Medienbericht Zahl der Zuwanderer steigt

Heute soll der Migrationsbericht vom Kabinett beschlossen werden. Er zeigt: Die Zahl der Zuwanderer in Deutschland ist auf dem höchstem Stand seit 1995. Doch im europäischen Vergleich sieht das ganz anders aus.
Update: 15.01.2014 - 08:20 Uhr 28 Kommentare

Von wegen Armutsmigration: Fakten zur Zuwanderung

PassauIm europaweiten Vergleich wandern –gemessen an der Bevölkerung – fällt die Zuwanderung nach Deutschland überraschend gering aus. Pro Tausend Einwohner kamen im Jahr 2011 gerade mal sechs Zuwanderer. Damit lag Deutschland in Europa gerade mal im unteren Mittelfeld. Das geht aus dem „Migrationsbericht 2012“’ der vor, der an diesem Mittwoch im Kabinett behandelt wird und dem Handelsblatt vorliegt. Basis sind die aktuellsten Zahlen von Eurostat.
Diverse Ländern hatten pro Kopf gerechnet weit höhere Zuwanderungsraten: In der Schweiz wanderten pro 1000 Bürger 19 Menschen zu, in Norwegen gut 14. Auch Belgien, Österreich, Irland und Schweden registrierten mehr als zehn Zuwanderer pro 1.000 Einwohner. Basis sind Daten von Eurostat.

Insgesamt ist die Zahl der Zuwanderer nach einem im vergangenen Jahr jedoch auf den höchsten Stand seit 1995 gestiegen. 2012 registrierten die Behörden 1,08 Millionen, 2011 waren es noch 960 000. Allerdings sind auch die Zahl der Auswanderer gestiegen und zwar um fünf Prozent: von 680 000 auf 712 000. Damit sind 370 000 Menschen mehr zugezogen als weggezogen.

Seit 2011 ist die Zuwanderung nach Deutschland zwar noch mal um ein Drittel gestiegen. Doch auch das dürfte Deutschland im Europa-Ranking nicht nach oben katapultieren. Vergleichsdaten gibt es aber noch nicht.
Erfreulich entwickelt sich der kleine Bereich der qualifizierten Zuwanderer von außerhalb der EU – wenn auch auf niedrigem Niveau. Nach dem Migrationsbericht sind 2012 mehr als 27.000 qualifizierte und hochqualifizierte Arbeitnehmer aus den sogenannten Drittstaaten zugewandert. Im Jahr 2009 waren es erst 16.000. Um für diese für den Arbeitsmarkt hochinteressante Klientel noch deutlich attraktiver zu werden, hatten Migrationsexperten und die Wirtschaft jüngst erneut eine systematische Zuwanderungsrecht von der neuen Bundesregierung gefordert. Ein solches ist jedoch bisher nicht geplant.

Vier von fünf Zuwanderern kamen der Zeitung zufolge aus Europa, mehr als zwei Drittel davon aus einem EU-Mitgliedstaat. Hauptherkunftsländer waren wie schon in den Vorjahren Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Italien, Spanien und Griechenland.

„Sozialsysteme sind kein Selbstbedienungsladen“

  • dpa
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28 Kommentare zu "Medienbericht: Zahl der Zuwanderer steigt"

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  • @Netshadow: Es geht hier nicht um Wanderungen, sondern um Einwanderung ohne Assimilation. Ich habe keine Lust auf Ehrenmorde, Sharia und Kupieren der Geschlechtsorgane. Ich möchte auch morgen noch Schweinefleisch essen können und auf 4 Wochen Zwangsfasten habe ich auch keine Lust. Außerdem missfällt mir die Minderschätzung der Frau die bei unseren islamischen Nebenbürgern gelebte Religion und Tradition ist - und das schon seit 3 Generationen hier bei uns. Damit es meinen Nachkommen nicht so geht wie den Römern, Indianern, Aborigines, oder den Buschmännern der Kalahari, den Pygmäen oder den Völkern Sibiriens und den Tibetanern bin ich gegen massenhafte Einwanderung aus Ländern deren Kultur, Religion und Tradition unsere Lebensart beeinträchtigen. Sollten wir wirklich mehr Kinder brauchen, dann sollten wir sie durch entsprechende Maßnahmen selbst schaffen. Politisch ist das schwer durchzusetzen, bei einer Kanzlerin die Mutti genannt wird aber einen total unfruchtbaren Schoß hat.

  • Dass es in unsrem Land zu wenig Kinder gibt, liegt an der linken Polit6ik
    Wer eine derartige Überemanzipation propagiert und ständig neue Feminismusdebatten anstößt, braucht sich nicht wundern
    Wo das Wort Mutter zum Schimpfwort wird, ers recht nicht

  • Das Römische Reich ist untergange wegen dr Dekadenz seienr Eliten und an völliger Verfremdung durch Zuwanderung.

  • Was für ein Dummgeschwätz mit diesen Einwanderungsberich.
    Nach Norwegenund die Schweiz wandern auch viele Deutsche aus. Aber nicht Asoziale sondern betens ausgebildete Leute.
    Also dieser Bericht sagt überhaupt nichts aus über die Armutszuwanderung und die Zuwanderung von Unterschichten

  • Was für ein Dummgeschwätz mit diesen Einwanderungsberich.
    Nach Norwegenund die Schweiz wandern auch viele Deutsche aus. Aber nicht Asoziale sondern betens ausgebildete Leute.
    Also dieser Bericht sagt überhaupt nichts aus über die Armutszuwanderung und die Zuwanderung von Unterschichten

  • Ja, ich bin auch für eine Einteilung in tatsächliche Fachkräfte und jene die nur wegen staatlicher, sozialer Leistungen, (H4, Kindergeld, Krankenversorgung etc.) aus dem Ausland sich hier aufhalten und versorgt werden.
    Wer aus dem Ausland qualifiziert ist und die Sprache spricht, hier arbeitet und seinen Lebensunterhalt selber finanziert, warum nicht, doch von dem Rest ob mit oder ohne dt. Paß, egal wie lange im Lande müssen wieder gehen.
    Es ist doch sonderbar das viele ein Jahr und länger nach angeblich Arbeit suchen aber nicht gefunden haben
    auch noch so dreist sind und Ansprüche stellen und zur angeblichen Suche gleich die Familie und eine Schar Kinder mitbringen (selber keinen müden Cent in der Tasche) auch noch vom Steuerzahler versorgt werden.
    Es ist zwingend erforderlich das der "eiserne Besen" durch das Weltsozialamt Deutschland fegt.

  • @marco99,

    Zuwanderung an sich muss kein Problem sein. Und die Deutschen haben erst mal gar nichts gegen Zuwanderer. Insofern ist ihre Interpretation hinsichtlich Fremdenfeindlichkeit schlicht falsch. Man darf aus der Besorgnis, dass unserer Rechtsrahmen bei einer Einwanderung in großer Zahl geradezu zum Missbauch auffordert nicht ignorieren.
    Der Bericht beweist ja ausdrücklich, dass die Zurückhaltung hinsichtlich der Einwanderung in den letzten Jahren ein Erfolg war. Es gab keine neuen großen Ströme, die große Belastungen für das Sozialsystem bedeuteten.
    Und das soll auch so bleiben. Es ist richtig bezüglich Bulgarien und Rumänien aufgrund des starken sozialen Gefälles die Frage zu stellen, ob uns bei einer erweiterten Freizügigkeit aus diesen Ländern kein Ungemach droht. Ebenso sehr wie mögliche Folgen dramatisch dargestellt werden, bleiben die Befürworter der Freizügigkeit jede Plausibilität schuldig, wieso es kein Risiko gibt. Es bleibt der pauschale Vorwurf der Übertreibung gegenüber der CSU. Wer der Unredlichkeit vorwirft macht sich aber ohne handfestere Argumente als der der Fremdenfeindlichkeit, die so pauschal auch nicht existiert der selben Unredlichkeit schuldig.
    Und die Zuwanderer reproduzieren sich auch nicht mehr als wir, sie bringen ähnlich zu niedrige Geburtenraten schon mit und passen sich binnen einer Generation unseren Geburten raten an. Also ein Voraus diesbezüglich gibt es da wohl nicht.

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    Welch ein Quatsch .Wenn ich in den Foren lese oder Politikergequatsche vernehme , dass aus Rumänien oder Bulgarien überdurchnittliche Fachkräfte kommen.

    Mit welcher Technologie wird denn dort gearbeitet . Der Mindeststandard von DE wird nur teilweise erreicht .

    Z.B. müssen Ärzte hier noch auf deutschen Standard ausgebildet werden ,weil sie unterqualifiziert sind.Aber hier zählt vor allen Dingen , dass man den Ausländern Drückerlöhne zahlt u. sich die Arbeitgeber eine goldene Nase verdienen.

    Insbesondere kann der Sozialtourismus so nicht hin genommen werden.

    Deutsche haben den Sozialstaat aufgebaut u. Ostblocker plündern ihn aus u. dies mit allen Tricks .

    Die Deutschen sind die Verlierer der sogenannten EU u. leider noch zu blöde zum Protestieren.

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  • Viele Zuwanderer heute kommen aus Europa und gehören damit eher nicht zu denen, die uns etwas kosten oder bei denen die Integration schwierig ist.

    Man muss aber auch fragen dürfen, warum es plötzlich soviel Zuwanderung gibt - und da ist die Antwort aus meiner Sicht auch die verfehlte Europolitik, die die früheren Weichwährungsländer so wettbewerbsunfähig macht, dass die Menschen für Arbeit auswandern müssen. Besser wäre es schon, wenn Europa so funktionieren würde, dass die Menschen in ihrer Heimat Arbeit finden.

  • " Wie sind die großen Kulturen entstanden? Durch Migration? "

    Ich würde die USA ja nicht unbedingt als "große Kultur" bezeichnen, aber wenn Sie so wollen. Passt halt nicht in ein fremdenfeindliches Weltbild aber Faktern stören hier natürlich nur

    Wir sind alle Migranten, es gab nie einen Zeitpunkt "Null" an dem wir alle genau hier gestartet sind, als ein Volk, alle gleichaussehend (blond natürlich) usw.

    Aber wenn man unbedingt die vorhandenen Unterschiede grenzenlos überzeichnen und geographisch rastern will, dem eigenen Trieb folgend, der unbedingt die eigene Großgruppe braucht, klar abgegrenzt, primär als Folge der eigenen Unsicherheit, dann lässt man sich auch von nichts abhalten.

    Dass die Deutschen aussterben zeigt doch nur zu gut, dass hier etwas ganz gewaltig nicht stimmt (oder sind daran jetzt auch schon die Ausländer schuld). Vielleicht gibt es Dinge, die man von Menschen lernen kann, die auf rätselhafte Weise noch imstande sind, sich selber zu reproduzieren. Aber dazu bräuchte man was, was unserer Vorfahren erwiesenermaßen über die Jahrtausende als allerletztes immer zu haben schienen: Lernfähgikeit. Denken Sie das nächste mal dran, wenn sie über eine STRASSE fahren, die wurden hier nämlich erst dann gebaut, als die von wirklichen Hochkulturen schon Jahrtausende alt waren.

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