Nach Kubicki-Kritik In den FDP-Landesverbänden brodelt es

Für FDP-Chef Westerwelle wird es immer enger: Insbesondere im Süden pochen die Landesverbände auf eine Trennung der Ämter von Parteichef und Außenminister. Die Parteizentrale versucht, die Angriffe abzuwehren.
  • Bettina Grachtrup und Ruppert Mayr
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Nach der Kritik von Wolfgang Kubicki brodelt es in der FDP. Quelle: DAPD

Nach der Kritik von Wolfgang Kubicki brodelt es in der FDP.

BERLIN. Die jüngste Attacke des Nörglers aus Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, war dem FDP-Präsidium am Montag in Berlin nur ein paar dürre Sätze wert. Und auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner ließ sich nach der Sitzung nichts Wesentliches entlocken: „Das Thema dieser Woche bezieht sich auf Europa und den Euro und ist nicht im Norden Deutschlands verortet.“ Die Parteispitze ging zur Diskreditierung des schleswig-holsteinischen Fraktionsvorsitzenden über.

Seine Amtskollegin im Bundestag, Birgit Homburger, die von Kubicki mit schöner Regelmäßigkeit besonders heftig angegriffen wird, sagte dem Südwestrundfunk: „In all den Jahren, in denen er im FDP-Bundesvorstand ist, wurde er da selten gesichtet.“ Kubicki habe diese Position vor allem zur Kritik an der Führungsriege genutzt. „An Problemlösungen hat er selten mitgearbeitet.“

Doch Kubickis Kritik saß, gerade weil jeder in der Parteiführung wohl ahnte, dass das keine Einzelmeinung ist. Kubicki hatte im neuen „Spiegel“ den Zustand der Partei kritisiert und der Parteiführung Untätigkeit vorgeworfen. Vor allem der Vergleich mit den bis zum Schluss nichts begreifenden DDR-Oberen verärgerte die FDP-Spitze. Da half es auch nicht, ihn - wie Homburger - als „sachlich falsch“ darzustellen: „Im Unterschied zur DDR, darf man heute auch ungestraft die Führung kritisieren.“

Lindner hatte wohl schon am Freitag geahnt, dass die desolate Lage der Partei irgendwann die bekannten Nörgler wie Kubicki, Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn oder den Alt-Parteichef Wolfgang Gerhardt auf den Plan rufen würde. Denn die Lage ist in der Tat schwierig, und die meisten lasten dies Parteichef Guido Westerwelle an. Die Parteiführung war am Montag bemüht ihn aus der Schusslinie zu nehmen.

Westerwelle selbst hatte in einem eher Mitleid heischenden Interview des ZDF davon geredet, dass die Partei und er „ein hartes Jahr“ hinter sich hätten. Aber es sei ein sehr gutes Jahr für Deutschland gewesen, weil die FDP einige Entscheidungen durchgesetzt habe. Die FDP werde die Früchte ihrer Politik im Frühjahr bei den Wahlen ernten und gerade auch die wichtige Wahl im März in Baden-Württemberg gewinnen.

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3 Kommentare zu "Nach Kubicki-Kritik: In den FDP-Landesverbänden brodelt es"

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  • Pip, Pip, Pip, Die FDP hat Movenpick und andere Spender lieb. Was macht eigentlich der Aufrächte Niebel an der Postenfront gehts da endlich vorwärts ? Frau Pieper ist die noch anwesend oder scheffelt die nur Kohle.Denke jetzt wo die Arbeitslosen knapp werden brauche die auch mal einen kräftigen Schluck aus der Pulle.Alles was besteht , hat den einen Wert das es zugrunde geht.Kubiki ist auch so ein super gau und recht unwichtig.Wie ist das eigentlich so mit den sozialterrorismus,den Zeitarbeitssklaven verdienen die sich immer noch dumm und dämlich ??? Nun wann machen wir mal bunga, bunga,von italien lernen heisst Siegen lernen.

  • Schaut in nur an unseren Narziss! ich höre noch die Worte, als er auf die kleinsten herumhakte und nun?
    Ja so schnell kann es gehn, wenn die Gerechtigkeit fern und die Eitelkeit nah sind!

    http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-20716/guido-westerwelle-zwischen-rueckendeckung-und-rueckzug_aid_581282.html

  • Was macht sich denn die FDP noch Gedanken? Diese Partei wird sich nach den nächsten Wahlen dort wiederfinden, wo sie hingehört:
    in der bedeutungslosigkeit ausserhalb der Parlamente.
    Gut so!
    Versprochen ist versprochen, nicht nur beim 400-Punkte-Wahlsparversprechen!

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