Nach Kritik an Schweigen Merkel besucht Flüchtlingsheim in Heidenau

Heftig war Kanzlerin Merkel für ihr langes Schweigen zu den Krawallen von Rechtsxtremen im sächsischen Heidenau kritisiert worden. Nun hat Merkel reagiert: Für morgen plant sie einen Besuch bei der Flüchtlingsunterkunft.
80 Kommentare

Kanzlerin zu Heidenau-Ausschreitungen: „Es ist abstoßend“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht am Mittwoch die Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau, vor der es am Wochenende schwere Krawalle von Asylgegnern gegeben hatte. Vor Ort werde die Kanzlerin Gespräche mit Flüchtlingen, haupt- wie ehrenamtlichen Helfern und Sicherheitskräften führen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag in Berlin mit. Merkel hatte die rechtsextremen Ausschreitungen vor der Asylbewerberunterkunft in Heidenau am Montag „auf das Schärfste" verurteilt. Es ist ihr erster Besuch in einem Flüchtlingsheim seit Beginn der Debatte.

Der Besuch erfolge nach Absprache mit dem Bürgermeister von Heidenau, Jürgen Opitz (CDU), teilte Seibert weiter mit. Zudem werde der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) die Kanzlerin begleiten. Anschließend reisen Merkel und Tillich weiter nach Glashütte, wo sie wie bereits zuvor geplant eine Fabrik des Uhrenherstellers Lange & Söhne eröffnen werden.

In Heidenau nahe Dresden hatte es am Wochenende in zwei Nächten in Folge schwere Krawalle vor der Notunterkunft für Flüchtlinge in einem ehemaligen Baumarkt gegeben, bei denen zahlreiche Polizisten verletzt wurden. Ein Randalierer wurde am Sonntag festgenommen. „Es ist abstoßend, wie Rechtsextreme und Neonazis versuchen, dumpfe Hassbotschaften zu verkünden“, hatte Merkel am Montag gesagt.

Am selben Tag war bereits Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nach Heidenau gereist. Der Vizekanzler hatte ebenfalls deutliche Worte gefunden und die Randalierer als „Pack“ bezeichnet. Die Entscheidung der Kanzlerin, nun auch nach Heidenau zu reisen, begrüßte Gabriel am Dienstag während eines Aufenthalts in Jena. Merkel war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten, weil sie sich zunächst nicht zu den Ausschreitungen geäußert hatte. Die Vorwürfe kamen auch aus den Reihen des Koalitionspartners SPD.

Bundespräsident Joachim Gauck wird am Mittwoch ebenfalls eine Flüchtlingsunterkunft besuchen. Das Staatsoberhaupt will sich im Berliner Stadtteil Wilmersdorf über die Lage der Flüchtlinge informieren.

  • afp
  • lan
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  • @Albers

    Wie sehen Ihre Lösungsansätze aus?

    bitte nicht:
    mehr Geld
    mehr Sozialarbeiter
    mehr Geduld
    mehr Toleranz

  • @Hans Mayer

    wie Sie sehen hatte der Herr Albers keine Zeit/Lust oder er war anderweitig beschäftigt.....

    (Wenn er gewollt hätte, hätte er es selbstverständlich erklären und dies auch nachweislich belegen können)

    Hätte - Hätte - Fahrradkette.....

  • @Herr Horst Meiler:
    Sie können es wohl gar nicht erwarten, dass in Groß-»D« die Öfen wieder angeheizt werden, Oder?

  • @Herr Horst Meiler:
    Sie können es wohl gar nicht erwarten, dass in Groß-»D« die Öfen wieder angeheizt werden, Oder?

  • warten wir mal ab ob T. Albers Lust/Zeit hat auf diese, in meinen Augen berechtigte Frage, zu antworten.....

  • das ist in diesem Land der Dank dafür, dass Sie wahrscheinlich >30 Jahre Steuern bezahlt und die Sozialkassen gefüllt haben.

  • @Herr Wilfried Runft:

    Bei Bush von Weitblick zu sprechen wäre wohl zu vermessen.
    Der Typ ist einfach nur strunzdumm! Er hat sich von den Puppenspielern als williges Werkzeug benutzen lassen genau so wie heute die NATO.

  • DANKE für Ihren Beitrag! Ihr Fall ist doch mittlerweile Normalität in Deutschland. Die Regierung verspricht, schliesst Verträge und - bricht sie! Ich will nicht in einem Land leben, in welchem ich um mein Recht kämpfen muss. Es herrscht das Recht des Stärkeren! Wer seine Rechte kennt und bis in die letzte Instanz geht, bekommt was ihm zusteht. Die Schwachen - gehen leer aus! Das gilt für Berufsunfähige, Kranke, Behinderte - kurzum für alle Schwachen. Wenn der Staat nicht einmal freiwillig dem Bürger gibt was ihm zusteht, dann wird es Zeit zu gehen! Ich bin seit langem weg von D und habe es nicht bereut!

  • So weitblickend war Bush nicht und das Ergebnis dürfte auch nicht unbedingt im Sinne der USA sein...

  • @Herr Wilfried Runft:

    »…dass Erdogan durch die gezielte Infiltration von Muslimen versucht, Europa zu destabilisieren…«

    Ich denke eher die Kanaille hieß G.W.Bush :–O

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