Ministerin Schröder zur Frauenquote „Ich will der Wirtschaft bis 2013 Zeit geben“

Seite 2 von 2:
"Die Wirtschaft muss sich erklären"

In einem zweiten Schritt fordern Sie eine „Flexi-Quote“, bei der jedes Unternehmen sich seine eigene Frauenquote setzt. Werden sich dann nicht viele Betriebe davor drücken, weiblichen Führungsnachwuchs einzustellen?
Die Unternehmen können sich nicht drücken, weil sie gesetzlich verpflichtet werden, sich eine Quote zu setzen und diese zu veröffentlichen. Kein Unternehmen wird sich trauen, eine Zielvorgabe von nur fünf Prozent zu wählen, das wäre doch peinlich! Man muss die Quote schließlich vor der Belegschaft, dem Betriebsrat und der Öffentlichkeit rechtfertigen.

Was passiert, wenn ein Unternehmen seine Ziele nicht erreicht?
Dann wird es Sanktionen geben, damit das Gesetz Wirkung zeigt. Aktionäre sollen zum Beispiel eine Aufsichtsratswahl anfechten können, wenn die Quote nicht erfüllt wird.

Ihre Kabinettskollegin Ursula von der Leyen hat eine 30-Prozent-Quote gefordert, die FDP lehnt Quoten ab. Wie soll die Regierung da einen Kompromiss finden?
Ich habe als zuständige Ministerin ein Konzept entwickelt. Auf dieser Basis werden wir jetzt eine gemeinsame Position erarbeiten. Eine starre Einheitsquote lehne ich ab. Ich finde es unsinnig, einem Maschinenbauunternehmen die gleiche Quote vorzuschreiben wie einem Medienkonzern. Ich halte es aber auch für falsch, weiter auf eine unverbindliche Selbstverpflichtung der Wirtschaft zu setzen. Wir können das Thema nicht mehr auf die lange Bank schieben. Deshalb will ich jetzt gesetzlich regeln: Wenn die Wirtschaft bis 2013 ihren Frauenanteil nicht verdreifacht, kommt die Flexi-Quote.

Sie treffen an diesem Mittwoch die Personalvorstände der Dax-30-Konzerne. Welche Zusagen erwarten Sie?
Die Wirtschaft muss erklären, warum es trotz der Bemühungen der letzten Jahre immer noch so wenig Frauen in Führungspositionen gibt. Und ich will hören, was die Unternehmen sich bis 2013 vornehmen, um das zu ändern.

Kristina Schröder (33) ist seit November 2009 Familienministerin. Die CDU-Politikerin aus Hessen sitzt seit 2002 im Bundestag. Im Sommer erwartet die promovierte Soziologin ihr erstes Kind.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

19 Kommentare zu "Ministerin Schröder zur Frauenquote: „Ich will der Wirtschaft bis 2013 Zeit geben“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie weltfremd ist das denn! Frauenquote per Gesetz? Möchten Sie in einem Unternehmen arbeiten, dessen Vorstand oder Aufsichtsrat nach Quote besetzt ist? Dann gute Nacht Marie! Und ganz nebenbei: Seit wann sind Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder Angestellte? Oder kennen unsere Damen Minister keine Gesetze? Übrigens: Dies schreibt eine Frau.

  • Hier noch weitere Quotenvorschläge:
    Schwulenquote (im öffentlich rechtlichen Rundfunk bereits übererfüllt)
    Türkenquote
    Christenquote
    Judenquote
    Atheistenquote

    na erraten : Arierquote

    pfui !

  • Sie ist leider nicht die einzige...

  • Wenn ich auf die bei einer sehr hohen Frauenquote erreichten "Ergebnisse" der amtierenden deutschen Regierung schaue, dann bleibt themenbezogen nur der reine Zweifel übrig. Dort, wo es keine nachprüfbaren Erfolge gibt, bemüht frau die Propaganda genau so, wie mann! Das nächste Mal: Abwählen, wegmappussen! Jede fleißige und kreative Frau hat in Deutschland die unbestreitbar faire Möglichkeit, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen, leider sind die überzeugenden Beispiele recht rar gesät.

  • Meine Güte, das ist der größte Schwachsinn den ich je gelesen habe. Wenn jemand nicht bereit ist, die Aufgaben zu erfüllen die eine Führungsposition verlangt, dann ist es kein richtige Job für Sie/Ihn. Die heutigen Feministen die auf solche absurden Ideen kommen, sollten richtig mal ran genommen werden. Ich bin kein Macho, aber bevor ich eine unqualifizierte Frau die nicht ALLES für mein Unternehmen gibt anstelle, verklage ich die Regierung. Wie wäre es mit eine Schwule-Linkshändern Quote oder noch besser körperlich Behinderten Quote in den Führungsetagen?? Deutschland wacht auf!

  • Nun mach endlich deine klientelpolitik, schröder. deine freundinnen geben ja doch keine Ruhe, ehe sie ihre Zwangshilfe vom staat bekommen haben. Mach zu und mach deine gesetze. das hätte den unschlagbaren vorteil, daß wir uns diesen ensetzlichen unsinn in zukunft nicht mehr aufdringlich vorbräbeln zu lassen brauchen. besten dank !

  • wenn ich daran denke, dass diese dumme Alte von meinen Steuern bezahlt wird, dann wird mir kotzübel

  • Frau Schröder, Sie geben eine sehr schlechte Vorstellung weiblicher "Logik".
    Fangen Sie bei sich selbst an und überdenken Sie Ihren Ausdruck: Pflicht zur Selbstverpflichtung.
    Pfui!
    Der Rest des Geplappers ist noch weniger ein Kommentar wert...

  • Ich stimme redback voll und ganz zu!
    Zurück zur Planwirtschaft, so kommt mir das ganze auch langsam vor... Wir sollten auch die Wahlversprechen verbindlich vereinbaren, denn so hat das ganze doch keinen Wert mehr, viel reden und nichts tun so siehts zurzeit in Deutschland aus!

  • Deutschland hat ja riesige Sorgen.
    Den Sinn einer staatlich verordneten Frauenquote kann man auch bestens an den
    Spitzenleistungen unserer Regierung erkannen: Allen voran unsere Kanzlerin, Frau Merkel, die Wissenschaftsministerin, Frau Schavan, Frau von der Leyen, Frau Schröder,...
    Gibts bessere Gründe für eine feste Quote ?

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%