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Medienbericht Finanzministerien planen milliardenschwere Steuerentlastung für Unternehmen

Bund und Länder schmieden einen steuerlichen Entlastungsplan für die Wirtschaft. Es geht um zeitnahe Verrechnung von Verlusten – nicht um Geschenke.
17.04.2020 - 18:00 Uhr Kommentieren
Die Wirtschaft soll mit Steuerentlastungen am laufen gehalten werden. Quelle: dpa
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Die Wirtschaft soll mit Steuerentlastungen am laufen gehalten werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Bund und Länder planen wegen der Coronakrise erhebliche steuerliche Entlastungen für Unternehmen. Die Wirtschaft könne allein durch eine veränderte Verrechnung von Gewinnen aus der Vergangenheit mit aktuellen Verlusten um 15 Milliarden Euro entlastet werden. Dies berichtet der „Spiegel“ am Freitagabend.

So würden die Steuerabteilungsleiter der Finanzministerien von Bund und Ländern derzeit über die großzügige Ausweitung der Möglichkeiten beraten, mit denen Unternehmen aktuelle Verluste mit Gewinnen aus der Vergangenheit verrechnen können. Denkbar sei, so heißt es, den sogenannten Verlustrücktrag auf die vergangenen fünf Jahre auszuweiten. Bisher gilt er nur für das Vorjahr.

Im Gespräch ist demnach auch, den bisher bei eine Million Euro gedeckelten Betrag anzuheben. Damit die Unternehmen nicht erst auf die Steuererklärung im nächsten Jahr warten müssen, sollen sie schon Teile ihres Gewinns aus dem vergangenen Jahr pauschal als Verlust geltend machen dürfen. Im Raum steht ein Anteil von 20 Prozent, womit sie eine Steuerrückerstattung durch die Finanzämter in Anspruch nehmen könnten, schreibt der „Spiegel“.

Die Abteilungsleiterrunde denkt laut Bericht auch darüber nach, den Termin für die Abführung der Lohnsteuer um einen Monat zu verschieben. Das Potenzial für mehr Liquidität läge hier bei weiteren 20 Milliarden Euro. Auch Umsatzsteuerzahlungen könnten gestundet werden, was einen Zahlungsaufschub von insgesamt bis zu 25 Milliarden Euro bedeuten könnte. Erlassen sind die Zahlungen damit jedoch nicht.

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    Die Maßnahmen zielen darauf ab, kurzfristig Liquiditätsengpässe bei Unternehmen zu vermeiden. Die Steuereffekte würden sich über kurz oder lang ohnehin im Staatssäckel niederschlagen.

    Der Großteil der Unternehmen in Deutschland leidet unter durch den Shutdown bedingten Absatzeinbrüchen und Produktionsausfällen. Auch die weltweiten Lieferketten sind aktuell stark unter Druck. Laut einer Umfrage, die dem Handelsblatt vorliegt, sieht sich jedes zweite mittelständische Unternehmen (51 Prozent) vor dem Aus, sollte der Shutdown der Wirtschaft weitere vier Wochen andauern. Mehr als drei Viertel der Unternehmen und Selbstständigen (76 Prozent) gab an, dass die bisher ausgezahlten staatlichen Hilfen nicht ausreichten, um den Finanzbedarf zu decken.

    Selbst Großkonzerne wie Adidas hatten zuletzt KfW-Kreditlinien in Anspruch genommen. Am Freitag hatte die Kaufhausgruppe Karstadt Galeria Kaufhof auf eine Öffnung ihrer Filialen geklagt, um dem finanziellen Aus zu entgehen. Bund und Länder hatten zudem am Mittwoch einen Plan zur vorsichtigen Lockerung der aktuellen Maßnahmen vorgelegt.

    Mehr: Der IWF erwartet die schwerste Wirtschaftskrise seit Großer Depression 1929.

    • alm
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