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Mecklenburg-Vorpommern Sellering tritt zurück – Schwesig wird Ministerpräsidentin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) gibt aus gesundheitlichen Gründen alle seine Ämter ab. Seine Nachfolge soll Manuela Schwesig antreten. Das hat Folgen für das Kabinett in Berlin.
30.05.2017 Update: 30.05.2017 - 11:57 Uhr 10 Kommentare

Das sind die ersten Worte des SPD-Chefs über Sellering

Schwerin/Berlin Diese Nachricht trifft die SPD mitten im Bundestagswahlkampf wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) tritt aus gesundheitlichen Gründen von all seinen Ämtern zurück. Das teilten der SPD-Landesverband und die Schweriner Staatskanzlei am Dienstag in Schwerin mit.

Er habe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Nachfolgerin vorgeschlagen – als Regierungschefin ebenso wie als SPD-Landesparteichefin. Das wiederum hat wenige Monate vor der Bundestagswahl eine Kabinettsumbildung in Berlin zur Folge haben. Offenbar wird SPD-Generalsekretärin Katarina Barley neue Bundesfamilienministerin.

Sellering nannte in einer Mitteilung eine völlig überraschend festgestellte Lymphdrüsen-Krebserkrankung als Grund für seinen konsequenten Rückzug aus der Politik. Diese Diagnose erfordere umgehend eine massive Therapie. „Ich werde deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Amt des Ministerpräsidenten so auszufüllen, wie das objektiv notwendig ist und meinem Anspruch an mich selbst entspricht“, erklärte Sellering.

Er war nach der Landtagswahl im vorigen September für eine dritte Amtszeit an die Spitze der SPD/CDU-Koalition gewählt worden. Erst Mitte Mai wurde der 67-Jährige auf einem Parteitag in Rostock als Landesvorsitzender bestätigt. „Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide ich mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, das es mir ermöglicht hat, einen Beitrag für eine gute Zukunft unseres Landes zu leisten“, betonte er. Persönlich sei es ihm immer sehr wichtig gewesen, für mehr Respekt vor ostdeutschen Lebensleistungen einzutreten. „Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen im Land, die mit großem Einsatz so positiv daran mitgewirkt haben, dass sich unser schönes Mecklenburg-Vorpommern so gut entwickelt hat“, sagte Sellering.

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    SPD-Chef Martin Schulz zollte Sellering „großen Respekt“. „Ich weiß, dass ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist“, sagte er in Berlin. Sellering sei ein „außergewöhnlicher Politiker“ und „außergewöhnlicher Mensch“. Zu Nachfolgefragen wolle er sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

    Hier seine Erklärung im Wortlaut:

    „Bei mir ist vor einigen Tagen völlig überraschend eine Lymphdrüsen-Krebserkrankung festgestellt worden, die umgehend eine massive Therapie erfordert. Ich werde deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Amt des Ministerpräsidenten so auszufüllen, wie das objektiv notwendig ist und meinem Anspruch an mich selbst entspricht.

    Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide ich mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, das es mir ermöglicht hat, einen Beitrag für eine gute Zukunft unseres Landes zu leisten. Das Land hat an Wirtschaftskraft gewonnen. Die Arbeitslosigkeit ist spürbar zurückgegangen. Wir haben wichtige Verbesserungen für Familien und Kinder erzielt. Und wir haben es geschafft, die Verschuldung des Landes abzubauen.

    Mir persönlich war immer sehr wichtig, für mehr Respekt vor ostdeutschen Lebensleistungen einzutreten. Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen im Land, die mit großem Einsatz so positiv daran mitgewirkt haben, dass sich unser schönes Mecklenburg-Vorpommern so gut entwickelt hat. Wir können alle zusammen sehr stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben.

    Die Medien bitte ich, den weiteren Krankheitsverlauf als Privatsache zu respektieren und von Anfragen abzusehen.“

    • dpa
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    10 Kommentare zu "Mecklenburg-Vorpommern: Sellering tritt zurück – Schwesig wird Ministerpräsidentin"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Zumindest hat man bei der SPD das Gefühl, die haben viele, verschiedene und manchmal auch gute Leute. Und dazu eine Parteibasis, welche die Spitzenpolitiker wirklich antreibt und ihnen im Nacken sitzt. Bei Merkels Verein sieht man immer nur Merkel. Das Wahlprogramm der CDU ist schnell geschrieben. Man nimmt das vom letzten Jahr und schreibt drüber: "Nichts muss sich ändern. Reich sein soll sich auch weiterhin lohnen"


    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • @Rainer von Horn

      Wissen sie Stegner ist ein ANTI Sozi, zur Zeit als Raketenstufe unterwegs die abgestossen wird wenn sie ausgebrannt ist . Das scheint bald der Fall zu sein.

    • @ Herr Günther Schemutat30.05.2017, 11:45 Uhr

      "Es gibt immer weniger gute Politiker die zumindest noch Empathie vermitteln und das ziemlich echt."

      Sie haben den Sympathieträger Stegner vergessen!


      :)

    • G. Nampf

      Naja ,..die Barley ist Mutter und von Beruf Richterin ,was nicht zum Erfolg führen muss, aber ich persönlich Glaube, dass sie sich gut einarbeitet. Wenn ich sonst die gesamte
      politische Riege mir ansehe , bin ich immer froh wenn ich abschalten kann .

      Ich wünsche mir daher mehr Barley und weniger Roth, Göring -Eckhard etc.
      Auch als Frau finde ich sie nicht unattraktiv und wann kann man das mit Blick nach Berlin schon sagen.

    • @Günther Schemutat 30.05.2017, 11:45 Uhr


      "Eigentlich untypisch für SPD Politiker strahlt sie immer eine fröhliche Frische aus ,
      die sie mal mit anderen Politikern teilen sollte ,.... "


      "Fröhliche Frische "qualifiziert noch lange nicht für ein Ministeramt. Für mich sieht es so aus, als ob sich das Karussell der Inkompetenzen munter weiterdreht:

      Jeder nimmt jeden Posten an, unabhängig davon, ob er geeignet ist oder nicht.

    • Es gibt immer weniger gute Politiker die zumindest noch Empathie vermitteln und das ziemlich echt. Dazu gehört der MP Sellering und auch ihm wünsche ich die Kraft , dieses Schicksal durchzustehen.

      Auch die GS Barley macht auf mich einen guten Eindruck, nicht immer im Kreis von Alt Wölfen aber das muss sie auch nicht wenn sie nur selber echt rüberkommt.
      Eigentlich untypisch für SPD Politiker strahlt sie immer eine fröhliche Frische aus ,
      die sie mal mit anderen Politikern teilen sollte , die immer nur verbissen und meist auch noch unglaubwürdig präsentieren.

    • Herrn Sellering wünsche ich vollständige Genesung.

      Die Nachfolgefrage(n) sollte man besser demokratisch regeln über eine Neuwahl des Landtages.
      Es darf nicht sein, daß ein Nachfolger vom Amtsinhaber eingesetzt wird, denn die Abgeordneten in Deutschland sind nur noch reine Befehlsempfänger.

    • Gute Genesung !!!

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