Mindestlohn-Debatte Bundesbank-Chef und Wirtschaftsforscher üben Kritik

Der Mindestlohn ist kein Mittel gegen Armut. Dieser Meinung ist zumindest das Berliner DIW. Auch Bundesbank-Chef Weidmann übt Kritik – er befürchtet, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt schwieriger wird.
Update: 25.09.2013 - 18:45 Uhr 15 Kommentare
Bundesbank-Chef Jens Weidmann befürchtet eine Verschlechterung der Beschäftigungschancen von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen, wenn der Mindestlohn eingeführt werden sollte. Quelle: dpa

Bundesbank-Chef Jens Weidmann befürchtet eine Verschlechterung der Beschäftigungschancen von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen, wenn der Mindestlohn eingeführt werden sollte.

(Foto: dpa)

BerlinBundesbank-Chef Jens Weidmann hat sich mit Blick auf die in den nächsten Wochen anstehenden Koalitionsverhandlungen gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland ausgesprochen. „Er verschlechtert die Beschäftigungschancen von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen und erschwert denjenigen den Zugang zum Arbeitsmarkt, die noch nicht über ausgeprägte berufsspezifische Fertigkeiten verfügen“, sagte Weidmann am Mittwoch laut Redetext in Düsseldorf.

Beide für die bei der Bundestagswahl am Sonntag siegreiche CDU/CSU infrage kommenden potenziellen Koalitionspartner, SPD und Grünen, hatten mit der Forderung nach einem Mindestlohn Wahlkampf gemacht. Die Union will Lohnuntergrenzen. Der nicht im neuen Bundestag vertretene frühere Regierungspartner der Union, die FDP, war stets gegen einen Mindestlohn zu Felde gezogen.

Weidmann sagte, er fürchte negative Effekte auf dem Arbeitsmarkt, sollte eine künftige Koalitionsregierung auf einen Mindestlohn setzen. „Es besteht das Risiko, dass Unternehmen in Aufschwungsphasen weniger neue Arbeitskräfte einstellen. Und das trifft besonders die Gruppen am Arbeitsmarkt, denen der Mindestlohn eigentlich helfen sollte“, sagte der frühere wirtschaftspolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Erfolgversprechender als ein Mindestlohn sei aus seiner Sicht ein möglichst flexibler Arbeitsmarkt mit Anreizen für Unternehmen, Arbeitskräfte einzustellen, und für Arbeitslose eine Arbeit anzunehme

Auch Wirtschaftsforscher kritisieren Mindestlohn
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15 Kommentare zu "Mindestlohn-Debatte: Bundesbank-Chef und Wirtschaftsforscher üben Kritik"

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  • Dann fallen diese Arbeitsplätze eben weg !
    Das sind Arbeitsverhältnisse unterste Schublade !!!

    Es kann nicht sein, das man in D für irgendwas arbeiten geht. Dann sind diese "Unternehmen/Unternehmer" für unser Land nicht geeignet !

    Der SREUERZAHLER muss für diese fragwürdigen "Unternehmer" nicht haften, um die Insolvenz abzuwenden, oder Gewinne zu erwirtschaften !

  • Nein. Dieser Ansicht bin ich nicht. Man muss nur wissen, dass es Arbeitsplätze gibt, die aufgrund ihrer Produktivität keine z.B. 8,50 € hergeben. Diese werden dann wegfallen.

  • ".....dass der Zugang zum Arbeitsmarkt schwieriger wird."

    Ist das ein ZUGANG zum "Arbeitsmarkt" ? Armselig !!!

    Menschen verachtende Arbeitsbedingungen !
    "Arbeitnehmer", besser, Lohnsklaven 2. und 3. Klasse !

    In einem der reichsten Industrie-Länder, hat ein Zuschuss mit Steuergelder in ARBEIT nichts, aber auch gar nichts zu suchen !!!

    Entweder ist eine Arbeit dem Kunden es wert, oder nicht!

    Diese betroffenen "Arbeitnehmer" werden schändlich benutzt, um die kranke Gewinnmaximierung für wenige zu optimieren ! Krankes perverses Management !

    Wir, die Gesellschaft benötigen intelligentere Maßnahmen und eine neue Wirtschaftsform, die für das 21.Jahrhundert angemessen ist !

    Und nicht das perverse, kranke System, auf WACHSTUM ausgelegt !

    Wo sind die wirklich qualifizierten ELITEN !!!

  • http://www.youtube.com/watch?v=tVPSOqO8qSU
    Alexander von Eich zur Weltfinanzkrise

  • http://www.youtube.com/watch?v=lmyhTSprYCg
    Allein (Reinhard Mey)

    http://www.youtube.com/watch?v=V0PAjsKy2ts
    Bück Dich Hoch - D e i c h k i n d - Full Lyric Video from the channel

    http://www.youtube.com/watch?v=qTECffHtDSU
    Mitten im Leben - SHYENNE BEGRÜßT DIE FERNSEHMACHER

  • Mindestlohn ist gut für einige und schlecht für die Schwächsten, da sie ihren Job verlieren. Das sollte man bedenken.

    Na ja, wenn Sie der Ansicht sind, dass man auch ganz unentgeltlich arbeiten sollte, können wir natürlich auch noch gerne auf die letzten paar Cent (Brutto) versteht sich, verzichten!

  • "Der Mindestlohn ist kein Mittel gegen Armut."

    Natürlich nicht, schließlich ist er das MINDESTE, was man bekommt und dieser Sklavenlohn muss sofort steigen!
    8,50 Euro ist viel zu wenig und noch nicht einmal flächendeckend eingesetzt!

    Bezeichnend ist jedoch, dass das illegitime EU-Mafiosiparlament beschlossen hat, Deutschlands Steuerzahler dafür zu bestrafen, dass sich die Unternehmen durch die Niedrig- und Dumpinglöhne, die in D bezahlt werden, gegenüber dem EU-Ausland einen sogenannten Wettbewerbsvorteil verschaffen. In Kürze soll Deutschland daher eine Ausgleichsstrafe zahlen müssen!

    Die Unternehmen bleiben selbstverständlich davon verschont!

    Das heißt, weil jemand schon zu wenig verdient wird er bestraft und die Unternehmen, die schlecht zahlen dürfen weiter machen!
    Tolles System, in dem wir leben!

    Aber ich habe die Verbrecher nicht gewählt!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die experten konnte die "krise" nicht vorhersehen.....
    aber beim Mindestlohn wissen sie es total genau...^^

    fakt ist gegn die billig schemme aus dem osten muss der D AN geschützt werden, der kann nicht mal eben so "ausweichen" wie die "Reichen"... das einfach mal fakt....

    wenn das nicht drin ist könne wir auch die Diktatur wieder einführen..... weil was taugt die demokratie dann ?

    wenn das Volk immer nur einfach alles schlucken soll...

  • 800,- € brutto im Monat bei 5,- €/Std. - wahrscheinlich verdient Weidmann die 800,- € in 2 Std. - aber der ist es selbstverständlich auch "wert". Zumindest für die, deren Schäfchen er ins trockene bringt - mit seinen gehirnwaschenden Ergüssen. Und genau hier liegt der Knackpunkt: in einem System, das von Geldverknappern dominiert und kontrolliert wird und von Wölfen, die glauben, die Herde, die sie reissen, sei von Gott eigens für sie bereitgestellt...

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