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Medizinische Vorsorge Impfpflicht spaltet Koalition

Die Politik streitet um das Thema Impfpflicht. Gesundheitsminister Bahr etwa spricht sich für die Vorsorgeimpfung aus, auch die Unionsfraktion ist dafür. Doch in der Koalition sind nicht alle begeistert – im Gegenteil.
14.07.2013 - 16:15 Uhr 13 Kommentare
Gesundheitsminister Daniel Bahr hat eine Impfpflicht ins Gespräch gebracht. Doch damit stößt er nicht nur auf Gegenliebe. Quelle: dpa

Gesundheitsminister Daniel Bahr hat eine Impfpflicht ins Gespräch gebracht. Doch damit stößt er nicht nur auf Gegenliebe.

(Foto: dpa)

Berlin Nach den zahlreichen Masern-Fällen in den vergangenen Jahren wird in der Politik der Ruf nach einer Impflicht immer lauter. „Grundsätzlich sollten nur Kinder, die geimpft sind, Kitas, Kindergärten oder Schulen besuchen dürfen“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Denn sonst gefährdeten sie andere Kinder, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

„Aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht ist eine Impfpflicht das einzig Sinnvolle“, sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende Erkrankung mit hohem Gefahrenpotential für die nichtgeimpfte Bevölkerung. Daher wäre es gut, wenn alle Kinder geimpft wären.“ Allerdings sei eine Impfpflicht in Deutschland gesellschaftspolitisch schwer durchzusetzen.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte eine Impfpflicht ins Gespräch gebracht, nachdem im ersten Halbjahr 2013 mehr als 900 Masernfälle in Deutschland gemeldet worden waren. Im neuen „Spiegel“ sprach er nun auch von anderen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit. So prüften seine Beamten, ob nichtgeimpfte Schüler bei einem Ausbruch der Erkrankung in ihrer Schule befristet vom Unterricht ausgeschlossen werden können. Bisher gibt es diese Möglichkeit demnach nur für erkrankte Kinder.

Außerdem erwägt Bahr, die Gesundheitsämter zu verpflichten, künftig schon bei der Aufnahme eines Kindes in den Kindergarten den Impfstatus abzufragen. Derzeit geschieht dies zu Schulbeginn. Allerdings könnten beide Maßnahmen erst nach der Wahl vom Bundestag verabschiedet werden.

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    Der Obmann der FDP im Gesundheitsausschuss, Jens Ackermann, sagte der „FAS“, eine Impfpflicht sei nicht durchsetzbar. „Sollen Eltern, die sich gegen die Impfung ihrer Kinder weigern, ins Gefängnis?“ Das sei „Unsinn“, sagte Ackermann der „FAS“. Auch der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Jan Leidel, wertete eine Impfpflicht bei Masern als kontraproduktiv. Wichtiger seien Aufklärung und Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten, sagte er dem Blatt.

    • afp
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    13 Kommentare zu "Medizinische Vorsorge: Impfpflicht spaltet Koalition"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • lieber abc,
      informieren sie sich erstmal bevor sie sowas schreiben. es gibt wissenschaftliche studien über das thema impfung und deren wirksamkeit. schon allein die tatsache das kinder die geimpft sind erkranken können, zeigt doch das hier etwas nicht stimmt. wer nach "Grippe-Impfung in vielen Fällen nicht wirksam" googelt, wird über eine studie des "Zentrums zur Vorbeugung und Kontrolle von Erkrankungen" stolpern die das belegt.

      interessant ist übrigens der hinweis das eine solche pflicht erst nach der wahl eingeführt werden könne. das zeigt das die politiker wissen das eine solche entscheidung gegen den willen der breiten masse geht.

      sollte eine impfpflicht in deutschland wirklich eingeführt werden, dann wandere ich sofort aus. es ist eine zumutung das diese leute sich einbilden sie könnten uns behandeln wie vieh.

    • Diejenigen die den Verlauf von Fieberkrampf nach einer MMR Impfung (Impfreaktion) miterleben mussten und 3 Tage im Klinikum verbringen mussten, Nein DANKE.

    • An Masern erkranken auch geimpfte Kinder!! Die Impfung nütz nur einem: der Pharmaindustrie die Milliarden damit verdient. Ein typisches Beispiel von Lobbyismus

    • Wenn ich die Impfgegner hier so lese, dann ist eine Impfpflicht die einzige Lösung!!! Sind Sie von allen guten Geistern verlassen? Diejenigen, die den Verlauf von z. B. Masern miterleben mussten und auch den Tod des Kindes, können Ihnen sagen, wie wichtig Impfungen sind.

    • Inzwischen wird hochoffiziell zugegeben, das es zu schwersten Impfschädigungen kommen kann. Nun muss man wissen, das die bisher gesammelten Impfnebenwirkungsmeldungen des PEI nur 5% der tatsächlichen Schäden wiedergeben. Es ist grausam, gesunde Kinder zu impfen und zu wissen, hinterher könnten diese krank, schwerstkrank oder tot sein. Und mir erzählt keiner, Ärzte wüssten nichts ob dieses Risikos.
      Warum gibt es keine öffentlichen unabhängigen Studien? Keine behördlichen Langzeitvergleiche zwischen Geimpften und Ungeimften?
      Das herbeizitierte Ethikproblem ist doch nur eine plumpe Ausrede-denn: Auch in der Veterinärmedizin gibt es keine solchen Vergleiche...

    • Nichts draus machen. Dass es sehr viele verantwortungsbewusste Impfgegner gibt, zeigt sich doch in diesem Forum. Nach meiner Beobachtung werden es immer mehr Menschen, die sich und ihre Kinder nicht länger durch die Pharmaindustrie vergiften lassen wollen. Hier hat ein Umdenken hin zu einer bewussteren Handhabung eingesetzt. Die Sprüche, mit denen man Sie konfrontiert, verlieren allmählich ihre Wirkung und die Anfeindungen, über die Sie berichten, werden bald nicht mehr stattfinden.

    • Apropos Besserwissen und Lobby-Arbeit: ich erinnere noch einmal an die "Schweine-Grippe-Pandemie" und die damit verbundene Hysterie, einschließlich dem Pandemie-Siegel der korrupten UNO und Zwangsimpfungsdiskussion. Polen war in der EU am Pranger, weil sie sich geweigert haben, Massenimpfung in Betracht zu ziehen.

      Auf das Massensterben durch diese "Pandemie" warten wir - obwohl sich prozentuell sehr wenige impfen ließen - noch heute. Ich möchte nicht wissen, wie hoch hingegen die Anzahl der Impfopfer ist und wieviele ihren Schuß Quecksilber dadurch bekommen haben (Merkel hat sich damals auch demonstrativ impfen lassen - aber mit der quecksilberfreien Variante, die es für das gemeine Volk nicht gab).

    • Die Impfpflicht durch die Hintertür warten bis sich das gemeine Volk daran gewöhnt hat,dann gehen wir einen Schritt weiter.

      @Ich_kritisch
      Da stimme ich Ich_kritisch zu.

    • So ein Blödsinn! Masern ist gefährlich für Erwachsene - nicht für Kinder. Wieso müssen dann Kinder geimpft werden? Sollen sich doch bitte die Erwachsenen, die diese Kinderkrankheit als Kind nicht hatten dagegen impfen lassen.
      Aber das ist wohl für die Politik eine zu rationale Lösung :-)

    • Die sollen erst einmal den Bundestag durchimpfen, denn wer für den ESM stimmt hat es nötig! Jeder sollte sich selbst informieren zb http://impfkritik.de/ da werden einem die Augen geöffnet.

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