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Migration Neue Hilfen sollen Flüchtlingen freiwillige Rückkehr erleichtern

Das Fördersystem für freiwillige Rückkehrer soll erweitert und vereinfacht werden. Unter anderem sollen sie eine Starthilfe 1000 Euro bekommen.
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Das Hauptrückkehrländer war im vergangenen Jahr der Irak. Quelle: dpa
Flüchtlinge

Das Hauptrückkehrländer war im vergangenen Jahr der Irak.

(Foto: dpa)

Nürnberg Mit einem erweiterten und vereinfachten Fördersystem soll Flüchtlingen die Rückkehr in ihr Herkunftsland erleichtert werden. So erhalten freiwillige Rückkehrer neben einem Zuschuss zu den Reisekosten nun unabhängig von ihrem Herkunftsland einmalig 1000 Euro als Starthilfe.

Dazu wurde das Bund-Länder-Programm REAG/GARP vereinheitlicht, außerdem treten zum 1. Juli verbesserte Neuregelungen in Kraft, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Dienstag mitteilte. Außerdem können Rückkehrer bis zu zwölf Monate einen Zuschuss zu den Wohnkosten und die Erstattung medizinischer Leistungen erhalten, wie ein Sprecher des Bamf erläuterte.

Zudem werden nun auch sogenannte Langzeitgeduldete aus Westbalkanstaaten, die länger als 24 Monate in Deutschland sind, in die umfassendere Förderung einbezogen. Sie erhielten bei freiwilliger Rückkehr bisher nur Transportkosten-Zuschüsse. Auch die Internetseite des Programms wurde neu gestaltet und informiert nun in neun Sprachen über die Fördermöglichkeiten.

Die Hauptrückkehrländer waren im vergangenen Jahr nach Bamf-Angaben der Irak mit 1834 Rückkehrern, Albanien (1562), Russland (1371), Nordmazedonien (1246), Serbien (1153) und Georgien (1065). Im Vierjahreszeitraum 2015 bis 2018 war Albanien das Hauptrückkehrland mit 36.597 Rückkehrern, gefolgt von Serbien (16.335), dem Kosovo (15 452), Nordmazedonien (11.655) und dem Irak (11.079).

REAG steht für Reintegration and Emigration Program for Asylum-Seekers in Germany, GARP für Government Assisted Repatriation Program. Das Programm wird von EU, Bund und Ländern finanziert und durch die Internationale Organisation für Migration (IOM) umgesetzt. Eine freiwillige Rückkehr nach Syrien, Libyen, Eritrea und in den Jemen werde derzeit aus Sicherheitsgründen weiter nicht gefördert, sagte ein Sprecher des Bamf.

  • dpa
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