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Militär Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst in Bundeswehr an

Bei einer virtuellen CDU-Veranstaltung kündigt die Ministerin den neuen Dienst an. Ende Juli soll das Konzept folgen, 2021 die ersten Freiwilligen.
04.07.2020 - 12:24 Uhr Kommentieren
Ein neuer Freiwilligendienst soll insgesamt zwölf Monate dauern, kündigte die Verteidigungsministerin an. Quelle: Reuters
Annegret Kramp-Karrenbauer

Ein neuer Freiwilligendienst soll insgesamt zwölf Monate dauern, kündigte die Verteidigungsministerin an.

(Foto: Reuters)

Berlin Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat einen neuen Freiwilligendienst in der Bundeswehr angekündigt. Ab 2021 solle unter dem Titel „Dein Jahr für Deutschland“ ein neuer Dienst eingeführt werden, sagte Kramp-Karrenbauer am Samstag in Berlin im Rahmen einer virtuellen CDU-Veranstaltung. Jugendliche, die sich für den Dienst entscheiden, sollen in ihrer jeweiligen Heimat eine sechsmonatige militärische Grundausbildung erhalten und anschließend für sechs Monate heimatnah zu Reservediensten herangezogen werden. 2021 sollten die ersten Freiwilligen einrücken.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, das Konzept solle Ende Juli vorgestellt werden, dann solle auch eine Werbekampagne beginnen. Zuletzt habe gerade die Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig die Hilfe der Bundeswehr und ihrer Reservisten in ganz Deutschland sei. Durch den neuen Dienst wolle die Bundeswehr gleichzeitig ihre Fähigkeiten zur Landes- und Bündnisverteidigung stärken.

Kramp-Karrenbauer erneuerte am Samstag außerdem die Forderung nach einem generellen „Deutschlandjahr“ für junge Menschen. Sie ging aber nicht auf Äußerungen der neuen Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD) ein, die zuvor eine Debatte über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht angestoßen hatte. „Ich halte es für einen Riesenfehler, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wurde“, sagte Högl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir müssen diese Entscheidung sehr kritisch analysieren.“

Mehr: Die Spezialeinheit der Bundeswehr steht nach mehreren rechtsextreme Vorfällen in der Truppe vor umfassenden Umbruch – bis hin zur möglichen Auflösung.

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