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Merkel-Vertraute ausspioniert Hackerangriff auf das Bundeskanzleramt

Die Bundesregierung ist erneut Opfer einer Spähattacke geworden. Laut eines Medienberichts wurde eine enge Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel ausspioniert. Im Verdacht: die USA und Großbritannien.
29.12.2014 Update: 29.12.2014 - 12:14 Uhr 24 Kommentare
Das Team von Kanzlerin Angela Merkel ist erneut Opfer eines Spähangriffs geworden. Quelle: dpa

Das Team von Kanzlerin Angela Merkel ist erneut Opfer eines Spähangriffs geworden.

(Foto: dpa)

Berlin In den vergangenen Wochen ist es nach Informationen der „Bild“ zu einer Cyber-Attacke auf die Bundesregierung gekommen. Eine hochrangige Mitarbeiterin des Bundeskanzleramts und Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei zum Opfer eines Späh-Angriffs geworden, berichtete „Bild“ am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die entdeckte Spionage-Software werde Sicherheitskreisen zufolge vom US-amerikanischen und britischen Geheimdienst verwendet.

Laut dem Bericht hatte die enge Mitarbeiterin von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an einem Redemanuskript gearbeitet, das sie nach Dienstschluss nach Hause mitnahm und dort auf ihrem privaten Laptop weiterbearbeitete. Anschließend speicherte sie das Dokument wieder auf ihrem privaten USB-Stick und brachte es damit zurück auf ihren Dienstlaptop. Als der Viren-Scanner Alarm schlug, wurde festgestellt, dass der USB-Stick mit der Spionage-Software Regin verseucht war.

Computer des Kanzleramts sind nach Darstellung der Bundesregierung durch eine Spionageattacke auf eine Mitarbeiterin der Regierungszentrale nicht geschädigt worden. Das IT-System des Amtes sei nicht infiziert worden, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Montag in Berlin.

Es habe keine Gefahr gegeben. Das von der „Bild“-Zeitung beschriebene „Angriffsmuster“ auf die Mitarbeiterin des Kanzleramts wollte sie ausdrücklich nicht bestätigen. Das zuständige parlamentarische Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste sei informiert worden.

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    Der USB-Stick der betreffenden Referatsleiterin mit einem Redemanuskript zur Europapolitik sei mit der Software „Regin“ verseucht gewesen. Bei der Spionage-Software handele es sich um einen hochkomplexen „Trojaner“-Computer-Virus, der das unbemerkte Mitlesen und kopieren von Dateien erlaube.

    Der Urheber der Spionageattacke auf eine Mitarbeiterin des Kanzleramts kann nicht nachverfolgt werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Montag sind entsprechende Untersuchungen der Sicherheitsbehörden in den vergangenen Monaten erfolglos geblieben.

    Die IT-Sicherheitsfirma Symantec hatte Ende November erstmals über den hochkomplexen Trojaner berichtet. Demnach kann Regin auf infizierten Rechnen Screenshots machen, den Mauszeiger steuern, Passwörter stehlen, den Datenverkehr überwachen und gelöschte Dateien wieder herstellen. Laut der US-Nachrichtenseite „The Intercept“ wird Regin seit 2008 eingesetzt, um Informationen von Regierungen, Firmen und Forschungsinstituten zu stehlen. Demnach waren der britische Geheimdienst GCHQ und der US-Geheimdienst NSA an seiner Entwicklung beteiligt.

    2013 hatte die Ausspähung Deutschlands durch US-Behörden für Empörung gesorgt. Der Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden brachte den Fall ins Rollen. Die US-Behörden wollen Snowden, der in Russland im politischen Asyl lebt, wegen Geheimnisverrats vor Gericht stellen.

    Cyberkriminalität hat zugenommen

    • afp
    • rtr
    • dpa
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    24 Kommentare zu "Merkel-Vertraute ausspioniert: Hackerangriff auf das Bundeskanzleramt "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Bundesregierung ist erneut Opfer einer Spähattacke geworden. Laut eines Medienberichts wurde eine enge Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel ausspioniert. Im Verdacht: die USA und Großbritannien.

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      Und wehe man erfährt dass Politiker ...

      anstatt sich um die reale Politik zu kümmern...

      sich gegenseitig fragen ( etwa per SMS )...

      " Weißt Du wie lange die Kantine noch offen hat ? "






    • @ Woifi Fischer,
      "Sind wir hier auf ewig die Verlierer des zweiten Weltkrieges?"
      Wurden nicht vor einigen Jahren die letzten Schulden des ersten Weltkriegs getilgt?
      So weit ich informieret bin wurden Schulden des zweiten WK überhaupt noch nicht getilgt!

    • Ich frage mich jedenfalls , wie blauäugig man (Frau) sein kann , welche Freiheiten man sich nimmt, um ein Redemanuskript für die Regierung zu hause zu bearbeiten und dabei keine persönlichen Sicherheitsbedenken hat !
      Das darf in keinem Büro eines deutschen Industrieunternehmens vorkommen , die Regierung scheint andere Freiheiten zu genießen und vor allen sich herauszunehmen .

    • Herr Schimpf,
      naja, da waren ihre Freunde zwar unartig.
      Aber dafür wurde sie doch von der Times mal wieder al starke Frau in Europa genannt.
      Also man bekommt einen Klaps auf den Hintern, dafür folgen dann aberein paar Kuscheleinheiten.
      So ähnlich wie bei der Kindererziehung.

    • Frau Breyer,
      Sie sagen es absolut richtig.
      In keiner Firma, kann ich derart snsible Daten mit nach Hause nehmen.
      Dann soll die Dame doch in der Firm bleiben und Überstunden machen
      Der Bundestag ist ein Lodderlaen.
      Der eine holt sich über seinen PC Nacktfotos von Jungens, die andere nimmt sensible Daten mit Nach Hause.
      Würden Firmen so arbeiten, hätten wir bald keine mehr

    • Herr Fischr,
      bis die DDR-Merkel Politik für unsr Land und uns detusche Bürger macht, da können Si lange warten.
      Merkel ist so USA-hörig, dass ihr sämtliche Abhör-Aktionen egal sind

    • Ah, da waren Muttis Freunde aus ihrem Clübchen "Atlantik-Brücke" aber wieder unartig.....

    • PROBLEM_1 - Deutschland hat keine Grenzen mehr es kommt rein wer Lust dazu hat nach Deutschland.

      PROBLEM_2 - Und Deutschland hat kein Einwanderungs-Gesetz - über Asyl-Bleiberecht kann jeder hier bleiben.

      Solange beide PROBLEME nicht geklärt werden muss PEGIDA auf die Strasse gehen.

      Merkel ist Deutschland schnuppe - sie ist für "weltweite Freizügigkeit". Gefragt hat sie die Deutschen dabei NICHT !

      HINTERHÄLTIG ! PFUI !

    • Was Vorstand, Firmeninhaber, Behördenchefs und auch Minister über die Sicherungsmöglichkeiten der heutigen IT-Infrastruktur wissen sollten:
      Zwar liegen Ihre "Kronjuwelen" (sprich: Blaupausen, Erfindungen,...) in einem "Safe", gehen Sie aber davon aus, dass der eine oder andere Spionagedienst Zweitschlüssel besitzt.
      Zwar sind Ihre Know-how-Träger verschwiegen, gehen Sie aber davon aus, dass der eine oder andere Spionagedienst mitliest, was sie auf ihrem PC so treiben.
      Zwar mögen Preisinformationen und Kalkulationen Ihrer Produkte und/oder Dienstleistungen geheim sein, gehen Sie aber davon aus, dass der Stempel geheim den einen oder anderen Spionagedienst geradezu anlockt, Ihr Geheimnis zu enttarnen.
      Gehen Sie davon aus, dass die IT-Industrie Sie in - falscher - Sicherheit wägen will.
      Gehen Sie davon aus, dass auch persönliche Daten bei anderen Firmen und Behörden, trotz gegenteiliger Beteuerungen, von interessierter Seite abgegriffen werden (jüngstes Beispiel: bayerische Steuerbehörden - guten Morgen Herr Söder!).
      Gehen Sie davon aus, dass die Sicherheitsempfehlungen sogenannter IT-Experten funktional zwar richtig und berechtigt sind, aber aus einer integrierten Gesamtsicht heraus unvollständig und lückenhaft sind.
      Gehen Sie davon aus, dass die Stellen, die sich unberechtigterweise Zugang zu Ihren Daten verschafft haben, auch Fehler machen (z.B. Ihre Daten nicht sicher aufbewahren, Identitäten vertauschen, etc).
      Wenn Sie sich von diesem Schock erholen wollen, empfehle ich Ihnen die NSA-Trilogy des Singer-Songwriter's Sigismund Ruestig:

      http://youtu.be/v1kEKFu6PkY
      http://youtu.be/pcc6MbYyoM4
      http://youtu.be/_a_hz2Uw34Y

      Viel Spaß beim Anhören.

    • Naja, ist ja vielleicht nicht verkehrt, dass unsere Freunde in Übersee noch mal nachkontrollieren, ob ihre Generalgouverneurin Angie auch alles richtig und othographisch korrekt wiedergibt, was sie ihr eingeflüstert haben. So ganz helle ist Angie ja schließlich nicht, wenn man z.B. ihre lächerliche "Rede" von Brisbane nimmt, in der sie Putin "altes Denken in Einflusssphären" vorwarf. Da ist sie bei aller Treue zu ihrem Herrn, wohl etwas übers Ziel hinaus geschossen und wurde unfreiwillig komisch. Es ist ja das Prinzip der Satire, Dinge zu übertreiben, bis es lächerlich wird.

      Damit die Pudelleine nicht zu offensichtlich wird, ist es sicher sinnvoll, dass Onkel Sam der kleinen Angie mal eine paar Stellen im Manuskript rechtzeitig anstreicht, bevor sie sich, Deutschland und den Pudelhalter wieder vor aller Welt blamiert.

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