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Ministerpräsident Steinbrück übt scharfe Kritik an Entscheidung NRW prüft rechtliche Schritte gegen Atommülltransport

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will sich gegen die Genehmigung von 18 Castortransporten ins westfälische Zwischenlager Ahaus möglicherweise juristisch wehren. Auch Atomkraftgegner reagierten empört auf die Entscheidung des Bundesamtes für Strahlenschutz.

HB AHAUS/DÜSSELDORF. Die Juristen aller beteiligten Ministerien hätten sich am Mittwoch getroffen, um entsprechende Möglichkeiten auszuloten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

Am Dienstag hatte das Bundesamt für Strahlenschutz die Transporte vom sächsischen Forschungsreaktor Rossendorf nach Ahaus genehmigt. Die Genehmigung für den Transport der 18 Castor-Behälter ist bis zum 31. Dezember befristet.

NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) kritisierte die Genehmigung für den Atommüll-Transport scharf. „Das ist eine gänzlich unverständliche Entscheidung, die einen wahnsinnigen Aufwand nach sich zieht, der nicht zu verantworten ist“, sagte Steinbrück am Mittwoch in Köln. Transportkosten in Höhe von 50 Mill. € seien den Bürgern nicht zu vermitteln. Die Brennstäbe sollten besser Probleme am Forschungsreaktor Rossendorf gelagert werden.

Auch Atomkraftgegner reagierten empört auf die Genehmigung. Das Bundesamt für Strahlenschutz und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) seien „willige Helfer der Atomindustrie“, kritisierte die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ am Mittwoch. Am Dienstagabend hatte die Behörde grünes Licht für den Transport gegeben.

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