Donald Trump

Am Montag hatte er eine rasche Entscheidung über eine Reaktion der USA auf den mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatz gegen syrische Rebellen angekündigt.

(Foto: dpa)

Nach Giftgasanschlag Trump sagt Reise nach Südamerika wegen Syrien-Konflikt ab

Wie reagieren die USA auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien? Präsident Trump berät sich mit seinen Militärs – und sagt dafür eine Südamerika-Reise ab.
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WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat eine geplante Reise nach Peru und Kolumbien wegen der Ereignisse in Syrien abgesagt. Trump bleibe in den Vereinigten Staaten, um sich um die Reaktion der USA auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien zu kümmern, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Dienstag mit.

Am Montag hatte er eine rasche Entscheidung über eine Reaktion der USA auf den mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatz gegen syrische Rebellen angekündigt. Er berate sich mit führenden Militärs, hieß es am Montag.

Zuvor hatte der Westen den Druck auf Syrien und dessen Verbündeten Russland erhöht. Die Bundesregierung sprach von einem abscheulichen Vorgehen der Regierung in Damaskus.

Bei dem gemeldeten Giftgaseinsatz auf Duma am Samstag sollen nach neuen, korrigierten Angaben der Hilfsorganisation Weißhelme mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Mehr als 500 Personen seien in Krankenhäusern behandelt worden.

Er werde seine Entscheidung „sehr schnell“ treffen, sagte Trump vor einer Kabinettsitzung. Auf die Frage nach einem Militäreinsatz sagte er: „Nichts ist ausgeschlossen“. Man werde herausfinden, „ob es Russland, Syrien, Iran oder alle zusammen waren“. Es handle sich um einen „abscheulichen Angriff“ auf Zivilisten. Syrien und Russland haben jede Verantwortung für den Angriff am Samstag zurückgewiesen.

Die USA machen die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Anschlag verantwortlich. Russland erklärte hingegen, die Rebellen hätten den Angriff nur inszeniert.

UN-Mitarbeiter in Syrien konnten die Berichte über den Angriff bislang nicht bestätigen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in den vergangenen Tagen in der Region Menschen mit Atembeschwerden behandelt.

Trump hatte am Montagmittag (Ortszeit) gesagt, seine Regierung werde in den nächsten 24 bis 48 Stunden eine Entscheidung über die Reaktion der USA treffen. Er sprach davon, dass alle Optionen in Betracht gezogen würden. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte bereits im März den tödlichen Einsatz von Chemiewaffen als „rote Linie“ bezeichnet und ebenfalls mit „gezielten Schlägen“ gedroht, falls Beweise für einen solchen Fall vorliegen.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten im Land wurden angesichts der Angriffsdrohungen in der Nacht zum Dienstag in volle Alarmbereitschaft versetzt. Mehrere Stützpunkte in verschiedenen Landesteilen seien zudem vorsorglich geräumt worden, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Trump wollte ursprünglich am Freitag nach Peru aufbrechen, um dort am Amerika-Gipfel teilzunehmen und mit seinem Kollegen Pedro Pablo Kuczynski zusammenzutreffen. Anschließend war eine Visite bei Präsident Juan Manuel Santos in Kolumbien geplant.

  • dpa
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  • Die Redakteure des Handelsblattes sind offensichtlich nicht so ganz auf dem aktuellen Stand. Der Präsident von Peru ist seit dem Rücktritt von „PPK“ schon mehr als eine Woche Sr. Vizcarro, früher Minister in der Regierung PPK, Gouverneur eines Staatsbezirkes und zuletzt Botschafter in Kanada. Auch in Kolumbien steht nach den kürzlichen Wahlen ein Führungswechsel bevor. Im übrigen dürfte President Trump es nicht ungelegen kommen, einen Vorwand für die Absage am Gipfel der „ Staaten Americas“ in Lima vorzubringen.

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