Meinungstrend Union in Umfragen weiter vorn

Die Unionsparteien liegen nach zwei aktuellen Umfragen in der Wählergunst weiter vorn. In einer anderen Umfrage kann die SPD wieder leicht zulegen. Aber bei der Kanzlerpräferenz liegt Merkel klar vor Schulz.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Unionsparteien liegen in zwei aktuellen Wahlumfragen deutlich vor der SPD. Quelle: dpa
Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Unionsparteien liegen in zwei aktuellen Wahlumfragen deutlich vor der SPD.

(Foto: dpa)

BerlinDie Unionsparteien liegen nach zwei aktuellen Umfragen an der Spitze. Nach dem vom Forsa-Institut ermittelten stern-RTL-Wahltrend vom Dienstag konnte die SPD aber ihre Position nach ihrem Drei-Punkte-Verlust in der Vorwoche wieder leicht verbessern. Sie legte danach zuletzt wieder um einen Punkt zu und kommt nun auf 30 Prozent. Die Union aus CDU und CSU allerdings behauptete sich mit 36 Prozent vor den Sozialdemokraten.

Auch in der neuen Insa-Umfrage im Auftrage von „Bild“ liegen CDU/CSU mit 33 Prozent vorn. Die Unionsparteien konnten einen Prozentpunkt dazu gewinnen. Dagegen gab die SPD einen Prozent ab und kam nur noch auf 31,5 Prozent.

In der Forsa-Umfrage erreichten Linkspartei und AfD unverändert jeweils acht Prozent, die Grünen weiterhin sieben Prozent. Die FDP konnte danach einen Zugewinn von einem Punkt auf sechs Prozent verbuchen. Ein anderes Bild vermittelte Insa. Dessen Meinungstrend wies eine Einbuße der Linkspartei von einem halben Prozentpunkt aus - sie kam auf 8,5 Prozent. Die AfD konnte demnach um einen Prozentpunkt zulegen und ist mit zehn Prozent wieder zweistellig. Grüne und FDP sieht Insa unverändert bei jeweils 6,5 Prozent.

„Eiserne Lady“ ohne Vision
Ausdauer
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Merkel schreibt sich selbst „kamelartige Fähigkeiten“ zu: Reserven anlegen, dosiert einsetzen. Krank ist sie selten – wenn doch, erfährt man es in der Regel nicht. Man muss wohl Nerven aus Stahl haben, um Kanzleramt und Parteivorsitz zu meistern. US-Präsident Barack Obama sagt, Merkel sei „hart“, „tough“ und „zäh“.

Geduld
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Merkel kann zuhören – und abwarten. Selten reagiert sie im Affekt. Reißt ihr aber die Hutschnur, ist Feierabend. Wie bei der Entscheidung für Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine- Konflikts oder der Entlassung von Norbert Röttgen (rechts) aus ihrem Kabinett.

Ideologiefrei
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Merkel zeigt sich erst einmal für alles offen und denkt nicht in Grenzen – auch nicht in denen ihrer Partei. Das führt zu Konflikten mit der Schwesterpartei CSU und auch mit der CDU-Basis.

Uneitel
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Anhänger wie Gegner schätzen Merkels Bodenhaftung, ihre unaufgeregte Art. Keine Skandale, keine Eskapaden. Sie ist unprätentiös und gilt als unbestechlich. Geld interessiert sie nicht so sehr. Sie verdiene genug, hat sie einmal gesagt. Auf etwa 300 000 Euro wird das Jahresgehalt geschätzt, das die Regierungschefin für ihre Verantwortung für rund 80 Millionen Menschen bekommt. Ein Bruchteil der Summen von Firmenbossen mit einigen Tausend Beschäftigten. Ihr Lohn sei die Macht, soll Merkel einmal gesagt haben. Die Macht, dass es am Ende so gemacht wird, wie sie es will.

Kein Redetalent
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Merkel kann ein Publikum nur selten mitreißen. Öffentlich formuliert sie oft umständlich und wenig pointiert. Im kleinen Kreis ist sie dagegen humorvoll und selbstironisch.

Keine Nachwuchsförderung
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Dass die CDU in den vergangenen Jahren nie einen anderen Namen als Merkel für den Parteivorsitz und die nächste Kanzlerkandidatur genannt hat, zeigt auch, wie wenig sich Merkel um die Förderung von Talenten bemüht hat. Konkurrenten hat sie oft kalt gestellt.

Keine Visionen
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Kritiker beklagen, Merkel habe keine eigenen Ziele, sondern sammele Ideen anderer und suche dann die Mehrheitsmeinung. In der Flüchtlingskrise bewies sie exakt das Gegenteil.

Nach der stern-RTL-Umfrage hätte derzeit weder ein rot-rot-grünes Bündnis noch eine Koalition aus Union und Grünen oder eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen eine regierungsfähige Mehrheit. Möglich wäre derzeit nur eine große Koalition oder ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen. Aus den Insa-Zahlen ergebe sich eine große Koalition als einzig realistisches Regierungsbündnis.

In der Kanzlerpräferenz stiegen laut Forsa zuletzt die Werte von SPD-Chef Martin Schulz und Angela Merkel um jeweils einen Prozentpunkt. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich aktuell 43 Prozent aller Wahlberechtigten für Angela Merkel entscheiden und 32 Prozent für ihren SPD-Herausforderer Martin Schulz.

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3 Kommentare zu "Meinungstrend: Union in Umfragen weiter vorn"

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  • Ja so wird es sein, wie meine beiden Vorschreiber es sagen.
    IM Erika (Merkel) macht keine Politik für Deutschland, das ist das Problem

  • immerhin führt die CDU dazu, dass Deutschland in ein paar Jahren an der Konferenz der Moslemischen Staaten teilnehmen kann.

  • Dass die Union mit dieser Vollversagerin als Kandidatin weiter vorn ist, angeblich zumindest, zeigt wie verblödet unser Volk mittlerweile zu sein scheint.
    Banafristan ist auf dem besten Weg, sich selbst abzuschaffen und in wenigen Jahren können wir die Republik in einen afrikanischen und einen muslimisch-arabischen Teil spalten, damit sich die Fachkräfte nicht unnütz bekämpfen, die Nobrainer die!

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