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Nach Anschlag Kölner Parteien rufen zur morgigen Wahl auf

Als „schändlich“ bezeichnet der Kölner OB-Kandidat der SPD, Michael Ott, den Anschlag auf seine Konkurrentin Henriette Reker. Auch andere Politiker sind schockiert. Trotzdem – oder deshalb – rufen sie zur Wahl auf.
17.10.2015 - 16:31 Uhr
Gegenkandidat Jochen Ott (SPD) nimmt kurz nach dem Anschlag an einer Solidaritätskundgebung teil. Quelle: dpa
Solidaritätskundgebung

Gegenkandidat Jochen Ott (SPD) nimmt kurz nach dem Anschlag an einer Solidaritätskundgebung teil.

(Foto: dpa)

Köln Nach dem Anschlag auf die Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker in Köln haben die Parteien die Bürger aufgerufen, nun erst recht zur Wahl zu gehen. Es sei umso wichtiger, dass die demokratischen Parteien zusammenstehen und die Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Das betonte CDU-NRW-Parteichef Armin Laschet am Samstag bei einer spontanen Solidaritätsveranstaltung in der Kölner Fußgängerzone. Wer die Wahl am Sonntag gewinne, sei „zweitrangig“. Man müsse sich dem „Anschlag auf Köln und auf die Demokratie“ gemeinsam entgegenstellen.

Außer der parteilosen Sozialdezernentin Reker (58), die schwer verletzt im Krankenhaus behandelt wird, werden auch dem SPD-Kandidaten Jochen Ott Chancen eingeräumt. Ott sprach von einer „schändlichen“ Tat. „Es kann es nicht sein, dass man in einer Kommune kandidiert und Angst haben muss.“

Als „Zeichen der Solidarität“ hoffe man auf eine hohe Wahlbeteiligung, sagte ein Sprecher des Reker-Wahlkampfteams. Der Kölner FDP-Fraktionschef Ralph Sterck sagte auch mit Blick auf weitere Verletzte, man dürfe nicht zulassen, dass das Engagement im Wahlkampf zum Risiko werde. CDU, FDP und Grüne unterstützen die Kandidatur Rekers, die als erste Frau OB in der Millionenstadt werden will.

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