Merkel „Integration gelingt, wenn Menschen sich aufeinander einlassen“

Zur Verleihung des ersten Nationalen Integrationspreises fordert Bundeskanzlerin Merkel die Deutschen dazu auf, offen auf Migranten zuzugehen. Preisträger ist eine kleine Stadt aus dem Sauerland.
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Die Bundeskanzlerin posiert mit den Gewinnern des ersten Nationalen Integrationspreises. Quelle: AFP
Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin posiert mit den Gewinnern des ersten Nationalen Integrationspreises.

(Foto: AFP)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Deutschen aufgefordert, offen auf Flüchtlinge und andere Migranten zuzugehen. „Wir sind überzeugt, dass Integration da am besten gelingt, wo Menschen sich gegenseitig aufeinander einlassen“, sagte die Kanzlerin am Mittwoch bei der Verleihung des von ihr erstmals vergebenen Nationalen Integrationspreises.

Träger des mit 10.000 Euro dotierten Preises ist die Stadt Altena im Sauerland (NRW). Die Kleinstadt bündele vorbildlich verschiedene Instrumente zur Integration, hieß es in der Begründung. In der Jury sitzen etwa der Islamismus-Experte Ahmad Mansour und der Schauspieler Elyas M'Barek.

Was Unternehmen zur Integration beitragen
Daimler
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Rund 300 Flüchtlinge haben in diesem Jahr ein Brückenpraktikum bei dem Stuttgarter Autobauer gemacht. Ab September sollen nach Angaben Daimlers nochmals etwa 300 Praktikanten beginnen. Die Brückenpraktika beinhalten neben der Arbeit in der Firma auch Deutschkurse. Danach vermittelt Daimler die Absolventen an Unternehmen oder Zeitarbeitsfirmen. Der Autobauer hat außerdem 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zugesagt.

Volkswagen
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Seit Februar dieses Jahres bietet Volkswagen an seinen Konzernstandorten direkt oder gemeinsam mit Bildungsträgern unter anderem Sprachqualifizierungen für über 1100 Flüchtlinge an. Im Rahmen von Praktika können nach Angaben des Konzerns außerdem 240 Menschen bei Volkswagen arbeiten. Gesonderte Einstellungsprogramme für Flüchtlinge gebe es jedoch nicht.

Deutsche Bahn
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Rund 120 Menschen haben nach Angaben der DB in diesem Jahr an verschiedenen Qualifikationsprogrammen teilgenommen. Im September hätten 11 junge Flüchtlinge in Berlin eine Berufsausbildung begonnen, erklärt eine Sprecherin. Wie viel DB in die Flüchtlingshilfe investiere, könne man nicht genau beziffern, es bewege sich aber im einstelligen Millionenbereich. Der Konzern biete außerdem Umschulungen, zum Beispiel zum Elektroniker, an.

BASF
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Bei dem Chemiekonzern sind nach Unternehmensangaben im September 19 Flüchtlinge in ein Berufsvorbereitungsprogramm gestartet. Das Programm bereite die Menschen gezielt auf eine Ausbildung bei einem Partnerbetrieb von BASF vor, erklärt eine Sprecherin. Insgesamt bietet das Unternehmen rund 300 Plätze in verschiedenen Projekten, die unter anderem Sprachförderung, Berufsorientierung und Bewerbungstraining beinhalten.

Deutsche Post
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Die Deutsche Post hat über 100 Flüchtlinge in Arbeit gebracht. „Aktuell arbeiten in unserem Unternehmen 102 geflüchtete Menschen, unter anderem aus Ruanda, Eritrea, Togo und Syrien, fest als Zusteller oder in einer Niederlassung“, erklärte Post-Chef Frank Appel. Mehr als die Hälfte habe zuvor erfolgreich ein Praktikum bei dem Dax-Konzern absolviert. Die Post hatte vor einem Jahr eine Initiative zur Flüchtlingshilfe gestartet. „Als Unternehmen, das in Deutschland und zugleich weltweit zu Hause ist, wollen wir einen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten“, hatte Appel damals angekündigt.

Allianz
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Die Allianz Deutschland engagiert sich seit Herbst 2015 bei der Integration von Geflüchteten. Inzwischen wurden mehr als 60 Maßnahmen durchgeführt. Im Herbst 2017 sollen rund 20 Geflüchtete in Ausbildung und Qualifizierung neu eingestellt werden.

Adidas
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Der Sportartikelhersteller bietet in diesem Jahr nach eigenen Angaben mindestens 30 Flüchtlingen ein Praktikum an. Im Rahmen einer Integrationsklasse hätten zehn junge Menschen für vier Wochen bei der Adidas Gruppe mit Sitz im bayerischen Herzogenaurach ein Praktikum absolviert. Außerdem werden nach Unternehmensangaben auch Sprachunterricht, Workshops zu interkultureller Kommunikation, Bewerbertrainings und Sportkurse angeboten.

Merkel sagte, unter den Migranten früherer Generationen seien einige, die auch nach vielen Jahren nicht richtig angekommen seien. Neben den aktuellen Bemühungen um eine Integration von Flüchtlingen müsse man auch diese Menschen im Blick behalten. Zuwanderung könne „eine wirkliche Stärkung unseres eigenen Landes sein“. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Integration gelinge.

Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) dankte Merkel, dass sie sich in der Flüchtlingspolitik nicht von Kritikern habe beirren lassen. Er sagte: „Ich glaube, wir kriegen Deutschland in eine gute Zukunft geführt – und die ist bunt.“ Hollstein hatte für seine offene Haltung gegenüber Flüchtlingen laut Medienberichten Hass-Mails erhalten. Im Oktober 2015 hatten zwei Männer in Altena ein Haus angezündet, weil sie keine syrischen Flüchtlinge als Nachbarn haben wollten.

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3 Kommentare zu "Merkel: „Integration gelingt, wenn Menschen sich aufeinander einlassen“"

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  • Merkel soll ihr dummes Gequatsche auf Hauptschulniveau unterlassen, denn Integration gelingt nur dann, ich wiederhole es: NUR DANN, WENN die hierher importierten Personen in der Lage und Willens sind, hier mit Hilfe ihrer Skills und trotz zeiten der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz nachhaltig 8 (ACHT) Stunden am Tag zu ARBEITEN und damit ihren Lebensunterhalt ALLEIN zu verdienen oder eben alleinig vom mitgebrachten Vermögen zu leben, so wie es in Ländern wie den USA auch üblich ist. PUNKT!!!

    Alles Andere ist BULLSHIT und gehört abgewählt und bestraft, denn niemand wird hier Millionen an Dauerrentnern ertragen wollen, die uns nichts tuend auf der Tasche liegen, uns terrorisieren und von ihren Fähigkeiten nicht mal zum Schuheputzen eingesetzt warden können, zumal sie das für uns aus deren Sicht Ungläubige eh nie täten.

    Und wenn Ihr, superrotes Handelsblatt, wie immer Euch solch unangenehme Kommentare wie mehrfach am Tag nun wieder spontan löscht, so disqualifiziert Ihr Euch letztendlich damit nur selbst und ändert respektive verhindert auch nichts, denn niemand lässt sich auf so plumpe Weise den Mund verbieten!

  • Offen aufeinander zugehen ? Neuer Slogan.
    Mädels macht . . breit , der Kaiser braucht Soldaten ?
    Armlänge Abstand war gestern ?

  • Na klar, wird schon alles unter der Grün Sozialistischen Merkel Regierung.

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