Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Merkel bestätigt Steueranreize bei Gebäudesanierung kommen

Steueranreize für Hausbesitzer zur Gebäudesanierung sollen dem Klimaschutz dienen. Am Donnerstag war seitens der Politik von einem Durchbruch die Rede. Der Steuerbonus kann aber nicht auf einmal eingelöst werden.
11.12.2014 - 19:47 Uhr 7 Kommentare
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Dietmar Woidke (SPD, v.l.n.r.), Ministerpräsident von Brandenburg, gaben im Anschluss an das Treffen der Bundeskanzlerin mit den Mitgliedern der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin eine Pressekonferenz. Quelle: dpa

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Dietmar Woidke (SPD, v.l.n.r.), Ministerpräsident von Brandenburg, gaben im Anschluss an das Treffen der Bundeskanzlerin mit den Mitgliedern der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin eine Pressekonferenz.

(Foto: dpa)

Berlin Bund und Länder wollen Hausbesitzer vom kommenden Jahr an mit Steueranreizen zur Gebäudesanierung anspornen. Das soll dem Klimaschutz dienen. „Wir haben uns im Grundsatz auf eine steuerliche Förderung geeinigt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach von einem Durchbruch.

Geht bei den Detailverhandlungen bis Februar alles glatt, können Immobilienbesitzer rückwirkend ab Januar zusätzlich zu bestehenden KfW-Förderprogrammen 10 bis 25 Prozent ihrer Sanierungskosten von der Steuerschuld abziehen. Das gilt, wenn sie Wände dämmen, neue Heizkessel oder Fenster einbauen. Der Steuerbonus kann aber nicht auf einmal eingelöst, sondern nur über zehn Jahre beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Das auf fünf Jahre angelegte Gebäudesanierungsprogramm soll Bund und Länder aufwachsend etwa eine Milliarde Euro pro Jahr kosten. Um die Steuerausfälle zu verringern, hat der Bund den Ländern vorgeschlagen, im Gegenzug die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerker-Leistungen zu kürzen. Anrechenbar beim Fiskus sollen von den Arbeitskosten bis 6000 Euro dann nur noch Beträge oberhalb von 300 Euro sein. Das würde auch Millionen Mieter und ihre Nebenkostenabrechnungen betreffen.

Die Gebäudesanierung zum Einsparen von Energie und Kohlendioxid gehört zum schwarz-roten Aktionspaket, mit dem die Regierung ihre gefährdeten Klimaschutzziele bis 2020 doch noch erreichen will.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Merkel bestätigt - Steueranreize bei Gebäudesanierung kommen
    7 Kommentare zu "Merkel bestätigt: Steueranreize bei Gebäudesanierung kommen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nur "Dumm- und Sturheit" halten sich lange genug in der Politik um dann an die Macht zu kommen. Alles andere wird vorher weggebissen.

      Und dann klammern sie sich dort fest.

    • @ Tobias Wahrsager,
      die gesetzliche Fehlentwicklung ist innerhalb der Politik sehr wohl bekannt. Aber die Politik kann/will ncht orrigieren. Sie kann und will ihre "Unfehlbarkeit" nur durch Verschlimmbessern beihalten.
      Eine Korrektur der Fehlentwickung würde Charakter und Größe bedeuten - also in der Politik offensichtlich unbekannte Werte.

    • Bitte nicht aufregen, unsere lobbygesteuerten und Kompetenzleeren "Volksvertreter" können und wollen nicht anders! Nicht alle, aber zu viele !

      Wenn wir in 30 Jahren viele Tonnen an Sondermüll anstehen haben, wird der Entsorgungsbetrieb "erweitert" und wieder werden wenige daran profitieren !

      Was ist da, seit ROT/GRÜN, für eine Politiker-Generation am murksen, unfassbar !

      Was sind wir Bürger/Wähler bekloppt, das wir das (noch) hinnehmen !

    • Um keine Mißverstände aufkommen zu lassen, sinnvoller,
      sozialkompatibler und global ausgerichteter Klimaschutz ist nach wie vor angesagt. Der Ökofaschismus indes, der bei deutschen Regierungen in Mode ist, erweist sich zunehmend als Katastrophe. Nicht nur überfordern die 50000-60000 Euro für die Dämmplattensanierung des Eigenheims gerade sozial schwächere Bürger zu sehr.
      Nein, die vermaledeiten Dämmplatten besitzen eine
      schlechte Wasserdampfdiffusionsfähigkeit, sprich eine schlechte Fähigkeit den Wasserdampf aus den Wänden entweichen zu lassen, und tragen somit enorme Feuchtigkeitsschäden ins Mauerwerk. Schon bei einem Rundgang in meinem Ort konnte ich in nächster Nachbarschaft drei solcher Schadensfälle inspizieren.
      Zudem fangen besagte Dämmplatten auch schnell Feuer.
      Gute Isolierungs-und Dämmfarben, wie von einem hessischen Architekten vor kurzem bewiesen, haben oft den gleichen energetischen Einspareffekt, sind billiger und richten im Mauerwerk keine Schäden an. Aber: Die Dämmplattenlösung ist nun mal deutlich teurer und bringt dem Staat somit auch mehr Steuereinnahmen. Das ist kein unwichtiges Argument für chronisch klamme Finanzminister und gierige Staatsbeamte, die befürchten, dass ohne hohe Steuereinnahmen ihre üppigen Privilegien zukünftig nicht mehr finanzierbar wären. Übrigens wäre ungleich mehr an Klimaschutz gewonnen, wenn hochwertige deutsche Kohlekraftwerke die bis dato in China und anderswo verwendeten Dreckschleudern ersetzen würden.
      Das Schicksal des Klimas entscheidet sich nun mal im globalen Maßstab und nicht im "edel ist der heimische! deutsche Klimaschützer"-Gehabe der Bundesregierung.

    • Walter Traustein, ihren Ausführungen kann ich mich nur noch anschließen.

      Vielen Dank.

    • Der Dämm-Wahn der Aussenmauern hat folgende Nachteile:

      -- altertümliche Fassaden verschwinden, Victorianischer Stil usw. alles ist dann öde dick und glatt anzusehen

      -- die Erzeugung von Dämmmaterial verschlingt MegaWattWeise Strom und Unmengen neuer Styropor-Müll !!

      -- Hinter der Dämmung ist es ewig kalt und nass, da die Mauern keine Sonner mehr abbekommen und durchwäremn können

      -- die einzige "Durchwärmung" und damit "Trocknung" der Mauern kann nur noch von innen kommen als teure Heizkosten-Rechnung das ganze Jahr hindurch

      - Schwarze Schimmel, Blühender Putz und vergammelte Balken sind das Resultat und garantieren Hausabriss udn horrende Kosten 10 Jahre später schon.

      Na dann los, Schildbürger !!! :-o)

    • Der Dämm-Wahn der Aussenmauern hat folgende Nachteile:

      -- altertümliche Fassaden verschwinden, Victorianischer Stil usw. alles ist dann öde dick und glatt anzusehen

      -- die Erzeugung von Dämmmaterial verschlingt MegaWattWeise Strom und Unmengen neuer Styropor-Müll !!

      -- Hinter der Dämmung ist es ewig kalt und nass, da die Mauern keine Sonner mehr abbekommen und durchwäremn können

      --- die einzige "Durchwärmung" kann nur noch von innen kommen als teure Heizkosten-Rechnung das ganze Jahr hindurch

      - Schwarze Schimmel, Blühender Putz und vergammelte Balken sind das Resultat und garantieren Hausabriss udn horrende Kosten 10 Jahre später schon.

      Na dann los, Schildbürger !!! :-o)

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%