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Mario Ohoven Mittelstands-Präsident gegen schärfere Russland-Sanktionen

Russlands Wirtschaft läuft schlecht. Das belastet bereits deutsche Exporte. Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft befürwortet dennoch härtere Sanktionen. Mittelstands-Präsident Ohoven fürchtet immense Job-Verluste.
25.07.2014 - 14:02 Uhr
Hält wenig von härteren Sanktionen gegen Russland: Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven. Quelle: dpa

Hält wenig von härteren Sanktionen gegen Russland: Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven.

(Foto: dpa)

Berlin Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, lehnt schärfere Sanktionen gegen Russland ab – und widerspricht damit dem Chef des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes. Die Menschenrechte seien zwar das Wichtigste bei allen Verhandlungen mit Russland, sagte Ohoven Handelsblatt Online. „Ich warne allerdings vor einer Spirale der Drohungen“, fügte der Mittelstandspräsident hinzu.

„Wer Sanktionen gegen Russland fordert, setzt nicht zuletzt 300.000 Arbeitsplätze in Deutschland aufs Spiel. Der Gewinner bei einem deutsch-russischen Schlagabtausch hieße China“, warnte Ohoven. Russland wolle seine Geschäftsbeziehungen zu Peking in Zukunft noch stärker ausbauen. Die in jüngster Zeit unterzeichneten Lieferverträge von Rosneft, Gazprom und Novatec mit chinesischen Großkunden seien erst der Anfang. „Am meisten ärgert mich die Heuchelei“, so Ohoven. Andere europäische Länder forderten eine härtere Gangart gegen Moskau, hielten aber gleichzeitig an Rüstungsgeschäften mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin fest.

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