Nach Medienbericht Wirbel über Privatkredit von Christian Wulff

Um Bundespräsident Wulff gibt es Wirbel wegen eines Berichts der „Bild“-Zeitung über einen Privatkredit in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident. Ihm wird vorgeworfen, das Parlament getäuscht zu haben.
15 Kommentare
First Lady Bettina Wulff und Bundespräsident Christian Wulff. Quelle: AFP

First Lady Bettina Wulff und Bundespräsident Christian Wulff.

(Foto: AFP)

BerlinWie die Zeitung (Dienstag) berichtet, soll Bundespräsident Christian Wulff 2010 im Landtag auf die Frage nach einer Geschäftsbeziehung zu einem Unternehmer nicht angegeben haben, dass er und seine Frau Bettina von der Unternehmergattin ein Darlehen über eine halbe Million Euro erhalten hatten.

Zuvor soll das Ehepaar Wulff seinen Weihnachtsurlaub 2009 in der Florida-Villa des Unternehmers Egon Geerkens aus Osnabrück verbracht haben. Die Grünen-Landtagsfraktion fragte Wulff der Zeitung zufolge damals, ob er zu diesem geschäftliche Beziehungen unterhalten habe. Daraufhin ließ Wulff im Landtag unter Hinweis auf Geerkens laut „Bild“ erklären: „Zwischen Ministerpräsident Wulff und den in der Anfrage genannten Personen und Gesellschaften hat es in den letzten zehn Jahren keine geschäftlichen Beziehungen gegeben.“ Die Zeitung spricht deshalb vom Verdacht auf Täuschung des Landtags. Der Sprecher des Bundespräsidenten, Olaf Glaeseker, kündigte für Dienstag eine Stellungnahme an.

Nach „Bild“-Recherchen hatte Wulff mit Geerkens Ehefrau im Oktober 2008 einen privaten Kreditvertrag über 500 000 Euro zu einem Zinssatz von 4 Prozent geschlossen. „Mit dem Geld kauften die Wulffs zum Preis von 415 000 Euro ein Einfamilienhaus und zahlten dafür per Dauerauftrag 1666 Euro Zinsen im Monat“, schrieb das Blatt weiter.

Wulff habe den privaten Kredit im Februar 2010 wenige Tage nach der Parlamentsanfrage im Landtag von Hannover durch einen Kredit bei der BW Bank in Stuttgart abgelöst. Eigentlich wäre der Darlehensvertrag mit der Unternehmer-Gattin noch bis November 2013 gelaufen, schrieb die Zeitung.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

15 Kommentare zu "Nach Medienbericht: Wirbel um Privatkredit von Bundespräsident Wulff"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wasser predigen - Wein saufen!
    Das war so - das ist so - das wird so bleiben!
    Eben auch in einer Demokratie, leider.

    Bei derartiger Kreditvergabe brauchen staatliche Stellen nicht mehr als Hehler (Kauf von geklauter "Steuer-CD") zu agieren, sondern können diese Informationen direkt nutzen.
    Aber denkeste! Mit dauerhaften Wohnsitz in der Schweiz besteht keine Steuerpflicht in Deutschland, oder?

    Nachtrag:
    Heute, am 15.12.2011, ist es in den Medien zu Wulff ganz still geworden - keine Artikel mehr, keine Beiträge im Radio, keine Beiträge im Fernsehen. Keine Spur, selbst von abklingenden Publikationen. Schweigen im Wald! Am 13. & 14.12. war alles voll. Man stelle sich vor, in China oder sonstwo würde das so passieren? Einschränkung der Pressefreiheit, oder so ähnlich, wären die Kommentare. Und hier im deutschen Lande? Kein Journalist mehr interessiert, sich zu Wulff zu äußern? Schon irgendwie komisch ...

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

  • Politiker sind berufmäßige Lügner und Betrüger. Das erklärt doch alles.

  • Wann kommt der Ruf nach dem Starken Mann mit Bärtchen,
    einer der mit dem Geschmeiß aufräumt. ?
    Ein Ronald, ein Adolf ?
    Wer ruiniert hier die Demokratie ?
    Was ist, wenn sich die NPD das auf die Fahne schreibt ?
    Ist die Politische Kaste noch zu retten ?

  • Leute, Leute. Es ist doch nur ein Politiker. Von denen erwartet man doch keine Ehrlichkeit. Jeder, der keinen Politiker in seiner Verwandschaft hat, sollte einfach froh darüber sein, dass er nicht so einer Schande ausgesetzt ist.

  • Was ist denn bitte schlimm.
    Bei der Untersuchung war die Frage, ob der Unternehmer irgendwelche Vorteile durch einen kostenlosen Urlaub der Wulfs erhalten hat.
    Hier liegt jedoch eine einseitige Besserstellung vor. Der Unternehmer hat durch einebn vergünstigten Kredit an die Wulfs keinen Vorteil erlangt. Somit ist dies auch keine wirtschaftliche Verbindung für die sich der Landtag interessiert hätte.

  • Wulff, der Schl3im?ch3iss3r der deutschen Aussenpolitik.
    Der passt besser in die Tuerkei als Deutschland.

  • Florida-Wulff

  • Alle Politiker sind Lügner. Von A-Z.

  • Wulff kann wohl nicht mit Geld umgehen wenn er 2008, im Alter von fast 50 Jahren nicht mal 500.000 € hat oder regulär aufbringen kann. Auch unter Berücksichtigung der vorangegangenen Scheidung von seiner ersten, aus vermögenden Hause stammenden Frau, hätte bei dem hohen Einkommen das er als Ministerpräsident, langjähriger Fraktionsvorsitzender, und Abgeordneter mit sicherlich vielen Nebenherverdiensten und Aufwandspauschalen ein paar Euro haben müssen. Nicht nur mit öffentlichem Geld, nicht mal mit privetem können Unionspolitiker seriös umgehen.

  • Kleiner Irrtum meinerseits, Schröder war AR-Mitglied, nicht Vorsitzender, aber als Vertreter von Nds. ( Sperrminorität ) das wichtigste Mitglied.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%