltende Probleme bei der Wundheilung. Er hatte selbst seinen Sommerurlaub auf Sylt immer wieder für einen Krankenhausaufenthalt unterbrechen müssen.

Grund für seine Dauerbeschwerden ist eine nicht verheilende Wunde, nachdem ihm im Frühjahr in einem schweren, achtstündigen Eingriff ein Gerät zur Regulierung der Darmfunktion implantiert worden war. Schäuble selbst räumt mittlerweile ein, sich gegen den damaligen ärztlichen Rat nicht genug geschont zu haben. Die Ärzte hatten ihm zu mindestens drei Wochen Pause geraten. "Da habe ich gedacht, na schön, das kann ich auch in Etappen abliegen." Dies sei aber Selbstbetrug gewesen.

Die Bevölkerung traut Schäuble zu, dass er seine Amtsgeschäfte vom Krankenbett führen kann. 56 Prozent waren in einer Forsa-Umfrage für den "Stern" dieser Meinung. 40 Prozent der 1001 Befragten waren dagegen der Ansicht, dass ein anderer sein Amt übernehmen sollte. Auf der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) diese Woche in Washington wird Schäuble von seinem Staatssekretär Jörg Asmussen vertreten.

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5 Kommentare zu "Magazin-Bericht: Schäuble zieht Rücktritt in Betracht"

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  • ich fände es gut wenn Herr Schäuble aus Gesundheitsgründen zurück treten würde. Dann könnte endlich sein SPD-Staatssekretär sich als Minister in einer CDU/CSU/FDP Koalition als SPD-Mann Profiliren. Er bräuchte es dann nicht mehr im Hintergrund zu machen, und es wäre ohne Wahl zu einer ganz großen Koalition auf bundesebene gekommen. Wäre dies nicht wünschenswert Frau Merkel??? Und alle hätten sich Lieb bis auf die zwei Oppositionsparteien, die könnten dann endlich richtige Opposition sein.
    Danke

  • Rücktritt? Wie soll das bei dem Schäuble eigentlich gehen?

  • @Alfred


    also da würde ich doch besser noch Westerwelle vorschlagen. Einen besseren Fachmann kann dieses Land nicht bekommen.
    Auch der Azubi Rösler ware sehr gut

    ich frage mich nur, ob es wirklich nur gesundheitliche Gründe sind bei Schäuble, denn er ist ja Politiker durch und durch. Oder ob auch er endlich mal merkt, wo die Reise mit der Sozialistin Merkel hin geht.
    Die CDU befidnet sich in Auflösung

  • @Alfred: Schreiben Sie doch bitte sicherheitshalber dazu, wenn Sie einen ironischen Kommentar verfassen. Fast hätten Sie mich gehabt. ;-)

  • Eine gute Chanche für einen Neuanfang. Frau Merkel sollte die ausgezeichneten Qualitäten von Herrn brüderle nutzen und das Wirtschafts- und Finanzministerium zu einem Superministerium unter der Leitung von Herrn brüderle zusammenlegen. Es wird Zeit, dass die Kanzlerin den Volkswillen respektiert!

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