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Mögliche Regierungskoalition Umfrage: Schwarz-Grün wäre vielen Wählern lieber als Rot-Rot-Grün

49 Prozent der Deutschen würden eine Koalition aus Union und Grünen einem Bündnis von SPD, Grünen und Linken vorziehen. Die SPD will aber weiter an einem linken Bündnis arbeiten.
23.08.2020 - 01:54 Uhr Kommentieren
Wenn die deutschen Wahlberechtigten sich zwischen einem schwarz-grünen Bündnis oder rot-rot-grünen Koalition entscheiden müssten, würden sie ersteres vorziehen. Quelle: dpa
Schwarz-grüne Koalition

Wenn die deutschen Wahlberechtigten sich zwischen einem schwarz-grünen Bündnis oder rot-rot-grünen Koalition entscheiden müssten, würden sie ersteres vorziehen.

(Foto: dpa)

Berlin Fast jeder zweite Wahlberechtigte in Deutschland würde ein schwarz-grünes Bündnis einer rot-rot-grünen Koalition nach der Bundestagswahl vorziehen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für die „Welt am Sonntag“ ergeben. Danach bevorzugen 49 Prozent der Befragten eine Koalition von Union und Grünen, wenn sie vor die Alternative gestellt werden, nur 34 Prozent ein Bündnis von SPD, Grünen und Linken.

Denkbar wäre auch eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP. Diese Alternative wurde allerdings nicht abgefragt. FDP-Chef Christian Lindner machte noch einmal deutlich, dass er ein solches Bündnis skeptisch sieht: „Die Ampel ist inhaltlich noch nicht sonderlich attraktiv“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Wer sich mit der SPD einlässt, bekommt ja auch Saskia Esken und Kevin Kühnert im Gepäck. SPD und Grüne sollten vor allem sagen, wie sie es mit der Linkspartei halten. Ich vermute, sie bereiten einen Linksruck vor.“

Für eine Ampelkoalition sehen die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach der Bundestagswahl kaum eine Chance und begründen das mit den großen Differenzen in der Steuer-, Sozial- und Frauenpolitik. „Die Wandlungen der FDP in den letzten Jahren waren zwar mannigfaltig, aber eine sozialliberale Wende war meines Wissens nicht dabei“, sagte Esken.

Sie bekräftigte, dass sie stattdessen ein Bündnis mit Grünen und Linkspartei anstrebt: „Ich möchte ein progressives linkes Bündnis, weil ich den Schwerpunkt setze auf gleiche Bildungschancen für alle Kinder, mehr Unterstützung für ärmere Familien, Teilhabe für alle und Umverteilung. Wir haben ein Riesenproblem mit dem Auseinanderklaffen bei Löhnen und Vermögen.“

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    Laut Walter-Borjans ist auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidat der SPD grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber einer rot-rot-grünen Koalition. „Wir wissen von Olaf: Er ist skeptisch gegenüber der Linkspartei. Aber er schließt eine Koalition nicht aus.“

    Die SPD-Vorsitzenden haben zudem hohe Erwartungen für die Bundestagswahl. „Wir wollen stärkste Kraft im Bundestag werden“, sagte Esken der „Bild am Sonntag“. Walter-Borjans ergänzte: „Wir setzen auf Sieg, nicht auf Platz und gehen daher in die Wahl, um stärkste Kraft zu werden.“

    Allerdings ist knapp zwei Wochen nach der Nominierung von Scholz zum Kanzlerkandidaten der Aufschwung der SPD in den Umfragen schon wieder vorbei. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Kantar für „Bild am Sonntag“ erhebt, kommt die SPD in dieser Woche auf 17 Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Damit bleibt die SPD aber vor den Grünen, die erneut 16 Prozent erreichen.

    Mit klarem Abstand auf Platz 1 liegt die Union mit unverändert 36 Prozent. Einen Punkt zulegen kann die FDP auf sieben Prozent. Die Linke kommt unverändert auf acht Prozent, die AfD verliert einen Prozentpunkt und landet bei zehn Prozent. Sonstige Parteien können sechs Prozent (plus ein Prozentpunkt) auf sich vereinen. Für die Umfrage vom 13. bis zum 19. August wurden 2107 Menschen Personen befragt.

    Mehr: Olaf Scholz – ein kritisches Porträt über den Kanzlerkandidaten der SPD

    • rtr
    • dpa
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