Medienbericht Kommunen planen Konzessionsgebühr für Bordelle

Die Kommunen wollen Bordelle strenger kontrollieren und stärker zur Kasse bitten. Prostitutionsstätten und Prostituierte sollen Genehmigungen einholen müssen, die „mit einer deutlichen Gebührenpflicht verbunden werden“.
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Prostituierte sitzen in einem Bordell an einer Bar. Quelle: dpa

Prostituierte sitzen in einem Bordell an einer Bar.

(Foto: dpa)

BerlinBordelle sollen nach dem Willen der Kommunen strenger kontrolliert und mit höheren Abgaben belegt werden. Sowohl Prostitutionsstätten als auch die Prostituierten selbst sollten Genehmigungen einholen müssen, die „mit einer deutlichen Gebührenpflicht verbunden werden“, forderte der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, in der Zeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe). Mit den Einnahmen könnten die Kommunen dann Kontrollen im Rotlicht-Milieu ausbauen, aber auch Beratungsangebote verbessern.

„Zwangsprostitution, Menschenhandel und Kriminalität müssen wirksamer bekämpft werden und Bordelle effektiver kontrolliert werden“, sagte Landsberg. Er kritisierte, derzeit reiche das Personal weder in den kommunalen Ordnungsämtern noch bei der Polizei aus, um notwendige Überprüfungen vorzunehmen. Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag im Bund darauf verständigt, das seit 2002 geltende Prostitutionsgesetz zu reformieren.

Der DStGB fordert dem Bericht zufolge auch, das Mindestalter für Prostituierte von derzeit 18 auf 21 Jahre anzuheben. Genehmigungen sollten zudem von einer Gesundheitsprüfung und einem sozialen Beratungsgespräch für die Prostituierten abhängig gemacht werden, sagte Landsberg. Ähnliche Forderungen gibt es auch aus der CDU/CSU.

Dem Bericht zufolge gibt es in Deutschland rund 400.000 Menschen, die ihr Geld mit Sex verdienen. Schätzungen zufolge sollen 1,2 Millionen Männer täglich deren Dienste in Anspruch nehmen, hieß es in der „Welt“ weiter.

  • afp
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1 Kommentar zu "Medienbericht: Kommunen planen Konzessionsgebühr für Bordelle"

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  • "Kommunen planen Konzessionsgebühr für Bordelle"

    heißt:

    Kommunen wollen nicht nur über die Gewerbesteuer sondern auch mit Konzessionen am großen Geschäft mitverdienen. Die Prostitution eindämmen wollen sie nicht.

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