Münchner Sicherheitskonferenz Düstere Aussichten für die Weltkrisenlöser

Krieg in der Ukraine, Terror in Nahost, Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer: Die Welt wird beherrscht von Krisen. Die Münchner Sicherheitskonferenz sucht Lösungen. Doch die Aussichten sind denkbar schlecht. Warum?
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Seit der letzten Sicherheitskonferenz in München vor einem Jahr hat sich die weltpolitische Lage dramatisch zugespitzt. Doch das die Weltkrisenlöser Rezepte gegen die vielen Konflikte finden werden, ist eher unwahrscheinlich. Quelle: dpa
Erdkugel

Seit der letzten Sicherheitskonferenz in München vor einem Jahr hat sich die weltpolitische Lage dramatisch zugespitzt. Doch das die Weltkrisenlöser Rezepte gegen die vielen Konflikte finden werden, ist eher unwahrscheinlich.

(Foto: dpa)

BerlinDie Lage der Welt könnte schlimmer nicht sein. Das hat wenig mit Griechenland und seinem Überschuldungsproblem zu tun. Was die Politik deutlich mehr in Atem hält, ist der Terror der Dschihadisten-Miliz IS, der sich immer weiter verschärfende Krieg in der Ost-Ukraine und die wachsende Bedrohungslage nach den Anschlägen von Paris.

Vor diesem Hintergrund beginnt heute in München das größte und wichtigste sicherheitspolitische Treffen. Zur 51. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof werden mehr als 400 Teilnehmer aus fast 80 Ländern erwartet, darunter etwa 20 Staats- und Regierungschefs sowie rund 70 Außen- und Verteidigungsminister.  Als Gäste werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), US-Vizepräsident Joe Biden, der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko und Russlands Außenminister Sergej Lawrow erwartet.

Bis Sonntag wird über alle großen Krisen diskutiert. Im offiziellen Programm stehen mehr als 20 Reden und Podiumsdiskussionen. Viel wichtiger sind aber meist die Gespräche, die am Rande der Veranstaltung geführt werden. Die Frage aller Fragen ist: Kann es den Weltpolitik-Akteuren gelingen, Mittel und Wege zu finden, die vielen Krisen einzudämmen – oder gar zu lösen?

Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK), schätzt die Erfolgsaussichten für die Krisenlöser denkbar schlecht ein. Nüchtern analysiert er die Ursachen für das Desaster der Welt. Das größte Manko, findet er, ist, dass die USA und ihr Präsident Barack Obama als verlässlicher Krisenlöser ausfallen. „Der Unwille Obamas, die internationale ordnungspolitische Rolle der USA wahrzunehmen, wird weltweit zu Verunsicherung und Anarchie beitragen“, sagte der Politikwissenschaftler dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).

Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK). (Foto: PR)
Joachim Krause

Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK). (Foto: PR)

Es ist aber nicht nur die Schwäche der US-Regierung, die die weltweiten Unsicherheiten befeuert. Krause, der auch dem Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik angehört, der obersten Fortbildungsstätte des Bundes, nennt weitere Gründe. Im Interview erläutert er, warum die Münchner Sicherheitskonferenz auf die wichtigsten Fragen wohl keine zufriedenstellenden Antworten geben wird.

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32 Kommentare zu "Münchner Sicherheitskonferenz: Düstere Aussichten für die Weltkrisenlöser"

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  • "Düstere Aussichten............."

    Natürlich wird es Düster, bei dieser globalen, kranken Lobby-Politik !

    Wir haben zu viele kranke Gehirne, die an das Profit-Rädchen drehen können und das wurde durch den Deregulierungs-Wahn vieler Staaten, erst möglich !

    Kranke, verlogene Welt !

  • Nüchtern analysiert er die Ursachen für das Desaster der Welt.

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    Die Politiker werden bezahlt um eine Lösung der Probleme herbei zu bringen.

    Aber durch Lobbyismus dass sich immer mehr zu legaler Korruption sich entwickelt....wird vieles verschlimmert.

    Etwa in der EU...durch den Lissabonner EU-Vertragsbruch...

    oder dann dass man Herr Juncker in seiner EU Position beibehält

    trotz Skandale in Luxemburg bei der Hilfestellung zu geben dass man legal in Europa STEUERN HINZERZIEHEN DARF...

    solche Beispiele zeigen der Welt wie man als Wähler nur zum Wählen gehen

    ausgenutzt und dafür ausgespielt wird.

    Dann wundert man sich in der EU...

    dass es immer mehr Rechts und Links Radikalismus gibt ???

    Der Terroranschlag in Paris wäre beispielsweise mit mehr Respekt gegenüber Religionen gar nicht entstanden.

    Aber in Europa lacht man über alles...

    sogar wenn ein Huhn sein Geschäft macht ?


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  • Alles nachvolziehbar, nur in Ostasien scheint Herr Krause kein Insider zu sein: "... potentielle Kriegsschauplätze gibt: zum einen die koreanische Halbinsel, die die am stärksten militarisierte Region der Welt". Es stimmt, dass die USA und die südkoreanische Armee dort eine geballte Militärmacht konzentriert haben. Aber das ist ja gerade der Garant dafür, dass es dort seit Jahrzehnten eben keinen heißen Krieg gibt und geben wird. Nordkorea ist zunehmend politisch isoliert, wirtschaftlich rückständig und hat deshalb eine der schwächsten Armeen der Welt, wenn man den Ausdruck "Armee" für einen hungernden Haufen Elend ohne Treibstoff und Gerät überhaupt verwenden kann. Ein bewaffneter Konflkt wäre deshalb und wegen der massenhaften Überläufer in wenigen Tagen beendet. Da wird der Notrddiktator keine Versuche wagen.

  • Natürlich lassen Russen, Russen ins Land.

    Davon muss sich aber niemand eine Scheibe von abschneiden, Deutschland schon gar nicht. Ich denke das ist selbstverständlich.

  • Was hat das mit der Münchner Sicherheitskonferenz zu tun ?

    Gar nichts, -. also Abflug !

  • Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann", "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" oder "Goldschmied Fabian" suchen.

  • Wie gesagt: "Das Problem ist technischer Natur".

  • Danke für die Erklärung, aber langsam kommt der Verfolgungswahn durch.

  • Unser Schuldgeldsystem: Die treibende Zerstörungskraft?

    Ein Rückblick in die Geschichte beweist, dass sich die Vorgänge in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wiederholen – und da bildet auch unsere Zeit keineswegs eine Ausnahme. Dabei verläuft der Kreislauf immer von einem Boom über den Crash und die Krise zum Krieg!

    Die treibende Kraft war stets die Entwicklung des Schuldgeldsystem.

    Wer die Geschichte verstehen und daraus lernen will, muss deshalb zuerst die Grundlagen des Schuldgeldsystem kennen.

    Wer nach einem beherrschenden Faktor im Schuldgeldsystem sucht, findet den Zwang eines jeden Landes, sich zu verschulden. Die Schulden können allerdings nie zurückgezahlt werden, sondern erhöhen sich jedes Jahr um den anfallenden Zinssatz!

    Dabei entwickelt sich die Kultur aus der Gesellschaft, die Gesellschaft beruht auf der Wirtschaft, und diese basiert auf der Geldordnung als Fundament. Wenn es also im Geldwesen Probleme gibt, werden diese sofort auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Kultur übertragen. Bricht das Geldsystem gar zusammen, muss zwangsläufig auch die komplette Gesellschaftsordnung zerfallen.

    Wichtig ist, nicht nur die reinen Staatsschulden, sondern auch die Kredite der Unternehmen und Privathaushalte zu betrachten. Wenn beispielsweise der Staat – wie die USA kurzzeitig unter Präsident Bill Clinton – seine Schulden zurückschraubt, wachsen die Kredite bei den Unternehmen umso kräftiger an.

    Als Fazit bleibt: Zu allen Zeiten und an jedem Ort der Welt, an dem ein Zinssystem herrscht, explodiert gleichzeitig die Verschuldung – bis zum Zusammenbruch des Systems!

    Sollten wir uns nicht lieber fragen, ob es nicht an der Zeit ist, ein neues Geldsystem einzuführen?

    Ein Geldsystem ohne Schulden und Zwang zu immer mehr Wachstum?

    Oder die Erdlinge können sich bald ein neues Zuhause suchen, nachdem sie ihren eigenen Planeten zerstört haben!

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