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Medienberichte Bundeswehr in desolatem Zustand

Die Bundeswehr ist in einem erschreckenden Zustand, ihre Ausrüstung teils veraltet und teils kaputt. Das ergeben offenbar interne Berichte der Bundeswehr. Verteidigungsministerin von der Leyen redet die Situation schön.
7 Kommentare
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre Bundeswehr. Deren desolate Materialsituation leugnet von der Leyen nicht, die Ministerin betont aber die Leistungsfähigkeit. Quelle: Reuters

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre Bundeswehr. Deren desolate Materialsituation leugnet von der Leyen nicht, die Ministerin betont aber die Leistungsfähigkeit.

(Foto: Reuters)

Die technische Situation bei der Luftwaffe ist einem Zeitungsbericht zufolge offenbar schlechter als angenommen. Das berichteten die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Bild“ am Mittwoch unter Berufung auf eine Übersicht der Bundeswehr. Aus der Auflistung über die „Materielle Einsatzbereitschaft der Streitkräfte“ gehe hervor, dass 42 der 109 Kampfjets vom Typ Eurofighter und 38 der 89 Tornados momentan für einen Einsatz verfügbar seien. Als „nicht versorgungsreif“ würden auch der Kampfhubschrauber Tiger und der Transporthubschrauber NH90 klassifiziert. Probleme bereite der Bundeswehr offenbar der Transportpanzer Boxer. 110 der 180 vorhandenen Modelle seien in der Instandsetzung.

Der Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner sagte „Bild“: „Die Lage der Verfügbarkeit des Bundeswehrmaterials stellt sich noch desolater dar als angenommen.“ Eine verschleppte Ersatzteilbeschaffung in der Amtszeit des damaligen Verteidigungsministers Thomas de Maizière (CDU) habe nun massive Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht nicht.

Ressortchefin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch Probleme mit der Bundeswehr-Ausrüstung eingeräumt. „Ich will nicht verhehlen, dass wir zum Teil Material haben, dass schon einige Zeit auf dem Buckel hat.“ Man sei in intensiven Gesprächen mit der Industrie, dass neues Material geliefert werde. Trotzdem beweise die Bundeswehr täglich in 17 Auslandseinsätzen, dass sie leistungsfähig sei.

Konkret nannte die Ministerin das Transportflugzeug Airbus A400M, auf das die Bundeswehr seit Jahren wartet. Wie aus Kreisen des Verteidigungsausschusses im Bundestag verlautete, verzögert sich die Auslieferung um einen weiteren Monat auf Dezember. Gründe seien in dem Gremium am Mittwoch nicht genannt worden. Hintergrund seien möglicherweise Verhandlungen mit Airbus.

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7 Kommentare zu "Medienberichte: Bundeswehr in desolatem Zustand"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das Fallschirmjäger bald keine Fallschirme mehr brauchen, weil die ganze Maschine gleich mitkommt ist natürlich Satire von mir.

    Aber gebe es eine DOku über Deutschlands Schrottplätze, wäre
    der Schrottplatz von Uschi der größte bei uns.

    Aber Weltpolizist spielen, dass ist wohl Größenwahn!

    Daher noch mal Danke an die Grünen und ihr Mutterschiff SPD
    für die Kriegseinsätze nach Adolf Hitler gegen den Willen der Bürger.

  • Das Fallschirmjäger bald keine Fallschirme mehr brauchen, weil die ganze Maschine gleich mitkommt ist natürlich Satire von mir.

    Aber gebe es eine DOku über Deutschlands Schrottplätze, wäre
    der Schrottplatz von Uschi der größte bei uns.

    Aber Weltpolizist spielen, dass ist wohl Größenwahn!

    Daher noch mal Danke an die Grünen und ihr Mutterschiff SPD
    für die Kriegseinsätze nach Adolf Hitler gegen den Willen der Bürger.

  • @C.Falk

    Warum nicht?

    Carl von Clausewitz "Vom Krieg"

    Zehntes Kapitel, Die List

    "List setzt eine versteckte Absicht voraus und steht also der geraden, schlichten das ist unmittelbaren Handlungsweise entgegen, so wie der Witz dem unmittelbaren Beweis entgegensteht. Mit dem Mittel der Überredung, des Interesses, der Gewalt hat sie daher nichts gemein, weil dieser seine Absichten gleichfalls versteckt. Sie ist sogar selbst ein Betrug, wenn das Ganze fertig ist, aber sie unterscheidet sich doch von dem, was schlechthin so genannt wird und zwar dadurch, das sie nicht unmittelbar wortbrüchig wird....

  • Die Bundeswehr ist zuerst eine Haushaltsstelle im Finanzplan der BRD zur Abfütterung gewisser Interessen und an zweiter Stelle soll sie dem Weltpolizisten in Zukunft zur Verfügung stehen. Das muss jetzt irgendwie miteinander vereinbar gemacht werden.

    Wer in Zukunft in der BW als Arbeitnehmer fungieren möchte, dem muss es schon sehr dreckig gehen.

  • Zitat : Bundeswehr in desolatem Zustand

    Weiß es auch die Flinten-Uschi ?

    Wenn ja, was tut sie dagegen..?

    Wenn nein, wer sagt es ihr...?

  • @C.Falk

    Glauben Sie, die deutsche Politik ist so raffiniert, dass es eine Botschaft hinter der Botschaft gibt?

    Ich nicht. Das wäre nicht nur ein Selbstgespräch über ein Selbstgespräch sondern intelligent. Soetwas traue ich keinem deutschen Politiker zu. lol

  • Üblicherweise kommen Zustände, was die innere Verfasstheit von Armeen angeht nirgendwo in der Staatenwelt so auf das öffentliche Tablett wie derzeit in der Bundesrepublik Deutschland. Weite Teil der Luftwaffe und der Panzerkräfte sind nicht einsatzbereit.

    Was ist die Botschaft hinter der Botschaft an "Freunde" und "Gegner"? Wir haben keine sonderlich ausgeprägten Interessen an militärischen Konfliktverschärfungen.

    Sozusagen durch die "Blume" gesprochen.