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Nach Angriff Bremer AfD-Chef Magnitz verlässt das Krankenhaus

Die Polizei sucht noch immer nach den Personen, die den Bremer AfD-Chef Magnitz angegriffen haben. Der verlässt das Krankenhaus derweil früher als erwartet.
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Bremer AfD-Chef Frank Magnitz verlässt das Krankenhaus Quelle: dpa
Frank Magnitz

Der 66-Jährige sitzt seit 2017 für die AfD im Bundestag.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Bremer AfD-Chef und Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz hat zwei Tage nach dem brutalen Überfall auf ihn das Krankenhaus auf eigene Verantwortung verlassen. Das sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bremer AfD, Thomas Jürgewitz. Radio Bremen hatte zuerst darüber berichtet. Magnitz gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte Jürgewitz. Noch am Dienstag hatte der Politiker im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt, er gehe davon aus, dass Krankenhaus bei guter Genesung zum Wochenende verlassen zu können.

Der 66-Jährige war am Montagabend von Unbekannten in Bremen attackiert worden. Dabei hatte er schwere Kopfverletzungen erlitten. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht weiter nach den Tatverdächtigen. Bisher sei noch keine der drei Personen identifiziert worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Ausgewertete Videoaufnahmen aus dem Umfeld des Tatortes zeigen den Ermittlern zufolge zwei Personen, die sich dem 66 Jahre alten Bundestagsabgeordneten von hinten näherten. Eine dritte Person lief versetzt dahinter, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt hatten. Einer der Unbekannten habe das Oper von hinten niedergeschlagen, wodurch Magnitz eine stark blutende Kopfverletzung erlitten habe. Das Trio sei daraufhin geflüchtet.

„Wir konnten auf dem Videomaterial keinen Einsatz eines Schlaggegenstandes feststellen“, sagte eine Polizeisprecherin. Zunächst hatte die Polizei angegeben, die Unbekannten hätten einen Gegenstand verwendet. Zwei Handwerker entdeckten den schwer verletzten Politiker und riefen einen Rettungswagen.

„Ich kann mich an kaum etwas erinnern“, sagte Magnitz dem Handelsblatt. „Das war ein Mordanschlag. Wenn die Handwerker nicht gewesen wären, dann wäre ich jetzt tot.“ Der „Bild“ sagte er: „Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber es kann auch ein Raubüberfall gewesen sein.“

Die Attacke rief quer durch die Parteien Entsetzen und Empörung aus. Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus und richtete eine Sonderkommission ein. Auch das Bundeskriminalamt ermittelt.

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster beklagt eine Verrohung in der politischen Auseinandersetzung. Der Obmann im Innen-Ausschuss des Bundestages sagte dem RBB, es gebe eine Verrohung der Sprache, eine „Angriffslustigkeit unter der Gürtellinie“. Davon sei aber nicht nur die Alternative für Deutschland betroffen, so Schuster. Er ermahnte die Partei, sich nicht als Opfer zu stilisieren.

  • rot
  • dpa
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