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Merz: Ich bin fassungslos Gerster wird vor Ausschuss zitiert

In der Äffare um das Millionen-Honorar für einen Medienberater der Bundesanstalt für Arbeit muss sich Florian Gerster demnächst vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestag rechtfertigen. Die Kritik an dem Präsidenten der Bundesanstalt reißt derweil nicht ab.

HB BERLIN. Florian Gerster gerät weiter unter Druck: Wegen des Millionen-Honorars für einen Medienberater muss sich der Chef der Bundesanstalt für Arbeit demnächst sogar vor dem Bundestag rechtfertigen.

Auf Antrag der Union werde Gerster im Einvernehmen aller Fraktionen für eine Sondersitzung des Bundestags-Ausschusses für Wirtschaft und Arbeit am Freitag eingeladen, teilte das Büro des Ausschuss-Vorsitzenden Rainer Wend (SPD) am Montag mit. Der BA-Vorstand um Gerster erklärte, bei der Vergabe des Auftrages ohne Ausschreibung an den Berliner Medienberater Bernd Schiphorst seien alle rechtlichen Vorschriften beachtet worden.

Die Union griff den BA-Chef scharf an. Der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Max Straubinger (CSU), warf Gerster vor, Beitrags- und Steuergelder zu verschwenden. Zurückhaltend äußerten sich die Bundesregierung und die SPD, während von den Grünen Kritik kam. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die BA Schiphorst und dessen Agentur WMP EuroCom AG für die Jahre 2003 und 2004 rund 1,3 Mill. € für die Ausarbeitung eines neuen Kommunikationskonzeptes zahlt.

Ursprünglich war geplant, dass der Wirtschaftsausschuss seine Tagesordnung für die Dienstagsitzung um den Vorgang erweitert. Straubinger sagte Reuters, der Termin sei auf Wunsch von Gerster auf Freitag verschoben worden. Er kritisierte die Vergabe des Auftrages ohne Ausschreibung. „Ich halte das für ein völlig ungebührliches Verhalten“, sagte Straubinger.

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