Nach Hausdurchsuchung Edathy meldete Dienst-Laptop als gestohlen

Heute treffen sich Merkel, Seehofer und Gabriel zum Krisengipfel. Einziges Thema der drei Parteichefs: der Fall Edathy. Und die Affäre weitet sich aus: Womöglich sind in der Affäre wichtige Beweismittel verschwunden.
Update: 18.02.2014 - 07:26 Uhr 35 Kommentare

„Ich verstehe jeden in der Union, der verärgert ist“

BerlinDer frühere SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy hat vergangene Woche seinen dienstlichen Laptop beim Bundestag als gestohlen gemeldet. Parlamentssprecher Ernst Hebeker bestätigte einen entsprechenden „Stern“-Bericht. Die Diebstahlsmeldung sei am 12. Februar per Fax bei der Bundestagsverwaltung eingegangen, sagte Hebeker. Ob diese Information an die Staatsanwaltschaft Hannover weitergeleitet worden sei, die wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie gegen Edathy ermittelt, konnte Hebeker nicht sagen. Die Ermittlungsbehörde bestreitet dies: „Das war uns bisher nicht bekannt“, sagte Sprecherin Kathrin Söfker dem „Stern“. Man nehme das mit Verwunderung auf.

Am 7. Februar hatte Edathy sein Mandat niedergelegt, am 10. Februar durchsuchte die Staatsanwaltschaft Hannover Wohnung und Büros des SPD-Politikers. Dabei fanden die Ermittler allerdings nur wenig Beweismaterial. Es steht der Vorwurf im Raum, dass Edathy frühzeitig über die Ermittlungen informiert worden war und Beweismittel beiseiteschaffen konnte.

Nach Darstellung des früheren niedersächsischen Innenministers Heiner Bartling (SPD) will Edathy von Informanten Gerüchte über Ermittlungen erfahren habe. Bei einem Telefongespräch habe Edathy vergangene Woche „zum Ausdruck gebracht, dass er gerüchteweise etwas gehört hätte, und zwar von irgendwelchen Informanten, also insbesondere nicht von irgendwelchen Amtsträgern, sondern von Leuten, die das ihm mitgeteilt hätten, als Gerücht“, sagte Bartling dem NDR.

Als Konsequenz aus dem Skandal um den SPD-Innenpolitiker entwickelt sich nun auch eine juristische Debatte: Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und der Kinderschutzbund fordern schärfere Gesetze gegen Kinderpornografie. Die Strafen in diesem Bereich seien derzeit zu niedrig, sagte der BDK-Bundesvorsitzende Andre Schulz zu Handelsblatt Online. „Es kann nicht sein, dass in den überwiegenden Fällen von Kinderpornografie eine Einstellung oder eine kleine Geldstrafe erfolgt.“ Der Opferschutz sei hier besonders wichtig, zumal sich hinter jedem Bild ein Schicksal verberge. Die Kinder würden teilweise schwer traumatisiert.

Ministerin Schwesig will Verschärfung der Gesetze prüfen
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35 Kommentare zu "Nach Hausdurchsuchung: Edathy meldete Dienst-Laptop als gestohlen"

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  • so ein pech aber auch, dass ausgerechnet dem sein belastender PC gestohlen worden sein soll. incl. seiner Imunität wird ihm auch nichts passieren, gell?

  • Grün war sie mal. Dank Recycling jetzt braun. Passt bestens zu Dir.

  • @ Benno

    Nachtrag :

    Bei AIDS nehme ich horrende Erschwerniszulagen !

    Du verstehst ja...!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @ Benno

    - du musst ja eine Menge Ahnung vom Blasen haben ! Praktizierst du das täglich bzw. mehrmals täglich ?

    Hast vdu auch AIDS ?

  • Die Begeisterung war eher auf deine Seite, Pussy. Ich musste Dir ja erst eine braune Papiertüte über den Kopf ziehen. Dein Anblick war ja kaum zu ertragen.

  • @ Pussy

    Mach ich, aber vorher mußt du mir versprechen dein Gebiß rauszunehmen. Ich mag keine Vetteln mit Gebiß.

  • @Freidenker: Sie sollten sich mal informieren, wie solche Bilder zustandekommen. Dann würden Sie das nicht so verharmlosen. Und einen Abgeordneten wie Edathy will ich nicht im Bundestag haben, unabhängig von der Unschuldsvermutung. Die Pädoszene ist alles andere als harmlos.

  • Schämt sich das Hb nicht hier solche Kommentare zu zulassen?!

    Was ist das nur für eine verkommene, rassistische Welt geworden. Wo sich kranke Menschen im Internet auf den angeblich seriösen Medien austoben dürfen.

    Die Barbarei rückt immer weiter voran.

    Dieser ganzer Patriarche Kapitalsismus ist zu einer einzigen rassistischen Wirtschaft verkommen. Und das nur weil Geld die Menschen KRANK GEMACHT HATTE.

  • @gutmenschensucks

    Beschweren Sie sich doch mal bei den MÄNNERN, die solche Gesetze erlassen!!!

    Willkommen im Patriarch...wo Männer eben Macht ausüben. Und sei es nur über kleine Kinder!

    Und lustig wie hier so manche scheinheilig Moral ausüben. Die meißten werden sich auch Pornos angeschaut haben. Die alles andere als einfühlsam sind.

    Aber wahrscheinlich ist es für die meißten etwas anderes Macht über Frauen auszuüben als über Kinder. Na ja...mit zweierlei Maß messen war schon immer eine Beliebtheit der Menschen. Die Moral macht immer vor der eigenen Haustüre halt, gell...tzzt

    Und was ist mit Prostitution?? Die kriminell organisiert ist. DAS ist doch viel schlimmer und verwerflicher, weil mit Gewalt verbunden als das Anschauen von nackten Jungs.

    Edathy hat sich nichts zu schulden kommen lassen. Noch gilt der Rechtsstaat. Und der MOB in seiner Hysterie ist wirklich gefährlich!

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