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Mehr Flexibilität Arbeitgeberpräsident Kramer will Acht-Stunden-Tag abschaffen

Der unflexible Acht-Stunden-Tag solle auf den Prüfstand, fordert Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Starre Arbeitszeiten seien im digitalen Alter nicht mehr zeitgemäß. Die Linke stimmt zu – in Teilen.
19.12.2015 - 10:24 Uhr
Die reguläre Arbeitszeit soll bei 40 Stunden pro Woche bleiben – nur an der Verteilung will Arbeitgeberpräsident Kramer schrauben. Quelle: dpa
Keine Ausweitung der Wochenarbeitszeit

Die reguläre Arbeitszeit soll bei 40 Stunden pro Woche bleiben – nur an der Verteilung will Arbeitgeberpräsident Kramer schrauben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat von Beschäftigten mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit gefordert. „Der starre Acht-Stunden-Tag passt nicht mehr ins digitale Zeitalter, wir wollen mehr Beweglichkeit“, sagte Kramer der Zeitung „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Es könne sein, dass jemand an einem Tag zwölf Stunden arbeite und am nächsten nur vier, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Kramer versicherte: „Wir wollen ja die Wochenarbeitszeit nicht ausweiten.“ Er wies darüber hinaus die Kritik zurück, dass Unternehmen die Digitalisierung nutzen würden, um von ihren Beschäftigten auch in der Freizeit Erreichbarkeit und Mehrarbeit einzufordern. „Die Arbeitgeber erwarten nicht, dass jeder nach Feierabend noch erreichbar ist“, sagte Kramer. Zwar gebe es Ausnahmen für Führungskräfte oder in Notfällen. Allerdings betonte er, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen liege, Mobilgeräte auch auszuschalten. „Selbstdisziplin ist ganz wichtig“, sagte Kramer.

Linken-Parteichef Bernd Riexinger hat zurückhaltend auf die Forderung der Arbeitgeberverbände reagiert, sich vom Acht-Stunden-Arbeitstag zu verabschieden. "Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, Beschäftigten mehr Vertrauen zu schenken, statt mit der Stechuhr auf Quantität statt Qualität zu setzen", sagte Riexinger am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Die Anforderungen der Arbeitgeber klingen aber häufig wie die Aufnahmebedingungen einer Sporthochschule: beweglich, flexibel, risikofreudig."

Gute Arbeit für alle funktioniere nur, wenn die Arbeitgeber im Gegenzug bereit seien, sichere Jobs und gute Löhne zu bieten, sagte Riexinger. Stattdessen litten immer mehr Menschen unter Dauerstress und Existenzangst. "Insofern muss Arbeitszeit insgesamt umverteilt werden, anstatt sich die Beschäftigten nach den Wünschen des Arbeitgebers zurecht zu biegen", fügte der Linken-Chef hinzu.

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