Mali Kritik am deutschen Einsatz in Mali

Bundestagspräsident Lammert hält den deutschen Einsatz in Mali für ungenügend. Die Entsendung sei ein „Signal, dass wir uns nicht ähnlich wie im Fall Libyen positionieren“.
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„Kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält.“ Quelle: dapd

„Kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält.“

(Foto: dapd)

BerlinBundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die deutsche Unterstützung für den französischen Militäreinsatz in Mali als ungenügend kritisiert. Der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag) sagte er auf die Frage, ob die Entsendung von zwei Transall-Transportflugzeugen ausreiche: „Sicher nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält.“

Er verstehe die Entsendung „eher als ein erstes demonstratives Signal, dass wir uns nicht ähnlich wie im Fall Libyen positionieren“. Im Krieg gegen Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi hatte Deutschland eine Beteiligung strikt abgelehnt und sich im UN-Sicherheitsrat enthalten.

In dem Einsatz gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi hatte Deutschland eine Beteiligung strikt abgelehnt und sich im UN-Sicherheitsrat enthalten. Was Deutschland am Ende wirklich in und für Mali leiste, werde Gegenstand der weiteren Entwicklung sein, betonte Lammert. „Dann wird man auch darüber diskutieren müssen, in welcher Form das der Zustimmung des Bundestages bedarf.“

Die beiden deutschen Transall-Maschinen zur Unterstützung des internationalen Militäreinsatzes in Mali waren am Donnerstag von Deutschland aus gestartet. Sie sollen den Einsatz von Soldaten der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS und indirekt damit auch die französische Intervention in Mali logistisch unterstützen.

  • dpa
  • afp
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12 Kommentare zu "Mali: Bundestagspräsident bemängelt deutschen Einsatz in Mali"

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  • Es ist schon erstaunlich was aus diesem Mut so alles kommt. Wenn er für Kriegseinsätze auf der ganzen Welt ist, sollten er und seine vier Kinder mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn dies nicht der Fall ist sollte er den Bundestag sofort verlassen, und zu seinen Wurzeln zurückkehren.
    Seine Wurzeln sind,
    die Fächer Politikwissenschaft, Soziologie, Neuere Geschichte und Sozialökonomie an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Oxford und schloss die Studien 1972 als Diplom-Sozialwissenschaftler ab. Währenddessen war er Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk. 1975 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. soc. an der Universität Bochum, Thema: „Lokale Organisationsstrukturen innerparteilicher Willensbildung – Fallstudie am Beispiel eines CDU-Kreisverbandes im Ruhrgebiet“. Anschließend war Lammert als freiberuflicher Dozent in der Erwachsenenbildung tätig, außerdem Lehrbeauftragter an der Hochschule Bochum und FernUniversität in Hagen.
    Alternativlos

  • Die zu erwartende Eigendynamik gibt N. Lammert vmtl. binnen kürzester Zeit Recht. Der Konflikt mit dem Islamismus wird sich künftig weitaus stärker an Europa heranrücken. Während die bisher - bis an die Grenzen des Machbaren beanspruchte - USA ihr Engagement in Mittelasien (planmäßig gemäß Ankündigung) reduzieren kann, wird der vergleichsweise marginale europäische Beitrag steigen müssen, falls sich der Konflikt gen Okzidenz verschiebt. In Mali benötigt das hochgerüstete Frankreich sicherlich keinen militärischen, sondern lediglich moralischen Beistand. Alles andere wäre für die Grande Nation und ehemalige Schutzmacht blamabel. Wirklich Besorgnis erregend könnten für Europa die Nebenwirkungen werden: Die USA waren dank ihrer vorteilhaften geografischen Lage und einem geringen islamischen Bevölkerungsanteil von ca. 1% weit weniger durch terroristische Anschläge (und asymetrischen Krieg) verwundbar, als Europa. Folgerichtig könnte der zeitgleiche Kampf vs. äußere und innere Feinde die prägende Herausforderung der nächsten Jahre für Europa sein und Mulikulti Schranken setzen, die bis dato verzichtbar sind.

  • An solchen Konflikten lässt sich doch prima verdienen. Zumindest wenn man eine, oder sogar beide Konfliktparteie it Waffen auf Kredit versorgt. Das praktiziert die Kabale sehr erfolgreich seit Jahrhunderten. Und der Bürger muss dafür im Krieg seinen Kopf hinhalten. Eine Schande.

  • ...seit drei Tagen schüren Sie antiislamische Ängste und zeigen uns bärtigen, ungepflegten und selbstverständlich nicht sympathischen Islamisten. Wenn Sie für Freiheit der Information und Freiheit der daraus folgenden Schlussfolgerungen, wieso zeigen Sie uns nicht die deutsche Politiker (wie Lammert und Trittin), die parteiübergreifend für erweiterten Mali-Einsatz plädieren? Wenn Sie es nicht tun, dann betreiben Sie nur Propaganda und Informationskrieg! Wieso zeigen Sie nicht auch Kinder der Politiker und stellen die Frage, ob Politikerkinder bei solchen Einsätzen mit machen dürfen?! Ich denke: auf gar keinen Fall! Was wird dann aus unserer sich selbst reproduzierenden Elite und deren Sprösslinge werden! Die hochgehobenen Amtsträger haben was Besseres und Wichtigeres zu tun und zwar Richtlinien und solche Einsätze zu bestimmen! Nein sie können noch gut passenden Wortschatz umzudrehen und die naiven mit Ausrufen: Befreiung, Solidarität, Humanität, Menschenrechte, Verteidigung der deutschen Freiheit tausend Kilometern von unseren Grenzen, Terrorbekämpfung usw. täuschen! In Übersetzung: Umverteilung der Einflusssphären, Durchsetzung globalen Wirtschaftinteressen, Zugang zu strategischen Rohstoffen, Übungsplatz für Militärs und neuen Waffensystemen, Vernichtung der potentiellen Flüchtlinge usw. Nun solche Amtsträger schicken gerne in Krisenregionen für Drecksarbeit immer die Anderen, weil sie selber edlere Aufgaben haben und ihre Kinder sollen erst Studium absolvieren, bevor sie auch zu „Beratern“ werden…

  • Bundestagspräsident Lammert hält den deutschen Einsatz in Mali für ungenügend….. .. Was Deutschland am Ende wirklich in und für Mali leiste, werde Gegenstand der weiteren Entwicklung sein, betonte Lammert. „Dann wird man auch darüber diskutieren müssen, in welcher Form das der Zustimmung des Bundestages bedarf.“(Zitat)

    Das klingt indirekt schon wieder nach einem - „Krieg“, denn - wenn der Bundestag zustimmen soll- dann heißt es doch nichts anderes als bewaffneten Soldateneinsatz- oder?
    Afghanistan ist bald „kriegsbeendet“- da können die Kräfte gleich „umgesetzt“ werden. Dort waren es die Talibans und jetzt sind es die Tuaregs und dann also - alles wieder vom Anfang nochmal?
    Wie wäre es, man machte einmal eine gründlichere Ursachenforschung? In beiden Fällen liegt die Demokratie in einem „jämmerlichen“ Zustand. Nur die Demokratie kann man eben nicht so einfach „herbeischiessen“ wollen.
    Ins „Schwarze hat Herr Lammert mit seinem „Ungenügend“ also nicht getroffen, denn die Zustimmung des Bundestages ist für einen Kriegseinsatz immer notwendig - also eine Binsenwahrheit. Man will doch etwa nicht nur Sanitätsmaterial mit der Luftwaffe nach Mali jetzt bringen wollen. Die Kriege werden also nie alle - nur der gesunde Menschenverstand von Politikern ist bereits „wieder alle“.

  • Das erinnert mich an den "Aufstand der Vereinigten Faustkämpfer" (Boxer-Aufstand genannt) im Jahr 1900 in China. An die berüchtigte Hunnen-Rede, welche der Rohrkrepierer Wilhelm II im Hamburger Hafen bei der Einschiffung der deutschen Truppen hielt. "Germans to the front" war damals die Parole und ist es heute wieder. Bloß gut, daß die Chinesen nicht nachtragend sind.

  • Ich habe Lammert mal sehr geschätzt, er war imemr sehr vernünftig. Aber offenbar ist das vorbei.
    So lange wir hier im Lande den roten Teppich ausrollen für den Islam, brauchen wir uns über andere nicht aufregen

  • Wir haben jetzt eine Freiwilligen Armee, schon mitbekommen ?
    Jeder der zur BW geht weiß was in erwarten kann.
    Und wenn man einen Einsatz aus Gewissensgründen trotzdem verweigert wird man nicht an die Wand gestellt!

    Also was soll diese Polemik ?

  • Und was hat das jetzt mit Mali zu tun ???

  • Und wo wäre da das Problem ?

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