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„Maßgeschneiderte Aufgabe“ Beifall aus der FDP für Niebels Rüstungsjob

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Niebel reagiert mit dünner Stellungnahme
Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Platz 10: L-3 Communications

Das Unternehmen mit Sitz in New York ist bekannt als Hersteller der Körperscanner an Flughäfen (im Bild der damalige Innen- und heutige Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Hamburg 2010). Laut Sipri erwirtschaftet L-3 Communications aber 82 Prozent seines Umsatzes mit militärischem Gerät. Produziert werden vor allem Kommunikations- und Navigationssysteme. Insgesamt kommt das Unternehmen in der Militärsparte auf einen Umsatz von 12,5 Milliarden Dollar.

Erlöse aus Waffenverkauf 2012:

10,84 Milliarden Dollar

Erlöse aus Waffenverkauf 2011:

12,52 Milliarden Dollar

Gesamterlös:

13,15 Milliarden Dollar

Anteil der Waffenverkäufe am Gesamtgeschäft:

82 Prozent

Gesamtgewinn 2012:

0,78 Milliarden Dollar

Mitarbeiter weltweit:

51.000

(Foto: Reuters)
Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

(Foto: AFP)
Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

(Foto: Reuters)
Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

(Foto: dapd)
Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

(Foto: ap)
Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

(Foto: dapd)
Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

(Foto: dpa)

Und wie reagiert Niebel selbst auf die Empörungswelle? Gar nicht. Auf Anfrage von „Spiegel Online“ teilt er mit: „Ich habe seit meiner Amtsübergabe am 17. Dezember 2013 kein Interview mehr gegeben. Sicher werden Sie verstehen, dass ich das weiter so halten möchte.“

In seinem Umfeld wird erzählt, der 55-Jährige sei mit sich im Reinen. Rheinmetall sei ein guter Laden, der ja nicht nur Waffen verkaufe, sondern auch ein wichtiger Zulieferer der Autoindustrie sei. Niebel habe nach dem Schock der Bundestagswahl, als die FDP aus dem Bundestag flog, bewusst lange gewartet, bis er einen neuen Job annimmt, heißt es. Im Januar 2015 werde ein Jahr „Karenzzeit“ vorbei sein, die es offiziell bei Wechseln von Politikern in die Wirtschaft gar nicht gibt, weil die große Koalition sich an dieses heiße Eisen nicht herantraut.

Niebel, der privat Rugby spielt, fand das nicht schlimm. Sein Stil ist das offene Visier. Immer vorwärts, auch wenn es wehtut. Unvergessen, als der Minister in die Schlagzeilen geriet, weil er sich einen Teppich aus Afghanistan im Flieger des BND-Chefs nach Berlin mitbringen ließ.

Als er nach der Bundestagswahl 2009 das Entwicklungsministerium übernahm, das die FDP abschaffen wollte, scherte er sich nicht um den Spott. Er sammelte Vertraute um sich, boxte die Fusion der Entwicklungshilfe-Organisationen durch. Das imponierte sogar der Kanzlerin, die Niebel für seine „Pionierarbeit“ im Ministerium lobte.

Niebel soll Gabriel Paroli bieten
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2 Kommentare zu "„Maßgeschneiderte Aufgabe“: Beifall aus der FDP für Niebels Rüstungsjob"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es gab mal eine Dokumentation im TV (Phönix).

    Der Ausverkauf unserer Demokratie !

    Die FDP spielte in dieser Doku keine Nebenrolle !



  • Und genau wegen diesem Beifall ist es gut, dass die Partei der Besserverdienenden weg vom Fenster ist.

    Sie verkam zu einem Verein dekandenter, überbezahlter Bübchen mit neolieberalen Ansichten.

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