Minister zu Guttenberg "Werde meine Frau wieder zu den Soldaten mitnehmen"

Nicht nur die Opposition, sondern auch die FDP kritisiert den Afghanistan-Flug von Karl-Theodor zu Guttenberg mit Ehefrau Stephanie und TV-Moderator Johannes Kerner. Der Minister verteidigt sich und weiß Vertreter der Union hinter sich. Die CSU ihrerseits greift SPD-Chef Gabriel wegen dessen Primitiv-Niveau an.
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Ehepaar zu Guttenberg: Gemeinsame Afghanistan-Reise Quelle: DAPD

Ehepaar zu Guttenberg: Gemeinsame Afghanistan-Reise

HB BERLIN. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Kritik an der gemeinsamen Afghanistan-Reise mit seiner Frau zurückgewiesen. "Ich werde meine Frau selbstverständlich wieder zu den Soldaten mitnehmen, wenn wir das für richtig halten, so wie es gestern richtig war", sagte Guttenberg am Dienstag in Berlin. Zuvor war der Minister nicht nur von der Opposition, sondern auch aus der FDP dafür kritisiert worden, dass er seine Frau sowie den Fernsehmoderator Johannes B. Kerner mit nach Afghanistan genommen hatte.

"Ich würde dem Minister zu mehr Zurückhaltung raten und ihm stattdessen empfehlen, die nach wie vor bestehenden Ausbildungs- und Ausrüstungsdefizite bei der Truppe zeitnah zu beheben", sagte die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Anwesenheit von Starmoderatoren sei das letzte, was die Truppe derzeit brauche. Guttenberg verteidigte dagegen die Mitreise Kerners ausdrücklich. Er werde weiter Journalisten mitnehmen, wenn dies dazu diene, das Verständnis über die Lage der Bundeswehrsoldaten vor Ort zu verbessern, betonte der CSU-Politiker.

Unterstützung erhielt er vom stellvertretenden Unions-Fraktionsvorsitzenden Andreas Schockenhoff. "Ich halte die Zusammensetzung seiner Delegation für eine Angelegenheit des Ministers", sagte er. Guttenberg sei stellvertretend für das deutsche Volk nach Afghanistan gereist. Gerade in der Vorweihnachtszeit sei es sinnvoll, daran zu erinnern, dass deutsche Soldaten am Hindukusch stünden.

Dagegen erneuerten die Grünen ihre Kritik und sprachen von einer Selbstinszenierung, die an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten sei. "Auch wenn eine Reise nach Afghanistan vielleicht auf dem Wunschzettel von Stephanie zu Guttenberg ganz oben stand, hätte der Bundesverteidigungsminister hier die Grenzen erkennen müssen, die ihm sein Amt auferlegt", sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Der Krieg in Afghanistan dürfe nicht als Kerner-Show am Hindukusch inszeniert werden. Wer die Interessen der Soldaten ernst nehme, hätte ihnen besser gesagt, wie lange sie noch den Kopf hinhalten sollten.

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  • 'Sein Eindruck sei, dass die Truppe es durchaus schätze, dass ihr Einsatz stärker als früher in der Öffentlichkeit sichtbar werde.'

    Glauben heisst nichts wissen. Der persönliche Eindruck des Peter Altmaier interessiert nicht, sondern der der Truppen selbst.

    Und...seit wann ist Johannes b. Kerner ein Journalist ?

  • Wieso soll der bürger immer für Familienreisen aufkommen? Erhalten die Politiker so wenig Lohn? Nein. Sie sind zu 1000% überbezahlt und brauchen für ihre Schandtaten, Fehler usw. noch nicht einmal aufkommen geschweige Ersatz leisten!

  • Leute, das war doch eine totale Verarsche!
    Die Aufzeichnung fand in den Studios von babelsberg statt. Guttenberg nebst Gattin kamen so gut an, dass beide für die Fortsetzung „AVATAR, Rückkehr nach Germania“ zu gewinnen waren. Einige spektakuläre Szenen werden mit den beiden, ebenfalls nur scheinbar, in Afghanistan gedreht.

    Nur noch ein kleines Problem: Die Ministergattin soll sich bislang noch vehement weigern, einen Schwanz zu tragen.

    Oftmals ist es sicher sehr schwierig, ehrliche solide Arbeit von blendwerk zu unterscheiden. Die Welt schon genug Showmaker.

  • ich finde die Reise von Frau und Herrn zu Guttenberg in Ordnung. Zum einen hat ja Frau zu Guttenberg die Reise selber bezahlt, also nicht auf Kosten der Steuerzahler. An dem beispiel können sich Leute aus der SPD, FDP und den Grünen ein beispiel nehmen. Und dieser Herr, wie heißt er gleich...ach ja Gabriel, sollte sich lieber mal um seine Partei kümmern. ist auch so einer dieser Dummschwätzer. Jetzt versucht er auch noch witzig zu sein...Na ja, was will man auch von so einen Komiker erwarten.

  • Die bemerkungen von Gabriel waren geschmacklos, ja sie waren primitiv.
    Sie zeigen die ganze Nichtbildung dieses Mannes der nichts richtig auf die Reihe kriegt.
    Wie wäre es denn, wenn auch von der SPD mal jemand mitfliegt? Denn die SPD und die Grünen haben unsere Soldaten dorthin geschickt.
    1. ist zu Guttenberg der erste Minister der regelmäßig, nämlich alle zwei Monate zu den Soldaten nach Afghanistan fliegt.
    2. haben wir in der bW auch weibliche Soldaten und so kann es gar nicht schaden, wenn Frau zu Guttenerg mitfliegt.
    3. ist zu Guttenberg der 1. Minsiter der mal dafür gesorgt aht, dass unsere Jungs in Afghanistan besser ausgerüstet werden und heute auch schweres Gerät dort haben
    4. ist zu Guttenberg bei den Soldaten außerordentlich beliebt und geschätzt.

    bei der FDP ist es wohl der blanke Neid, dass ihr Außenminister nirgendwo gut ankommt und man ihn kaum wahrnimmt.
    Eine Frau Hoff, die sich da als außenpolit. Sprecherin aufschwingt, hat wohl kaum Ahnung von der bW, also sollte sie etwas weniger plappern.
    Es ist der blanke Neid, der sowohl bei der FDP als auch bei Gabriel zum Vorschen kommt, denn in Sachen, Manieren, bildung und Auftreten kann niemand in berlin an Guttenberg ran.
    Anstatt sich für unsere Soldaten zu interessieren, müssen diese Dilettanten den Mann kritisieren, der sich kümmert, was sind die doch alle armselig
    Gerade jetzt kurz vor Weihnachten war dieser besuch dort gut.

  • Wird die Deutsche Demokratie in Afghanistan verteidigt? Eindeutig NEiN !

    Deshalb sollte auch zu Guttenberg nicht zu viel Aufmerksamkeit in dieses Chaosland lenken. Vielmehr sollte er deutlich machen, dass sich die Deutsche Politik damals FALSCH entschieden hat, dort nicht nur mit Hilfsleistungen sondern auch militärisch einzugreifen.

    Das beste was er nun tun kann, ist den Rückzugsplan der bundeswehr aus diesem nicht sanierbaren Land deutlich zu beschleunigen.

  • Also Grundsätzlich haben die Soldaten ja nix gegen blondinen. Doch diese sollten dann in 'Monroe'manier auch aktiv zur Truppenunterhaltung eingesetzt werden.
    'ich nehme meine Frau mit ins Kriegsgebiet' ist i.d.T. nur ein weiteres Selbstdarstellungsstück des schwarzen Hoffnungsträgers.

  • ....beweist Herr zu Guttenberg, ob allerdings seine Frau mitfliegen musste, wage ich auch zu bezweifeln. Sie ist noch lange nicht die First Lady.....Schade, dass sich die Opposition immer nur profiliert, indem sie Schlammschlachten inszeniert....DAS ist nämlich die wahre PR-inszenierung der Opposition und vor allem von Herrn Sigi Pop, und zwar geschmacklos, niveaulos und sich selbst und seine Partei disqualifizierend. Langsam sollte es jedem auffallen, dass Herr Gabriel nichts, aber auch rein gar nichts Substanzielles im politischen Geschehen beiträgt, außer, zu jeder Gelegenheit sein Gesicht in die Kamera zu halten, alles zu kommentieren, egal, ob es Sinn macht oder er wie so häufig, der Sinnhaftigkeit völlig entbehrt. Die reinste Nullnummer, sachlich gesehen. Setzen, sechs!

  • Was haben diese Reise mit der Verantwortung des Verteidigungsministers zu tun?Aber auch gar nichts!Er soll seinen Job machen wie jeder andere auch.Und sich nicht aufspielen.Diese Reise war eine PR Kmpagne ala CSU.Die Kritik ist berechtigt um diesen Clown seine Grenzen aufzuzeigen.

  • "Werde meine Frau wieder zu den Soldaten mitnehmen"
    Wer zahlt, wenn der Lustreisenden etwas zustößt?

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