Merkel vor EU-Gipfel „Ich freue mich auf Alexis Tsipras“

Scharfe Töne gen Moskau, warnende Worte für Athen, viel Pathos für Europa: Kanzlerin Angela Merkel erteilt einer Aufhebung der Sanktionen gegen Russland eine Absage. Gegen Griechenland verteilt sie Seitenhiebe.
Update: 19.03.2015 - 10:23 Uhr 26 Kommentare

„Griechenland steht in der Pflicht“

Berlin/DüsseldorfSie will den Ball flach halten vor dem Sondertreffen mit Griechenlands Premier Alexis Tsipras am Abend in Brüssel. Auf der Tagesordnung stand die kleine Runde in Brüssel nicht, wurde aber noch nachträglich eingeschoben. Und ob Bundeskanzlerin Angela Merkel am Morgen im Bundestag in ihrer Regierungserklärung überhaupt ein Wort zu Griechenland verlieren würde, war offen.

Sie tat es doch. Zuerst mit einem Seitenhieb, wohl platziert zu Beginn ihrer Rede. Merkel wies auf die Erfolge in den ehemaligen Programmländern Irland und Spanien hin, deren Wirtschaften wieder wachsen und wo die Arbeitslosigkeit sinke: „Das sind Beispiele, was entschlossenes Handeln der Länder und solidarisches Handeln bewirken kann“, sagte Merkel. Subtext: Und nur wenn ihr euch auch daran haltet, liebe Griechen, klappt das auch bei euch. Nur dann helfen wir euch.

Nachhaltig und dauerhaft überwunden sei die europäische Krise noch nicht. Dafür seien drei Elemente nötig: eine wachstumsfreundliche Konsolidierung, Finanz- und Strukturreformen und private Investitionen.

Am Ende ihrer Regierungserklärung ging Merkel dann doch auch direkt auf die Griechenland-Problematik ein. „Ich freue mich auf den Besuch von Alexis Tsipras“, sagte Merkel. Am kommenden Montag erwartet sie den griechischen Regierungschef in Berlin. Dann hätten die beiden „Zeit, ausführlich zu reden und vielleicht auch zu diskutieren“. Eine Lösung für Griechenlands Probleme – weder auf dem Gipfel in Brüssel heute noch am kommenden Montag in Berlin – könne aber niemand erwarten.

Indirekt erteilte Merkel Spekulationen über einen griechischen Austritt aus dem Euro – geordnet („Grexit“) sowie unfallartig („Graccident“) – eine Absage. „Scheitert der Euro, scheitert Europa. Das mögen einige für zu dramatisch halten, aber ich bleibe dabei", sagte die Kanzlerin.

Linken-Fraktionsvize Dietmar Bartsch hatte vor der Debatte das Sozialpaket gelobt, das die Tsipras-Regierung am Vortag durch das griechische Parlament gebraucht hatte. Es sieht 200 Millionen Euro Soforthilfe für die notleidende Bevölkerung vor. „Dafür wurde er gewählt“, sagte Bartsch vor der Bundestagssitzung. Sein Amtskollege von der Union, Franz-Josef, pochte dagegen auf die Reformen, damit das die EU-Mittel wieder nach Griechenland fließen. Bislang seien „mehr Interviews als Taten“ von der Regierung in Athen gekommen, sagte er dem Sender Phoenix.

Großen Raum nahm in Merkels Regierungserklärung die Ukraine-Krise ein. Die Sanktionen gegen Russland im Juli beziehungsweise September auslaufen zu lassen, hält Merkel für falsch. Die Sanktionen gegen Russland sollten an das Minsker Abkommen vom Februar gekoppelt werden. „Dafür will ich mich heute Abend einsetzen“, sagte die Kanzlerin.

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26 Kommentare zu "Merkel vor EU-Gipfel: „Ich freue mich auf Alexis Tsipras“"

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  • Genau, wie hier in Spanien. Wenn man der südliche Lifestyle so toll ist, warum findet dann Einwanderung zu 90% in den Norden statt. Einwanderung in den Süden gibt es fast nur von Rentnern und Turisten.

    Der Süden möchte alle "nordischen" Errungenschaften (ich zähle die von nordeuropäischen Einwanderern dominierten USA und Kanada dazu): Auto, Handys, Computer, TV, etc. Aber dass da harte ARbeit dazugehört, wird gerne verschwiegen oder vermieden.

    Das funktioniert aber so nicht, wie man sieht. Den besten Unterschied zwischen Süd und Nord findet man in Amerika. Wo die von Südeuropäern besiedelten Gebiete verarmten, während die von Nordeuropäern besiedelten so reich sind, dass der dortige Süden sogar sein Leben aufs Spiel setzt, um dort unter sklavenähnlichen Bedingungen leben zu können.

    Man sollte sich halt nicht auf römischen Errungenschaften allzu lange noch ausruhen. Wir schreiben das 21. Jahrhundert!

  • Das ist das falsche Signal Frau Merkel. Sie sind auf dem falschesten Dampfer den es gibt. Russland ist unser Partner, warum immer nur USA? Das ist doch ein Irrwitz. Immer laufen die derselben Parole hinterher. Wo soll das hinführen? Das ist Hirn- und geistlose Maschinerie, der sie da hinterherlaufen.

  • Berichte, wie GoldmanSachs und die EU-Mafia die Banken versorgten,
    und die Griechen ins Elend brachten,
    werden
    in der BRD in der Regel so spät gebracht, das kaum jemand diese sieht.
    Nachts.
    Es ist so gewollt und gesteuert.

    Die dt. Parteien-Mafia aus etablierten Parteien ist korrupt, erpreßbar, unfähig,….

    Das einzige Land was annähernd einer Demokratie gleichkommt, ist die Schweiz.


    @Herr Iassonas Papadakis
    Warum laßt ihr Griechen es zu, daß die reichen Griechen (Reeder und andere Unternehmer)
    keine Steuern zahlen?
    Warum jagt ihr nicht eure Politiker und zwingt sie dazu?

    Griechenland sollte sich die reichen Griechen selbst im Ausland holen – so wie die Amis es machen.
    Nicht immer nur den Mist der Amis übernehmen, sondern auch etwas, was den griechischen
    Volk nutzt.

    Sollte für alle Länder angewendet werden.

    Steuerbetrüger-Helfer wie Luxemburg, London – GB, Cayman Island usw.
    und die verantwortlichen Mafiosis und Politiker dahin wo sie hingehören.
    In die Steinbrüche und hinter Gitter.

    Mehrere hundert Unternehmen in Luxemburg, die keine Steuern zahlen, tausende Unternehmen und fragwürdige
    Gesellschaften – bis Kirchen zahlen keine EEG-Umlage, entlassen sogar Mitarbeiter, um erst das zu können.
    Stellen dafür Leiharbeiter ein und beuten diese aus.

    Das ist die Demokratie a la USA, GB,...
    mit Cross-boarding-leasing-Dealern, TTIP, TISA, CETA,…
    Rassisten, Terroristen, Umwelt-Zerstörer und Ausbeuter,….

    Ami go home – and don`t come back. Never.

  • @Herr Iassonas Papadakis

    Warum lasst ihr es zu, dass die BILD-Zeitung seit über 5 Jahren das griechische Volk derart in den Dreck zieht?
    Warum versagen eure Medien bei einer fairen aufrichtigen Berichterstattung über die Schuldenkrise?

    Weil die Deutschen nach 70 Jahren Gehirnwäsche durch das „Auserwählte Volk“ und Hollywood,
    die Privatsender
    und nun die gelenkte „Staats-Medien (TV, Radio, Mehrheit der Zeitungen“)
    immer mehr verblöden.

    Die Bild – auch im Volksmund als „Blödzeitung“ bezeichnet, zeigt das Format der deutschen Gesellschaft.
    Knapp an der Tep...kante – Fachid...n, wenn es hoch kommt, mit Rückrat eines Wurms und Angst vor dem eigenen Schatten.

    Statt zu sagen – ami go home, kriechen die Deutschen immer mehr in den Abgrund und in die Verelendung.

    Patrioten werden gerne sofort als Nazis hingestellt.

    Wie viele der Neo-Nazis werden aber von USAIsrael gesteuert, um die Deutschen in der ewigen Schuld zu halten?

    Die Schauspieler in Hollywood hatten den Anfang gemacht (und nicht nur Geld gesammelt über Filme und Musik),
    Thatcher in GB
    und Kohl, Lambsdorff, Schröder .. bis Angela Dorothea Kasner Merkel (Karzmierzak Ursprung), N. Sarkozy in Frankreich,
    ….. usw., usw.
    Die EU wird aus USA-Israel gelenkt.

    Und EU-Kolonialherren beuten immer noch Afrikas Länder aus.
    Frankreich ist da besonders dreist.

    Verlierer sind überall auf der Welt die „Kleinen“, weil sie sich nicht wehren.

    Die Reichen hatten und haben sich die Politiker/innen, Beamten, Gewerkschaftsbosse und die Mehrheit der Medien gekauft.

    Wer trägt die größte Schuld?
    Natürlich die Mehrheit – die Masse der Kleinen, weil sie sich nicht wehren.

    Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!

    @Herr Iassonas Papadakis
    Die Deutschen werden ihnen und den Griechen bald gleich sein – im Elend,
    und vielleicht im Krieg
    auf Befehl der USAIsrael.

    Die wollen die Beute aus Verbrechen behalten und noch mehr.

    Berichte, wie GoldmanSachs und die EU-Mafia die Banken versorgten,
    und die Griechen ins Elend brachten

  • Definitiv!

  • @Kanter:
    Genau Scheiss Sozialsimus, es lebe der Kapitalismus.
    Alle Macht den Unternehmern, nieder mit der Arbeitnehmer-Mischpoke, weg mit den Gewerkschaften und diesem ganzen Öko-Firlefanz Frecking schafft Arbeitsplätze genauso wie Panzer für den Nahen Osten und Atomkraftwerke für Russland und China.Menschenrechte? Braucht kein Mensch. Her mit dem Neo-Liberalismus. Am kapitalistischen Wesen soll die Welt genesen!

  • @Papadakis
    Sorry, aber Sie schreiben Unsinn. Ich bin selbst mit einer Griechin aus Griechenland (nicht Deutschland) verheiratet und pflege enge freundschaftliche Beziehungen nach Griechenland. Die Wahrheit ist, dass Griechenland schon immer voller Neid auf den kapitalistischen Wohlstand in Deutschland geschaut hat und ein ganz dickes Stück von diesem Luxus-Kuchen abhaben wollte. Deutsche Produkte sind oder waren in Griechenland ganz ganz hoch angesehen. Wer etwas auf sich hielt, der hatte WMF Besteck, eine Miele Küche und den Audi, BMW oder zumindest VW Golf vor der Tür. Der Capuccino in Kifisia ist teurer als auf der Kö in Düsseldorf. Tatsache ist: Griechenland hat zu viel gewollt und zu wenig dafür geleistet, sondern alles nur fremdfinanziert. Diese Blase ist geplatzt! Und dafür kriegt jetzt - was ich übrigens nicht richtig finde - die gesamte griechische Bevölkerung die Quittung. Eigentlich gehören die griechischen Regierungen der letzten 2 Dekaden geschlossen in den Knast und zwar für immer, denn Sie haben ihr Volk verraten.

  • Herr Kammschott,
    das wird nur leider noch lange dauern. Denn der dumme deutsche Michl ist noch nicht wach und die ständige Göppels-Propaganda läßt ihn auch nicht wach werden
    Noch nicht.

  • Wird Merkel dem Tsipras ihr "vollstes Vertrauen" aussprechen?

  • Was für einen Müll erzählt Merkel denn da?
    Spanien geht es bessr, die Arbeitslosigkei sei zurück gegangen.
    Hallo? Bei der Demo gester in Frankfurt waren Spanier dabei, hat sie nict gehört, was die gesagt haben?
    Merkel ist dabei halb Europa zu zerstören

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