Medienbericht Pofalla soll Petersburger Dialog leiten

Der Petersburger Dialog soll umfassend reformiert werden – und ein neues Gesicht bekommen. Laut Medienbericht übernimmt Ex-Kanzleramtsminister Pofalla die Leitung des Gesprächsforums auf deutscher Seite.
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Zunächst erklärte er die NSA-Affäre vorschnell für beendet, dann zog er sich selbst angeblich aus privaten Gründen zurück: Vor seinem Wechsel in die Wirtschaft zog Ronald Pofalla viel Kritik auf sich. Quelle: dpa
Ronald Pofalla

Zunächst erklärte er die NSA-Affäre vorschnell für beendet, dann zog er sich selbst angeblich aus privaten Gründen zurück: Vor seinem Wechsel in die Wirtschaft zog Ronald Pofalla viel Kritik auf sich.

(Foto: dpa)

SaarbrückenEx-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) soll künftig auf deutscher Seite den Petersburger Dialog leiten. Pofalla, der inzwischen als Lobbyist für die Deutsche Bahn arbeitet, löse Ende März den früheren DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière als Vorsitzenden des deutschen Lenkungsausschusses ab, berichtete die „Saarbrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Bei der Mitgliederversammlung am 27. März soll demnach auch eine strukturelle Reform des deutsch-russischen Gesprächsforums beschlossen werden.

Geplant sei, dass künftig auch Parteistiftungen und Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace dem Kreis angehören. Zudem sei vereinbart worden, die Veranstaltungen von den deutsch-russischen Regierungskonsultationen abzukoppeln. Zuletzt war dem Gesprächsforum vorgeworfen worden, in großem Maße Regierungs- und Wirtschaftsinteressen zu vertreten und zu unkritisch gegenüber der russischen Politik zu sein.

Der Petersburger Dialog soll einen regelmäßigen Rahmen bieten für den Austausch zwischen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur beider Länder. Seit dem Beginn der Ukraine-Krise und der Verschlechterung der Beziehungen zu Russland wurden aber mehrfach Termine abgesagt.

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