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Mehdorn informiert Aufsichtsrat und Baufirmen Bahn will offenbar Investitionen stoppen

Bahn-Chef Mehdorn hat angeblich verschiedene Bauprojekte abgesagt. Dennoch plant er, 2003 mit einem Gewinn abzuschließen.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn will ihre Investitionen im laufenden Jahr angeblich stärker zusammenstreichen als bislang bekannt. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn erwäge sogar, bereits gestartete Bauprojekte «abzubrechen», berichtete die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) am Samstag unter Berufung auf Briefe Mehdorns an Baufirmen und den Aufsichtsrat der Bahn AG.

Hauptgrund für das Vorgehen des Bahn-Chefs seien Entscheidungen des Vermittlungsausschusses, die «weitreichende Auswirkungen auf die Finanzierung der Eisenbahninfrastruktur haben werden», hieß es in dem Bericht weiter.

Mehdorn geht der «SZ» zufolge für 2004 von einem Rückgang der Schienenmittel um fast eine Milliarde Euro auf weniger als 3,2 Milliarden Euro aus. Vor diesem Hintergrund habe er den Bahn-Aufsichtsrat darauf vorbereitet, dass in diesem Jahr ein zumindest teilweiser Investitionsstopp beim bestehenden Schienennetz drohe.

Zugleich habe Mehdorn zahlreiche Baufirmen darüber informiert, dass die Bahn «kaum in der Lage» sei, «über eine Erhaltung der bestehenden Infrastruktur hinaus weitere Projekte zu finanzieren». Daher seien Aufträge und Vergabe von Bauaufträgen gestoppt worden, schreibt die «SZ» weiter.

Unterdessen bekräftigte der Bahn-Chef in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung», das laufende Jahr in der Gewinnzone beenden zu wollen. «In zwei Jahren sind wir ein Unternehmen, das nachhaltig Gewinne schreibt und kapitalmarktfähig ist», sagte Mehdorn der Zeitung. Damit wäre ab 2005 auch der Weg für den geplanten Börsengang frei.

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