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Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt SPD: Alle Hoffnungen ruhen nun auf Olaf Scholz

Die Wahl in dem östlichen Bundesland wird auch zur schweren Niederlage für die SPD. Nun klammert sich die Partei noch intensiver an den Scholz-Effekt.
07.06.2021 - 18:00 Uhr Kommentieren
Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten soll es nun verbessern: das schwer angeschlagene Image der Partei. Quelle: Bloomberg
SPD-Finanzminister Olaf Scholz

Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten soll es nun verbessern: das schwer angeschlagene Image der Partei.

(Foto: Bloomberg)

BErlin Stark enttäuscht sei man schon, klar. Aber an Spitzenkandidatin Katja Pähle habe das schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht gelegen, erklärte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans bei der traditionellen Blumenübergabe nach einer Wahl am Montag. Pähle hätte gekämpft und auf die richtigen Themen gesetzt.

Die SPD steht am Montag nach einer Landtagswahl wieder einmal bedröppelt da, und das wenige Monate vor der Bundestagswahl. Auch wenn man sich langsam an einstellige Umfragen und Ergebnisse für die SPD in Teilen des Ostens und Südens gewöhnt hat: Die nun erreichten 8,4 Prozent markieren dennoch eines der schlechtesten Wahlergebnisse für die SPD in der Geschichte der Bundesrepublik.

Wie tief gerade der Fall in Sachsen-Anhalt ist, zeigt der Vergleich mit der Landtagswahl von 1998. Damals wurde die SPD mit 35,9 Prozent stärkste Kraft im Land und stellte mit Reinhard Höppner den Ministerpräsidenten. Dieses Mal wäre die SPD schon froh gewesen, wenn sie wenigstens ein zweistelliges Ergebnis erzielt hätte. Doch selbst das misslang.

Die Gründe dafür hatten die Parteioberen der SPD am Montag schnell zur Hand: Am Ende hätte sich die Wahl in Sachsen-Anhalt auf die Frage zugespitzt, ob die AfD erstmals in einem Bundesland stärkste Kraft werden könne. Dies sei Gott sei Dank verhindert worden, hätte aber allein 15.000 Wähler von der SPD zur CDU getrieben.

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    Das allerdings ist nur die halbe Wahrheit. Während die politischen Ränder – also AfD und Linkspartei – deutlich Federn ließen, gewannen drei Mitte-Parteien dazu. Die CDU am deutlichsten, sicher, aber auch FDP und Grüne. Einzig die SPD profitierte nicht, sondern verlor gegenüber 2016 erneut 25 Prozent ihrer Wähler.

    Die Wähler wussten nicht, wofür die SPD steht

    Auch wenn Landtags- keine Bundestagswahlen sind, für den September sind die Aussichten wenig berauschend. Parteichefin Saskia Esken versuchte zwar, Zuversicht zu verbreiten. Laut einer Umfrage würden SPD-Kanzlerkandidat Scholz die höchsten Kompetenzwerte zugeschrieben. Doch Umfragen in Sachsen-Anhalt zeigten auch: Die Wähler wussten nicht, wofür die SPD steht, auch beim Thema soziale Gerechtigkeit.

    Und unter jüngeren Wählern setzte sich der verheerende Trend vergangener Wahlen fort, die SPD erzielte hier schlechtere Wahlergebnisse als im Schnitt. Die letzte Hoffnung der SPD, ihre chronische Schwäche in Teilen des Ostens, im ganzen Süden Deutschlands sowie unter Jungwählern zu überwinden, ruht nun einzig und allein auf dem Kandidaten, auf Scholz.
    Mehr: Auftrieb für die CDU: Jetzt startet die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs

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