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Nach Pannen Bundeswehr will neue Regierungsflieger kaufen

Immer häufiger erleiden deutsche Regierungsflugzeuge Pannen. Dem Verteidigungsministerium will Konsequenzen ziehen – neue Maschinen sollen her.
Update: 01.02.2019 - 15:26 Uhr 1 Kommentar

Ist unsere Bundeswehr überhaupt einsatzfähig?

Düsseldorf, Dresden Die Flugbereitschaft der Bundeswehr soll drei neue Langstreckenmaschinen für die Reisen von Ministern und Regierungsvertretern bekommen. Das kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag bei einem Besuch der Offiziersschule des Heeres in Dresden an. Demnach sind drei Langstreckenflieger in Auftrag gegeben worden. „Das ist auch nötig, das merken alle“, sagte von der Leyen und sprach von einer „guten Nachricht“.

Das Verteidigungsministerium will wohl schon Ende 2019 ein neues Regierungsflugzeug direkt von Airbus kaufen. Das berichtet der „Spiegel“. Demnach werde der neue A350-Langstreckenjet rund 150 Millionen Euro kosten. Insgesamt soll die Regierungsflotte in den kommenden Jahren offenbar mit drei neuen A350 verstärkt werden. „Irgendwann kommt der Punkt, wo man zwar so gute Pflege wie nur irgend möglich machen kann, aber an die Grenze des Alters des Materials gerät“, sagte von der Leyen am Freitag. „Es ist die allgemeine Bereitschaft im Kabinett hergestellt, und wir arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, diese neuen Flieger zu bekommen.“

Von der Leyens Ressort will damit auf peinliche Pannen reagieren: So musste Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende November mit einer Linienmaschine zum G20-Gipfel nach Buenos Aires fliegen, nachdem das Funksystem des Regierungsfliegers ausgefallen war. Die beiden bisher eingesetzten Maschinen „Konrad Adenauer“ und „Theodor Heuss“ vom Typ Airbus A340 sind bald 20 Jahre alt – und haben zuletzt alle paar Monate als Pannenflieger Schlagzeilen gemacht.

Im Januar musste Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) seine Afrika-Reise unfreiwillig verlängern, nachdem an einem Regierungsjet – einem kleineren und neueren Flugzeug vom Typ Bombardier Global 5000 – heiße Luft austrat. Die Pannen seien ein Debakel für Deutschlands Ruf als High-Tech-Land, schimpfte er. Das schade der Marke „Made in Germany“. Und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier konnte wegen eines Defekts am Donnerstag nicht wie geplant von Äthiopien nach Berlin zurückfliegen.

Sobald die neuen A350-Flieger verfügbar sind, sollen die gut 20 Jahre alten A340 nach „Spiegel“-Informationen ausgemustert werden. Die Langstreckenjets gehörten der Lufthansa, bis die Bundeswehr sie 2009 kaufte und zu VIP-Maschinen umrüsten ließ.

Einen vergleichbaren Komfort an Bord können die Regierungsmitglieder in den neuen Jets möglicherweise nicht erwarten. Denn der Einbau der Luxus-Extras dauert in der Regel ein Jahr und würde die Kosten wohl knapp verdoppeln.

Das Verteidigungsministerium möchte die neuen Maschinen aber so schnell wie möglich zur Verfügung haben und könnte sie deshalb mit normaler Bestuhlung kaufen. Eine 25-Millionen-Euro-Vorlage für den Kauf des ersten Flugzeugs soll laut „Spiegel“ noch im laufenden Jahr in den Haushaltsausschuss eingebracht werden. Eine Zustimmung dort gelte als wahrscheinlich. Alle Parteien hätten die Notwendigkeit erkannt, die Flotte zu modernisieren.

Mit Agenturmaterial.

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1 Kommentar zu "Nach Pannen: Bundeswehr will neue Regierungsflieger kaufen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie alt sind die denn? Normalerweise sollten die mindestens 25 Jahre halten. Wieviel
    kriegen wir denn fuer die alten? Waere es nicht besser, jeweils bei LH oder sonstwo zu
    chartern?

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