Nach Kölner Urteil CSU-Politiker setzt sich für Beschneidung ein

Beschneidung aus religiösen Gründen ist keine Körperverletzung, meint der CSU-Rechtspolitiker Norbert Geis. Er hält das Kölner Urteil für eine Fehlentscheidung - und wähnt sich mit dieser Auffassung nicht alleine.
41 Kommentare
Vorbereitung der chirurgische Instrumente vor einer jüdischen Beschneidungszeremonie. Quelle: dpa

Vorbereitung der chirurgische Instrumente vor einer jüdischen Beschneidungszeremonie.

(Foto: dpa)

BerlinBeschneidungen aus religiösen Gründen müssen nach Ansicht des CSU-Rechtspolitikers Norbert Geis in Deutschland weiterhin möglich bleiben. Dies werde der Bundestag nötigenfalls auch durch eine Gesetzesänderung klarstellen, sagte Geis am Samstag im Deutschlandfunk. Er glaube, dass es über die Parteigrenzen hinweg Einigkeit darüber gebe, „dass die Beschneidung möglich sein muss“. Geis fügte hinzu, dass seiner Ansicht nach die derzeitigen Gesetze aber ausreichten.

Die umstrittene Entscheidung des Kölner Landgerichts bezeichnete der CSU-Politiker als „Fehlurteil“ eines einzelnen Gerichts. Das Wohl des Kindes dürfe nicht auf körperliche Unversehrtheit reduziert werden, sagte der Bundestagsabgeordnete. Auch die religiöse Erziehung gehöre dazu.

Das Kölner Landgericht hatte in seiner Entscheidung vom Mai die Auffassung vertreten, eine Beschneidung aus religiösen Gründen erfülle den Tatbestand der Körperverletzung. Sie sei auch nicht durch die Einwilligung der Eltern gerechtfertigt, da sie nicht dem Wohl des Kindes entspreche. Dessen Körper werde durch die in Islam und Judentum verbreitete Beschneidung „dauerhaft und irreparabel verändert“. Das rechtskräftige Kölner Urteil ist allerdings nicht für andere Gerichte verbindlich.

  • afp
Startseite

41 Kommentare zu "Nach Kölner Urteil: CSU-Politiker setzt sich für Beschneidung ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich bin dafür, dass der CSU-Rechtspolitiker Norbert Geis, sofort öffentlich beschneiten wird, wenn nicht hat er seinen vorlauten Mund zu halten.
    Für mich ist dies Körperverletzung und Verstümmelung.
    Also Herr Geis, wann lassen sie sich öffentlich im Olympiastadion beschneiden???
    Wie können Parteien mit einem „C“ im Parteinahmen, dies gutheißen???

  • @reinermoysich
    Genau so ist das egal wer es ist Juden Muslime etc etc.. die Kinder sind nicht zubeschneiden und fertig...
    Wir sind im 21. Jahrhundert und da sind Traditionen schön und gute aber auch zu Überdenken!! machen alle noch wirklich Sinn oder kann/muss man diese Anpassen...!!

  • Der Geisteszustand der Politiker …

    Von Verstand keine Spur.
    Von sozialer Kompetenz NULL Ahnung!

    Wenn der Verstand fehlt, nützt das Gehirn nur für „bis normal“, da bringts auch nichts „zu studieren“, denn Intelligenz kann man nicht studieren!

    Religion ist PRIVATSACHE!
    KÖRPERVERLETZUNG „NICHT“

    Jetzt fehlen nur noch Claudia Roth, Cem Özdemir und die restlichen Leuchten aus der Politik, mit ihren „Untergrund“ Meinungen …

    Mit Verlaub,
    ich kann diese unrealistische, gefährliche und verblödete DENKE nicht mehr ertragen. Diese gefährlichen Vollpfosten in der Politik gehören definitiv nicht in die deutsche Politik! Geht doch BITTE in ein islamisches Land!
    Oder haut einfach aus Deutschland ab, nehmt so viele eurer Verstandlosen „elite“ mit, damit man diese BLÖDHEIT nicht mehr ertragen muss.

    Verstand/Intelligenz & Bildung

    Arthur Schopenhauer stellte schon vor rund anderthalb Jahrhunderten fest:
    "Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen - aber kein Grad von Bildung ersetzt natürlichen Verstand."

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2011/11/schauble-die-krise-ist-notwendig-fur.html

  • Beschneidung bleibt verfassungs- und menschenrechtswidrig!

    Zweifellos ist jene Beschneidung eine strafbare, da absichtlich herbeigeführte Körperverletzung, also eine Misshandlung. Und zwar nicht nur in ganz Deutschland: Da Kinder eben Menschen (und keine Objekte) sind, stehen sie auch weltweit unter dem Schutz der Menschenrechte, welchen allen(!) Menschen auf dieser Erde gleichermaßen körperliche und seelische Unversehrtheit garantieren!
    Es gibt keine „Rechtsunsicherheit“ mehr, wie manche Muslime und Juden seltsamerweise noch immer meinen.

    Diese Beschneidung stellt nicht nur eine nicht mehr rückgängig zu machende körperliche Veränderung dar, sondern ist – wie jede Operation – mit Risiken verbunden (wie der Fall in Köln zeigt, wo der Junge nach der Operation in die Notaufnahme gebracht werden musste).
    Außerdem können bei ihr zum Teil langwirksame körperliche und/oder seelische Schmerzen (Traumata) auftreten (besonders dann, wenn die Operation – wie die jüdische Lehre grausam fordert – ohne Betäubungsmittel durchgeführt wird, was verständlicherweise sogar als „Folter“ erlebt werden kann). Zusätzlich können danach lebenslang etliche Nachteile entstehen, wie man im Internet übers „Googeln“ erfahren kann.

    Darum sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass eine medizinisch nicht notwendige Operation erst nach einer umfangreichen Aufklärung – speziell über die Risiken und Nachteile – gemacht werden darf und mit der eigenen Unterschrift gebilligt werden muss (idealerweise sollte die betreffende Person also volljährig sein). Jüdische und muslimische Männer möchten ja sicher schließlich auch nicht, dass bei ihnen eine sehr problematische Operation ohne ihr Einverständnis durchgeführt wird!

    Religiöse Traditionen sind nicht dafür da, ständig weitergegeben und unkritisch durchgeführt zu werden, sondern sollten stets offen gegenüber neueren Erkenntnissen sein, um dann gegebenenfalls geändert zu werden – gemäß dem Bibelwort: Prüfet alles und das Gute behaltet

  • CSU-Politiker setzt sich für Beschneidung ein? Jedem das seine- wir sind eine Demokratie!
    Also CSU-Mitglieder versammelt euch und geht geschlossen zur Beschneidung, wird es bald in Bayern (vielleicht) heißen. Nur gut, dass man kein Bayer ist, wird dann so mancher „murmeln“. Zurück ins religiöse Vormittelalter also die ganz Verwegenen. Die Kölner selbst haben sich aber kaum geäußert. Katholisch sind doch am und um den Kölner Dom doch auch jede Menge? Mit der Religion kann man trefflich streiten –aber eben mit der Verfassung weniger und letztere hebt die Unversehrtheit des Körpers über die der Seele- oder doch nicht?

  • [+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

  • @cucco

    Blödsinn. Die Beschneidungen bei Mädchen werden von Stammesfrauen durchgeführt. Und was hat die Militäruntersuchung im 3.Reich durch Vorzeigen der männlichen Genitalien mit Beschneidung aus religiösen Gründen zu tun? Es ist doch überhaupt nicht miteinander zu vergleichen. Ich musste bei der Musterung auch die Nudel vorzeigen. Wenn ich aber nach unten schaue, weiß ich dass der Arzt damals aber nicht die zurückgezogene Pelle abgeschnitten hat. Und das wird wohl im 3.Reich auch nicht passiert sein. Zeigen ist also etwas anderes als Abschneiden.

  • Wenn eine Religion Perversonen vorschreibt, muss sie, nicht das Grundgesetz verboten werden. Und wenn die Eltern grundgesetzwidrige, irreversible Handlungen an ihren Kindern vornehmen wollen, die auch noch den intimsten Bereich betreffen, gehören sie schlicht ins Gefängnis, basta.

  • Beschneidungen von Jungen und Mädchen, das Schächten und andere perverse Scheußlichkeiten nur aus Gründen der Schuldkultur zuzulassen, heißt, dem Nationalsozialismus weitere Blutopfer darzubringen.

  • Es wird Zeit neben vorhandener Judikative wie Exekutive für mindestens die größte Zuwanderergruppe ein paralleles Rechts- und Bestrafungssystem in der Bundesrepublik zu etablieren; sich nach den vorhandenen Normen richten zu sollen ist ja wohl eine Unzumutbarkeit.
    Dass ausgerechnet ein CSU-Politiker hier Vorreiter sein möchte, zeigt an, wie wichtig es im politischen Überlebenskampf zu sein scheint, auch wirklich überall hineinzukriechen - jede Stimme zählt schließlich!

Alle Kommentare lesen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%