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Maritim Hotelkette schließt AfD künftig aus Tagungsräumen aus

Der AfD-Parteitag findet wie geplant im Kölner Maritim statt. Aus dem Vertrag kommt das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht mehr heraus. In Zukunft wolle es aber „keine weiteren Räumlichkeiten“ an die Partei vergeben.
14.02.2017 - 20:41 Uhr 1 Kommentar
Nach massiven Protesten lenkt die Hotelkette nun ein. In Zukunft vermiete sie keine Räume mehr an die AfD, teilt sie mit. Quelle: dpa
Maritim

Nach massiven Protesten lenkt die Hotelkette nun ein. In Zukunft vermiete sie keine Räume mehr an die AfD, teilt sie mit.

(Foto: dpa)

Bad Salzuflen Die Maritim Hotelkette will der AfD künftig keine Tagungsräume mehr zur Verfügung stellen. Die massiven Proteste gegen den bevorstehenden Bundesparteitag der rechtspopulistischen Partei im Kölner Maritim Hotel hätten das Unternehmen veranlasst, „sich deutlich von der aktuellen politischen Ausrichtung und Gesinnung der AfD zu distanzieren“, teilte die Hotelkette in einer Stellungnahme am Dienstag mit. „Deshalb werden die Maritim Hotels gegenwärtig keine weiteren Räumlichkeiten an die AfD vergeben.“

Der Parteitag wird aber wohl im Kölner Maritim stattfinden. Die Hotelkette habe der AfD angeboten, kostenfrei aus dem Vertrag zurückzutreten, sagte Geschäftsführer Gerd Prochaska laut Mitteilung. Davon sei „bedauerlicherweise“ kein Gebrauch gemacht worden. „Nach eingehender juristischer Prüfung ist ein Zurücktreten seitens Maritim leider nicht möglich“, erklärte Prochaska.

Das Unternehmen hatte dem umstrittenen Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke zuvor ein Hausverbot für alle seine Hotels erteilt - und damit auch für den Bundesparteitag in Köln. In den vergangenen Wochen hatten Bündnisse, Prominente und Karnevalsstars Protest gegen den Parteitag im Kölner Maritim angemeldet. Von anderer Seite gab es nach Angaben des Betriebsrats sogar eine Todesdrohung gegen Mitarbeiter.

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    • dpa
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    1 Kommentar zu "Maritim: Hotelkette schließt AfD künftig aus Tagungsräumen aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Man mag zur AfD stehen wie man will. - Es ist in jedem Fall ein ziemlicher Skandal, dass es gelingen kann ein Unternehmen auf die beschriebene Art mit üblen Drohungen so unter Druck zu setzen und zu nötigen, dass es wie beschrieben reagiert und einknickt! Wenn das Schule macht, dann Gute Nacht Deutschland.

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