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Merkel: Wertschätzung für Schäuble Kandidatenkarussell dreht munter weiter

Bei den Spekulationen, wer als Kandidat für die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau ins Rennen geht, ist am Wochenende ein neuer Name aufgetaucht.

HB BERLIN. CDU-Chefin Angela Merkel hat sich nach eigener Aussage jedoch noch nicht auf einen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten festgelegt. „Meine Aufgabe als CDU-Vorsitzende ist es, dafür zu sorgen, dass die Union zusammen mit der FDP - nur so gibt es eine Mehrheit - eine erfolgreiche Besetzung des Präsidentenamtes erreicht. Angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse ist das eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagte Merkel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Der Nachfolger von Amtsinhaber Johannes Rau wird am 23. Mai von der Bundesversammlung gewählt. In dem Gremium werden CDU, CSU und FDP gemeinsam über eine knappe Mehrheit verfügen. Als Kandidaten der Union gehandelt wurden zuletzt vor allem Ex-CDU-Chef Wolfgang Schäuble und der Umweltbeauftragte der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer (CDU). Nach Informationen der „Welt“ (Samstag) wird in der Union zudem der frühere Bundesinnenminister Rudolf Seiters ins Gespräch gebracht.

Merkel widersprach im „FAS“-Interview der Behauptung, ihr Verhältnis zu Schäuble sei zerbrochen. „Wolfgang Schäuble und mich verbindet eine gute, fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Er sei „ein erfahrener Politiker, der die umfassende Wertschätzung vieler genießt - meine auch“.

Dem SPD-Vorsitzenden und Kanzler Gerhard Schröder warf Merkel vor, dessen Vorschlag einer Bundespräsidentin sei rein taktisch: „Der Bundeskanzler hatte viel Zeit, wichtige Ämter mit Frauen zu besetzen. Da hat er sehr viele Chancen verstreichen lassen. Sein Vorschlag, eine Kandidatin für die Bundespräsidentschaft aufzustellen, ist einzig und allein taktisch begründet. Niemand sollte das übersehen.“

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