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Maßnahmen im Überblick Corona-Beschränkungen werden weiter gelockert – Schulen und Friseure öffnen

Die Spanier feiern neue Freiheiten, Vereine hoffen auf einen Neustart, die Autoindustrie wünscht sich Hilfen. Und Friseurläden dürfen unter Auflagen wieder öffnen.
03.05.2020 - 15:40 Uhr Kommentieren
Das öffentliche Leben kommt allmählich wieder in Gang, zu Wochenbeginn gibt es weitere Lockerungen. Quelle: dpa
Erinnerung an Sicherheitsabstand

Das öffentliche Leben kommt allmählich wieder in Gang, zu Wochenbeginn gibt es weitere Lockerungen.

(Foto: dpa)

Berlin Das öffentliche Leben kommt in Deutschland nach wochenlangen Corona-Restriktionen allmählich in Gang, zu Wochenbeginn gibt es weitere Lockerungen. Der Schulbetrieb schaltet einen Gang hoch. Vielerorts dürfen Kinder wieder auf Spielplätze, auch Museen und Zoos öffnen wieder. Friseure dürfen wieder Kunden bedienen. Einige Branchen müssen sich aber noch gedulden. Am 6. Mai wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer erneut beraten.

Die Schulen füllen sich wieder

Hunderttausende Kinder und Jugendliche in Deutschland gehen an diesem Montag zum ersten Mal seit Wochen wieder in die Schule. Wie es für die restlichen Schüler weitergeht, bleibt in den meisten Bundesländern aber noch offen. Ein Präsenzunterricht im Schulgebäude ist zunächst nur für einzelne Jahrgänge geplant.

In einigen Ländern kommen nach den Abschlussklassen jetzt die letzten Klassen der Grundschulen und die Schüler zurück, für die im nächsten Schuljahr Abschlussprüfungen anstehen. Überall gelten Abstandsregelungen und Hygieneauflagen. Die Kinder aus den Jahrgangsstufen eins bis drei sowie die Schüler der fünften bis achten Klasse bleiben laut einer bundesweiten Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erst einmal zu Hause.

Erster Gottesdienst im Kölner Dom seit März

Im Kölner Dom hat es am Sonntag den ersten öffentlichen Gottesdienst seit dem 14. März gegeben. In den vergangenen Wochen habe man sich wegen der Corona-Pandemie mit der Übertragung von Gottesdiensten im Internet beholfen, sagte Kardinal Rainer Maria Woelki.

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    „Viele haben einfach als Corona-Engel gearbeitet und alte und gefährdete Menschen im Blick gehabt.“ Es sei schön, wieder gemeinsam die heilige Messe feiern zu können. Es galten zahlreiche Schutzbestimmungen, zugelassen waren nur 122 Teilnehmer. Auf gemeinsamen Gesang wurde verzichtet.

    Mehr als 162.700 Corona-Nachweise in Deutschland

    In Deutschland sind bis Sonntagvormittag über 162.700 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag, Stand 10.15 Uhr: knapp 162.000 Infektionen). Mindestens 6660 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag, Stand 10.15 Uhr: 6603). Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

    Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Samstag bei 0,78. Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 130.600 Menschen die Infektion überstanden.

    Seehofer für Bundesliga-Neustart unter strengen Auflagen

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zeigt sich offen für einen Neustart der Fußball-Bundesliga im Mai, fordert aber auch strenge Auflagen wegen der Coronavirus-Pandemie. Grundbedingung sei, dass es durch ein höheres Testaufkommen im Sport an keiner Stelle zu Engpässen im öffentlichen Gesundheitswesen komme, sagte Seehofer, der zugleich Sportminister ist, der „Bild am Sonntag“.

    Bei einem Coronafall in einer Mannschaft oder bei der Mannschaftsbetreuung müssten zudem der gesamte Klub und gegebenenfalls auch die Mannschaft, gegen die man zuletzt gespielt habe, zwei Wochen lang in Quarantäne. Das Interview wurde laut der Zeitung vor dem Bekanntwerden von drei Coronafällen beim 1. FC Köln geführt. Beim FC wurden in einer Trainingsgruppe zwei Spieler und ein Betreuer positiv getestet. Die drei Betroffenen sind in 14-tägige Quarantäne gegangen.

    Branchenverband VDA dringt vor Autogipfel auf baldige Kaufprämien

    Vor dem Autogipfel am Dienstag fordert der Branchenverband VDA eine rasche Entscheidung über neue Kaufanreize. „Es muss zeitnah politisch entschieden werden, damit es eine Klarheit im Markt gibt“, sagte VDA-Chefin Hildegard Müller der „Welt am Sonntag“.

    Mit Blick auf Forderungen, Finanzhilfen an Bedingungen etwa zum Klimaschutz zu knüpfen, sagte sie, die Branche wünsche sich eine „breite Förderung“ nicht nur von Elektro- und Hybridautos, sondern auch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Vorstellbar sei aber ein Stufenmodell, bei dem bestimmte Antriebe noch zusätzliche Prämien bekommen, sagte die Chefin des Verbands der Automobilindustrie.

    Gesamte Besatzung von Tui-Schiff wird getestet

    Das Tourismusunternehmen Tui Cruises lässt nach einem bestätigten Coronafall auf dem in Cuxhaven liegenden Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ nun die gesamte Besatzung testen. Die Ergebnisse sollen frühestens Montagabend vorliegen, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit.

    Das infizierte Besatzungsmitglied zeige nur milde Symptome, befinde sich inzwischen auf der Isolierstation des Helios-Klinikums Cuxhaven und sei „wohlauf“, hieß es. Das Schiff, das derzeit als eine Art Sammeltransporter für knapp 3000 Beschäftigte eingesetzt wird, war am Freitag unter Quarantäne gestellt worden.

    Maas: Verlässlicher Journalismus in Coronazeiten unabdingbar

    In Zeiten der Corona-Pandemie ist die Welt nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas ganz besonders auf unabhängigen, tatsachenbasierten und verlässlichen Journalismus angewiesen. Anlässlich des „Internationalen Tags der Pressefreiheit“ am Sonntag betonte der SPD-Politiker, eine freie Presse sei für eine umfassende Antwort auf die derzeitige Pandemie von ausschlaggebender Bedeutung. „Wir müssen allen Versuchen von Staaten entgegentreten, die Pandemie dafür zu nutzen, die Pressefreiheit einzuschränken, Debatten zu unterbinden, Journalisten zu missbrauchen oder Falschinformationen zu verbreiten“, sagte der Minister.

    Grüne halten Parteitag online ab

    Mit einem komplett via Internet abgehaltenen Parteitag haben die Grünen in der Coronakrise ein Experiment gewagt. Knapp 100 Delegierte beschlossen am Samstag aus ihren Arbeits- und Wohnzimmern heraus ein Konzept, das Wirtschaft und Gesellschaft nach der Krise wieder auf die Beine helfen soll.

    Herzstücke sind ein Konjunkturprogramm von 100 Milliarden Euro noch in diesem Jahr, das auch den Umwelt- und Klimaschutz voranbringen soll, mehr Geld für Bedürftige und Eltern sowie ein gemeinsamer Fonds der EU-Staaten in Höhe von einer Billion Euro. In der Coronakrise ging es für die Grünen zuletzt in Umfragen von deutlich mehr als 20 Prozent runter auf 15 bis 16 Prozent, der Klimaschutz hat seinen Spitzenplatz auf der politischen Agenda verloren.

    USA genehmigen Remdesivir-Einsatz

    Die USA erlauben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Die Ausnahmegenehmigung sei angesichts der Coronavirus-Pandemie „in Lichtgeschwindigkeit“ zustande gekommen, sagte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, Stephen Hahn, im Weißen Haus. Präsident Donald Trump bezeichnete den Schritt als „sehr vielversprechend“. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann.

    Spanier feiern Lockerung von „Hausarrest“ nach 48 Tagen

    Die erste Lockerung der Ausgangssperre für Freizeitaktivitäten nach 48 Tagen hat überall im Corona-Hotspot Spanien für Partystimmung und volle Straßen gesorgt. Noch bis kurz vor Mitternacht strömten die Menschen am Samstag zahlreich und ausgelassen ins Freie. Erstmals seit Mitte März durften die knapp 47 Millionen Bürger aus dem Haus, um spazieren zu gehen oder Sport zu treiben.

    Es gelten aber weiter bestimmte Ausgeh- und Distanzregeln. Ministerpräsident Pedro Sánchez mahnte auf Twitter zur Vorsicht: „Wir machen heute einen weiteren Schritt zur Lockerung der Ausgehsperre, wir müssen das aber vorsichtig und verantwortlich tun. Das Virus ist immer noch da.“

    Zwangspause für Friseure endet – Jeder Dritte will bald hingehen

    Jeder dritte Bundesbürger will schnell nach Ende der sechswöchigen Zwangsschließung zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa. „Ich habe mir schon einen Termin besorgt“, sagen zehn Prozent; vier Prozent wollten einen Termin vereinbaren, haben aber keinen mehr bekommen.

    Weitere 18 Prozent sind zwar noch terminlos, wollen aber „bald nach Öffnung“ zum Friseur gehen. Seit dem 23. März hatten die Friseure in Deutschland zwangsweise geschlossen, am Montag dürfen sie unter Auflagen wieder öffnen. Jeder siebte Bundesbürger hat sich zwischenzeitlich selbst die Haare geschnitten.

    Mehr: Das Hilfsangebot für Deutschlands größte Airline soll aus einer Beteiligung mit und ohne Stimmrechte bestehen – ob das Lufthansa-Management dies akzeptiert, ist noch offen.

    • dpa
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