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Mindestlohn Bundesagentur: Steuerzahler wird entlastet

Mit dem Mindestlohn wird die Zahl der Aufstocker in der Grundsicherung sinken, so die Bundesagentur für Arbeit. Die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II würden somit um bis zu 900 Millionen Euro im Jahr sinken.
15.12.2014 - 07:52 Uhr 3 Kommentare
Heinrich Alt, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, hält es für übertrieben einen enormen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu befürchten. Quelle: dpa

Heinrich Alt, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, hält es für übertrieben einen enormen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu befürchten.

(Foto: dpa)

Berlin Der ab Januar geltende gesetzliche Mindestlohn wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Steuerzahler entlasten. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt sagte der Süddeutschen Zeitung vom Montag, er rechne mit schätzungsweise 60.000 weniger Aufstockern in der Grundsicherung.

Diese würden als Singles dann so viel verdienen, dass sie nicht mehr zusätzlich auf Hartz IV angewiesen seien. Das sei auch gut für den Steuerzahler, weil die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II um 700 bis 900 Millionen Euro im Jahr sinken würden.

Er halte zudem die Befürchtungen von Ökonomen, mit der Einführung des Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro die Stunde könnten Hunderttausende arbeitslos werden, für übertrieben, sagte Alt. Der Mindestlohn gilt ab dem Jahreswechsel. Ausgenommen sind Jugendliche unter 18 Jahren, Praktikanten, Langzeitarbeitslose und Ehrenamtliche.

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    • afp
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    3 Kommentare zu "Mindestlohn: Bundesagentur: Steuerzahler wird entlastet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn ich mich richtig erinnere, wollte unser damaliger Kanzler Schröder deutsche Arbeitslose aus Deutschland vertreiben. Greift dies jetzt?

    • Bei wie vielen sinkt der Aufstockungsbetrag? Die 900 Millionen Euro müssen dann aber die Arbeitgeber mehr bezahlen, oder? Wie viele Unternehmen treiben nun in die Pleite? Alle in ganz Deutschland, oder was will uns der BDA sagen? Von den 1,3 Millionen Aufstockern sollen nur 60.000 zu ihrem Vollzeitjob kein Hartz IV mehr beantragen müssen? Ist sich Herr Alt da sicher? Könnte es sein, dass mindestens 4 Mio. Minijobber auch vom Mindestlohn bis 2018 profitieren sollten? Wie viel Steuern werden dann gespart? Was sagt die mittelfristige Finanzplanung der BA?

    • 60.000 müssen also nicht mehr aufstocken. Leider hat das Handelsblatt ihn nicht festgenagelt welche Zahl an zusätzlichen Arbeitslosen er schätzt.

      Seine Aussage dass er hunderttausende neue Arbeitslose für übertrieben hält ist recht vage.
      Schon 40.000 neue Arbeitslose würden mehr Kosten als man mit dem Mindestlohn eingespart hat.

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