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Medienbericht „Gaia-X“: Altmaiers Europa-Cloud steht offenbar vor dem Projektstart

Die Pläne des Wirtschaftsministers, eine europäische Daten-Cloud aufzubauen, sind bekannt. Nun steht der Projektname – und der Durchbruch bevor.
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Das Cloud-Projekt des Wirtschaftsministers steht vor dem Durchbruch. Quelle: dpa
Peter Altmaier

Das Cloud-Projekt des Wirtschaftsministers steht vor dem Durchbruch.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Einem Bericht zufolge steht das von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier forcierte Projekt einer Europa-Cloud bald in die Startphase. Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ soll das Projekt, über das das Handelsblatt bereits vorab berichtet hatte, unter dem Namen „Gaia-X“ geführt werden. Weiter heißt es dort unter Berufung auf ein internes Papier, die Verhandlungen mit beteiligten Unternehmen kämen kommende Woche zum Abschluss. Offen ist, in welcher Gesellschaftsform die Cloud betrieben wird: Verein, Stiftung oder Unternehmen.

Benötigt werde eine „europäische Dateninfrastruktur“, zitierte die Zeitung Altmaier. „Wir stehen hier kurz vor dem Durchbruch. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Tagen hierzu konkrete Umsetzungsschritte bekanntgeben können.“ Die konkreten Pläne des Projekts sind seit Juli bekannt. „Die europäische Wirtschaft benötigt dringend verlässliche Datensouveränität und breite Datenverfügbarkeit“, sagte Altmaier dem Handelsblatt. „Das ist eine ganz konkrete Frage der Wettbewerbsfähigkeit, allem voran unseres Mittelstands.“ Das Wirtschaftsministerium arbeite vor diesem Hintergrund „mit Hochdruck an einem Umsetzungsvorschlag“, sagte der CDU-Politiker weiter. Offenbar ist genau das geschehen.

Unterstützung erhält Altmaiers Ressort dabei vom Bundesinnenministerium. Hintergrund der Pläne sind vor allem Sicherheitsbedenken gegen die dominierenden US-Anbieter von internetbasierten IT-Diensten. „Wir können nur mit solchen Anbietern zusammenarbeiten, die unsere Sicherheitsvorgaben einhalten und damit unsere digitale Souveränität gewährleisten“, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU) mit Blick auf die bestehenden Risiken bei der Nutzung von Cloud-Diensten dem Handelsblatt.

Da die Cloud in der Wirtschaft eine immer größere Rolle spielt, sind Unternehmenskunden besonders darauf angewiesen, dass die Angebote sicher sind – vor technischen Störungen genauso wie vor Hackern und Schnüfflern. Doch europäischen Unternehmern und Politikern wird zunehmend bewusst, dass sie in prekäre wirtschaftliche und außenpolitische Abhängigkeiten geraten, wenn sie ihre Anstrengungen, eigene IT-Dienstleistungen anzubieten, nicht deutlich erhöhen.

Daten sind auf dem Weltmarkt längst zur einer Schlüsselressource geworden. Altmaier bezeichnet sie als „den bedeutendsten Rohstoff der Zukunft“. Und wer Daten verwaltet, kann Macht ausspielen. „Wir müssen einerseits Angebote machen für Unternehmen, die ihre Daten sicher und verlässlich speichern wollen, mit einem hohen Niveau an Datenschutz für alle Beteiligten“, sagte er dem Handelsblatt. „Und wir müssen andererseits für diejenigen, die Daten tauschen oder gemeinsam nutzen möchten, ein vitales Ökosystem aufbauen, das von Start-ups über kleine und mittelständische Unternehmen bis zur Industrie alle Wirtschaftszweige miteinander verknüpft.“ Auch die Wirtschaft selbst unterstützt den Vorstoß der Bundesregierung.

Mit Material von Reuters

Mehr: Die Banken lagern immer mehr Daten und IT-Anwendungen an externe Anbieter aus. Hackerangriffe werfen immer wieder Fragen nach der Sicherheit auf.

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