Nach Olympia-Vergabe an Tokio Ruf nach internationaler Hilfe für Fukushima

Nach der Olympia-Entscheidung zugunsten Tokios wächst der Druck auf Japan, die Probleme im AKW Fukushima in den Griff zu bekommen. Deutsche Politiker halten internationale Unterstützung für dringend geboten.
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Die Lage am havarierten Atomkraftwerk in Fukushima ist nach wie vor ernst. Quelle: Reuters

Die Lage am havarierten Atomkraftwerk in Fukushima ist nach wie vor ernst.

(Foto: Reuters)

BerlinPolitiker von FDP und Grünen drängen auf internationale Hilfe für das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Der frühere niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner schlug vor, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einzuschalten. „Die Zweifel, dass die japanische Regierung allein in der Lage ist, die Situation in Fukushima in den Griff zu bekommen, sind angesichts der Nachrichtenlage berechtigt“, sagte das FDP-Bundesvorstandsmitglied Handelsblatt Online. „Beantwortet werden können sie meines Erachtens aber nur im Rahmen der IAEA. In diesem Rahmen sollte Japan jede mögliche Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen.“

Ähnlich äußerte sich Birkners Parteifreund, der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch. „Unabhängig von Olympia sollte Japan gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft nach dem besten Weg zur Begrenzung der Schäden in Fukushima suchen“, sagte Kauch Handelsblatt Online.

Die Vize-Vorsitzende der Grünen-Bundestagfraktion, Bärbel Höhn, sieht in  der Entscheidung für Tokio als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2020 eine Chance, dass die Weltgemeinschaft nun ganz genau hinsehen werde, was in Fukushima passiert. „Der dramatische Austritt von Radioaktivität muss dringend eingedämmt werden, auch mit internationaler Hilfe“, sagte Höhn Handelsblatt Online. „Es darf kein Kleinreden und Beschönigen der Probleme mehr geben.“ Wenn durch die Austragung der Olympischen Spiele der Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigt werde, habe das auch noch einen nachhaltigen positiven Effekt.

Die japanische Hauptstadt Tokio hatte sich bei einer Stichwahl um den Austragungsgort der Olympischen Sommerspiele am Samstagabend klar mit 60 zu 36 Stimmen gegen die türkische Metropole Istanbul durchgesetzt. Die spanische Hauptstadt Madrid fiel bereits im ersten Wahlgang durch.

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16 Kommentare zu "Nach Olympia-Vergabe an Tokio: Ruf nach internationaler Hilfe für Fukushima"

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  • schon in den 70ern wurde die Anfänge der AKW Technologie in DE verteufelt - ein herber Verlust für die Ölindustrie zeichnete sich ab, wenn im kalten Hochtechnologie-Land DE die Energie aus AKWs hätte gewonnen werden können insb. Wärme!
    und mit einer Wiederaufbereitungsanlage praktisch eine Autarke Energieversorgung hätte sichergestellt werden können - da mussten geradezu Shell, BP, Texaco und US-Regierung eingreifen und die GRÜNEN pushen? Menschen die Glauben, die einen Halt, mit einer "Religion" Missbrauchen?

    Ich befürworte den Ausbau der Technik, das fördern
    neue Kraftwerkstypen, neue Technik, neue Prozesstechnik/-abläufe.
    Ich halte es für unerlässlich, die Forschung voranzutreiben insbesondere in dem Bereich Wärmetechnik/Wärmeauskopplung. Es sollte jede Ballungsraum mit einem Wärmekraftwerk auf sauberer atomarer Basis, das neu zu errichtende/auszubauende Fernwärmenetz speisen.

    Die größte Menge an Energie wird für die Erzeugung von Wärme/Kälte in Wohnräumen verbraucht, keine privaten Ölheizungen, Gasheizungen, Kohleheizungen, Pellets mehr.
    Ein Ausbau des Fernwärmenetzes würde obendrein, eine sinnvolle Arbeitsplatzsicherung/-förderung sowie eine in die Zukunft gerichtete Infrastruktur
    (vergleichbar mir der Schaffung des Abwassersystems im 19 Jahrhundert für die nächsten Jahrzehnte mit sich bringen.

    Eine erhebliche Einsparung an Importen von Öl und Gas und somit nicht nur finanziell von Vorteile eine Energiepolitische Absicherung + Technischer Entwicklungen zur Wärmegewinnung als technologische Innovationen auch als Exportschlager.

    (Es gibt kein Endlager, nur Dauerlager!
    fanatisierte Anhänger [Islamisten, Scientologen, GENDER-panthen, AKW-Ausstiegsekte] sind auf Grund ihres Fanatismus, zu rationalen Entscheidungsfindung nicht mehr fähig und können aus diesem Grunde, nicht an rationalen Entscheidungsprozessen beteiligt werden)
    Diese GRÜNEN Gruppe,
    ist das gefährlichste das es jemals gegeben hat in diesem Land.

  • babsack 69 ? nicht eher babsack 68 ???

  • @babsack69: Sie beleidigen ja schon wieder ohne sachliche Argumente. (Ich brauche übrigens ziemlich oft Strom am Tag.)
    Ich habe hier in manchen Kommentaren das Wort "Ökofaschisten" gelesen. Sagen wir mal so, wenn die Grünen mehr als 50% der Wählerstimmen bekommen würden, hätte ich echt Angst vor Ihnen, babsack69!

  • Ja lieber Riesener,so kenne ich den Atomtrottel,Äpfel mit Birnen vergleichen und dann auch noch überlegen grinsen.
    Wieviele Autos sind täglich unterwegs?Wieviele Menschen halten sich täglich in ihren Wohnungen auf,wenn wir unbedingt diesen dämlichen Vergleich bemühen wollen,und wieviele AKW werden weltweit betrieben?Wenn wir das in Relation setzen,dann sehen wir den Fachmann,der Sie anscheinend sind!

  • Super,genau diese Zyniker sind Atombefürworter!Noch keinen Toten durch direkte Verstrahlung.Was aus den Helfern,die größten Teils aus eilig zusammengetrommelten Hilfsarbeitern bestehen und keineswegs Fachleute sind,in 10 Jahren wird interessiert dann natürlich kein Schwein mehr.
    Und dass das Problem keineswegs vorbei ist,scheint hier auch allen Atomfreunden entgangen zu sein,denn die havarierten Reaktoren müssen nach wie vor gekühlt werden und dieses Kühlwasser läßt man nun,mangels Kapazität an Auffangbecken ins Meer laufen.Die Technik eignet sich vorzüglich zur Täuschung,deswegen erfährt man auch wahrscheinlich erst in einigen Jahren die volle Wahrheit.So gut kennt man die Atompappenheimer längst.

  • @babsack69: Was haben Sie denn noch so zu bieten außer Beschimpfungen von Vandale? Vielleicht irgendwelche sachlichen Argumente??

  • Die WHO hat die Ergebnisse der Untersuchung beispielsweise gem. WNN News in einer UNO Vollversammlung vorgetragen.

    Vandale

  • "...sind sehr enttäuscht, dass dieser grösste anzunehmende Unfall x 3 abseits der Phantasie Deutschsprachiger Medien lediglich einen grossen Panikschaden verursacht hat. Kurz vor der Wahl suchen sie aus dem Ereignis nochmals einen Nutzen zu ziehen."


    Richtig! Die Berliner Berufshysteriker begründen den überhasteten Atomausstieg ohne Sinn und Verstand mit einer "Atomkatastrophe", die in dem Sinn überhaupt nicht stattgefunden hat.
    Die Todesopfer gab es AUSSCHLIESSLICH durch Erdbeben und Flut!!

  • "Gem. der WHO Studie sind diese Evakuierungen aufgrund von Stress, Verkehrsunfällen etc. ein grösseres Risiko für die Menschen als die erhöhte Strahlenbelastung. "Zitat
    Ach so,ach ja,na dann bedanke ich mich für diese Aufklärung.Ich denke Sie erfüllen alle Einstellungsbedingungen der Firma Tepco und sollten sich dort schnellstmöglich einstellen lassen.Als Atomlobbyist werden Sie sicher bestens bezahlt für ihre unverfrorenen Lügen.Was glauben Sie eigentlich wem Sie diesen Bären noch aufbinden können.An Dummdreistigkeit nicht zu überbieten der gute "Vandale".Unglaublich.

  • @agenda 2020: Was gilt denn eigentlich als nicht beherrschbar? Man sollte auf jeden Fall Autos verbieten (3000 - 4000 Tote pro Jahr in D.)! Und auf jeden Fall muss man den Aufenthalt in der eigenen Wohnung verbieten (weit mehr als 5000 Tote pro Jahr durch Haushaltsunfälle).

    Rational betrachtet sind die Schäden von Tschernobyl und Fukushima sehr, sehr klein gegen die Schäden von anderen Technologien/Tätigkeiten. Aber die Angst vor dem Atom ist umso größer.

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