Metropolen: Nach der Corona-Pandemie: Wie die Städte der Zukunft aussehen
Die Metropolen ändern sich, ihre Bedeutung bleibt.
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- Die Corona-Pandemie hat viele Bewohner aus den Metropolen der Welt vertrieben. Sie hat die Gesundheitsrisiken und die Enge in den Städten verdeutlicht – und Alternativen aufgezeigt. Dank Homeoffice und Breitband-Internet braucht künftig kaum noch jemand dort zu leben.
- Ist die Großstadt nach Corona am Ende? Dafür spricht trotz allem wenig. Aber sie wird sich wandeln. Das Handelsblatt hat mit Architekten, Städteplanern, Bürgermeistern und Immobilienexperten gesprochen – und stellt Beispiele aus der ganzen Welt vor, die zeigen, wie die Zukunft der Stadt aussehen könnte.
- „Die Côte d ’Azur wird ein Arbeitsort werden, Mallorca auch“, prophezeit Christian Ulbrich für die Zeit nach der Pandemie. Im Interview spricht der Präsident des Immobiliendienstleisters JLL über die Auswirkungen von Corona auf Metropolen und neue Herausforderungen für Unternehmen im Kampf um gute Mitarbeiter.
Es war Freitag, der 13. März 2020, als Lauren Starkey-Efron mit ihren drei Töchtern in Brooklyn vor dem verschlossenen Spielplatztor stand und ihr klar wurde, dass sie New York verlassen muss. Die Schulen hatten gerade dichtgemacht. Immer mehr Menschen landeten mit Corona-Infektionen im Krankenhaus. Auch Starkey-Efrons Mann Zach, der für eine New Yorker Großbank arbeitet, wollte raus.
„Wir hatten Angst, dass sie New York komplett abschotten und dass wir mit unseren drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund in unserer Wohnung eingeschlossen sind“, erinnert sich Lauren. Am nächsten Tag buchte ihr Mann einen U-Haul-Umzugswagen. Am Sonntag machte die Familie eine letzte Fahrradtour durch ihr Wohnviertel Park Slope und den Prospect Park. Dann packten Lauren und Zach Kleider und Spiele für sechs Wochen ein, um vorübergehend bei ihren Eltern auf einer Farm in Pennsylvania unterzukommen.
Aus den sechs Wochen wurden sechs Monate. Heute lebt die Familie in Fairfield im Bundesstaat Connecticut, 80 Kilometer nordöstlich von New York. Dort haben sie im Sommer ein eigenes Haus gekauft. Viermal so groß wie ihre Brooklyner Wohnung und mit fast einem Hektar Land. Viele ihrer Nachbarn sind ehemalige New Yorker. „Wir sind Teil einer großen Welle“, beobachtet Starkey-Efron.