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Ministerien-Gutachten Klimapaket verfehlt wohl CO2-Ziele

Der Treibhausgas-Ausstoß wird mit dem Klimapaket der Groko zwar sinken. Die eigenen Ziele erreicht Deutschland damit aber nicht, haben Experten berechnet. Für diesen Fall gibt es neue Regeln.
05.03.2020 - 06:52 Uhr 1 Kommentar
Zum Klimaschutzprogramm gehört etwa der CO2-Preis, der ab 2021 Heizöl, Sprit und Erdgas nach und nach teurer machen soll. Quelle: Imago
Zapfsäule

Zum Klimaschutzprogramm gehört etwa der CO2-Preis, der ab 2021 Heizöl, Sprit und Erdgas nach und nach teurer machen soll.

(Foto: Imago)

Berlin Das Klimaschutzpaket der schwarz-roten Koalition reicht nach Berechnungen im Auftrag der Bundesregierung nicht, um die Ziele Deutschlands bis 2030 zu erreichen. Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 dürfte der Treibhausgasausstoß in den kommenden zehn Jahren – je nach Gutachten – um 51 oder 52 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

Ziel ist eine Minderung von 55 Prozent. Sowohl Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) als auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatten Experten beauftragt, die Wirkung der neuen Vorgaben und Förderprogramme zu berechnen.

Ohne das Klimaschutzprogramm, auf das Union und SPD sich nach monatelangen Verhandlungen im Herbst geeinigt hatten, würde Deutschland demnach bis 2030 seine Treibhausgas-Emissionen nur um 41 Prozent senken im Vergleich zu 1990. Im vergangenen Jahr waren nach ersten Berechnungen rund 35 Prozent geschafft – amtliche Zahlen dazu kommen bald. Die Zielmarke für 2020 waren eigentlich 40 Prozent.

Nach einem Bericht des „Spiegels“ reichen die Maßnahmen vor allem im Verkehr und im Gebäudebereich, also beim Heizen, nicht aus. Beim Verkehr gibt es demnach eine Lücke von 30 bis 33 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. In diese Einheit werden alle Treibhausgase umgerechnet.

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    Zum Klimaschutzprogramm gehören etwa der CO2-Preis, der ab 2021 Heizöl, Sprit und Erdgas nach und nach teurer machen soll, eine Austauschprämie für Ölheizungen, günstigere Steuern auf Bahntickets seit Jahresanfang und höhere auf Flugtickets ab April. Manches ist auch noch offen: Die Kfz-Steuer soll sich stärker nach dem Spritverbrauch und damit dem CO2-Aussstoß richten, dafür soll Finanzminister Olaf Scholz (SPD) einen Entwurf vorlegen.

    Ziel des Programms war es, die Klimaziele für 2030 zu erreichen – dafür reicht es aber den Gutachten zufolge nicht. Klimaschützer hatten die Kompromisse heftig kritisiert, weil etwa der CO2-Preis zu niedrig sei und weil parallel die Pendlerpauschale steigen soll. Deutschland hält bereits verbindliche EU-Vorgaben für den Treibhausgas-Ausstoß nicht ein und muss deswegen wohl bald für viel Geld Verschmutzungsrechte anderer Staaten kaufen.

    Nicht ganz klar ist auch, ob es beim 55-Prozent-Ziel für 2030 bleibt. Schließlich will die EU ihr Ziel erhöhen. Wie genau, darüber wird nun verhandelt. Mit dem Klimaschutzgesetz gibt es in Deutschland seit Kurzem neue Regeln fürs Einsparen von Treibhausgasen. Ab diesem Jahr gibt es für Bereiche wie Industrie, Energie, Landwirtschaft und auch Verkehr einzelne, vorgeschriebene CO2-Budgets.

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    Wenn die nicht eingehalten werden, muss der Fachminister nachsteuern – das könnte dann Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) betreffen. Gut möglich also, dass die Debatte ums Tempolimit munter weitergeht. Denn höchstens Tempo 130 auf Autobahnen würde knapp zwei Millionen Tonnen CO2 einsparen, wie das Umweltbundesamt gerade berechnet hat.

    Seit 1990 sind die Motoren zwar effizienter geworden, es wird aber mehr gefahren und geflogen. Unterm Strich hat sich deswegen in den vergangenen 30 Jahren beim Treibhausgas-Ausstoß im Verkehr fast nichts getan. Noch im März dürften die amtlichen Zahlen zu den Emissionen im Jahr 2019 kommen. Vor allem in der Stromproduktion entstanden Experten zufolge deutlich weniger Treibhausgase als erwartet, der Ökostrom-Anteil kletterte auf einen neuen Rekord.

    Mehr: In Sachen Verkehr könnte sich künftig einiges ändern.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Ministerien-Gutachten: Klimapaket verfehlt wohl CO2-Ziele"

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    • Die Politiker sollten endlich sämtliche Technologien für die Energiewende unterstützen und sich nicht immer nur auf ein Feld begeben. Dann wird es schnellstens möglich die Elektromobilität ins Rollen zu bringen. Die Berliner Neutrino Energy Group bietet Patente und Lizenzen für eine revolutionäre Technologie, die alle Modelle der Batteriezelltechnik bzw. Erdgas oder Waserstoff usw. überholt in Sachen Reichweite und Effizienz. "Neutrino-Energy " ist selbstladend aus dem höchst energiereichen nichtsichtbaren solaren und kosmischen Strahlenspektrum. Die Neutrinovoltaic wird die Photovoltaik ablösen. Das klingt jetzt wie ein Märchen - ist aber pure Naturwissenschaft. Jeder Fleck der Erde wird ständig, 24/7, eben auch bei völliger Dunkelheit, von einer ungeheuren Menge Neutrinos getroffen. Pro Sekunde durchqueren ca. 60 Milliarden Neutrinos jeden Quadratzentimeter der Erdoberfläche. Der Berliner Neutrino Energy Group ist es in Zusammenarbeit mit internationalen Materialwissenschaftlern gelungen, ein Material zu entwickeln und patentieren zu lassen, dicht genug, um eine Wechselwirkung mit Neutrinos (Atomic Vibrations) zu bewirken. Es wird kabellose, selbstladende Telefone, Haushaltsgeräte, und auch Autos geben. Auf diese Zukunft sollten wir jetzt setzen, anstelle materialaufwendige und von Ladesäulen abhängige Elektro-Autos zu bauen bzw. mit viel Aufwand Wasserstoff zu produzieren.

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