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Nach schwerem Unfall Grünen-Umweltexperte fordert Obergrenze für große SUV in den Innenstädten

Nach einem schweren Unfall mit einem SUV in Berlin fordert Grünen-Politiker Oliver Krischer nun, schwere Sportgeländewagen aus den Innenstädten herauszuhalten.
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Die Sportgeländewagen seien eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, so Oliver Krischer. Quelle: dpa
SUV

Die Sportgeländewagen seien eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, so Oliver Krischer.

(Foto: dpa)

Berlin Nach dem für vier Menschen tödlichen Unfall in Berlin fordern die Grünen Regelungen, um große Sportgeländewagen (SUV) aus Innenstädten verstärkt herauszuhalten. „Wir brauchen eine Obergrenze für große SUV in den Innenstädten“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Oliver Krischer, dem „Tagesspiegel“. „Am besten wäre eine bundesrechtliche Regelung, die es Kommunen erlaubt, bestimmte Größenbegrenzungen zu erlassen.“

In diesem Jahr würden nach Branchenschätzungen erstmals über eine Million der geländegängigen Limousinen – sogenannte Sport Utility Vehicle (SUV) – in Deutschland neu zugelassen, schreibt die Zeitung. Der Marktanteil werde auf rund ein Drittel steigen.

Der Verkehrs- und Umweltexperte Krischer sagte: „Die Autos brauchen immer breitere Parkplätze in Städten, wo der Raum immer knapper wird. Sie sind eine Gefahr gerade für Fußgänger und Radfahrer.“ Es brauche dringend eine Debatte, „wie groß die Autos denn noch werden sollen, die in unseren Innenstädten rumfahren“.

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, forderte im „Tagesspiegel“ rasch umsetzbare Maßnahmen gegen SUV: Entweder eine City-Maut, die die Einfahrt in Städte für große, schwere Wagen sehr teuer mache – oder ein Parkverbot beziehungsweise deutlich erhöhte SUV-Parkgebühren in Städten.

Der Unfall in Berlin hatte am Wochenende umgehend eine politische Debatte über SUV-Autos in Städten angefacht. Ein solcher hochmotorisierter Wagen war am Freitagabend im Zentrum der Hauptstadt von der Straße abgekommen und hatte vier Fußgänger tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen. Die Polizei machte am Sonntag noch keine näheren Angaben, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

SUV sind bei Autokäufern in Deutschland zunehmend beliebt, obwohl sie von Kritikern als besonders umweltschädlich bezeichnet werden. Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), sagte am Wochenende: „Solche panzerähnlichen Autos gehören nicht in die Stadt.“ Jeder Fahrfehler bedeute Lebensgefahr für Unschuldige. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) reagierte zurückhaltender: „Wir müssen analysieren, wie es zu diesem schrecklichen Unfall kommen konnte, bevor wir Konsequenzen ziehen können.“

„Man kann nicht einfach sagen: SUV ist grundsätzlich gefährlicher als ein Polo oder als ein Smart“, sagte der Unfallforscher Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft indes der Deutschen Presse-Agentur. Mehr Einfluss als das Gewicht hätten Geschwindigkeit und Art des Zusammenstoßes. Im Berliner Fall hätte aber der Ampelmast einen Polo möglicherweise abgehalten.

Mehr: Der SUV-Wahnsinn – Warum die Autoindustrie sehend in eine Falle tappt.

  • dpa
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11 Kommentare zu "Nach schwerem Unfall: Grünen-Umweltexperte fordert Obergrenze für große SUV in den Innenstädten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • SUVs sind Top-Produkte deutscher Automobilhersteller und finden AUF DER GANZEN WELT reißenden Absatz, mithin steigen die Verkaufszahlen.
    Es ist wichtig zu sehen, daß auch hier die Grünenpartei wie bereits früher IMMER gegen Konsumentenwahl, gegen nachfrageorientierte Unternehmen, dafür aber Verbotspolitik ist.

  • Der Auffassung von Herrn Müller schließe ich mich an. Ich fahre übrigens keinen SUV. Auch mir erschliesst sich nicht wo der Unterschied liegen soll ob man mit einme der üblichen Variants oder einem SUV mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Menschenmenge fährt. Das jetzt mit Parkplatzproblemen zu vermischen ist schon stark. Was aber betroffen macht ist die Tatsache, dass das Leid der Betroffenen hier brutal für politische Zwecke benutzt wird. Das ist unglaublich....

  • Da schreit die Dummheit mal wieder ganz laut "Juhuu!"
    Ich fahre aus Prinzip kein SUV und werde mir auch keins kaufen, weil ich die Dinger lächerlich finde. Aber was sogenannte grüne Experten verzapfen, ist eine Beleidigung jedes denkenden Menschen.
    Auch wenn man noch so laut und oft einen Schwachsinn in die Welt setzt, lassen sich die Naturgesetze nicht außer Kraft setzen.
    Die Geschwindigkeit geht im Quadrat und die Masse mit der Hälfte in die Berechnung der Aufprallenergie ein:
    Ein Porsche Macan hat bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h eine Ausprallenergie von 123.430 Joule, ein Smart for2 bei 70 km/h eine Aufprallenergie von 178.564 Joule. Für Grüne nochmal ausgeschrieben: Der Smart schlägt mit fast der Hälfte MEHR Energie in die Fußgänger ein, als der Porsche, wenn der Smart 70 km/h und der Porsche 40 km/h fährt. Wo ist bitte mehr Sicherheit, wenn ich von einem schnellen Smart erwischt werde und nicht von einem Porsche?
    Herr, wirf Hirn vom Himmel!

  • Woher wissen Sie, Herr Faust, dass Autofahrer nicht auch zeitweise Fahrrad-Fahrer und Fußgänger sind? Zählen Sie auch zu den Aggressiv-Fahrradfahrern, die sich mit hoher Geschwindigkeit durch den Verkehr und Fußgängerzonen quetschen? Eine Bekannte von mir auf dem Fahrrad unterwegs, auf einem Fahrradweg in Leipzig wurde kürzlich von so einem zackigen Fahrradfahrer überholt und und vom Fahrrad katapultiert? Fakt ist jedenfalls eines: Wir sollten versuchen, etwas sachlich mit der Situation umzugehen. Ich jedenfalls (und die meisten Verkehrsteilnehmer) haben noch keinen Fahrradfahrer angefahren.

  • Ja klar Grüne Demagogen, ich will nur meinen Platz...Als Fahrradfahrer wurde ich zweimal schwer von Autofahrern angefahren, die überhaupt nicht darauf achteten, dass da noch andere Verkehrsteilnehmer waren. Gott Sei Dank ist nur meinem Fahrrad und nichts mir geschehen. Die Unfallstatistik für Fahrradfahrer ist in in den letzen Jahren wieder ansteigend, da ja auch mehr mit dem Fahrrad fahren. Schauen sie in die Infografik des Handelsblatt mit dem Thema: Ein Tag auf Deutschlands Straßen (URL siehe unten)..Pro Tag werden 2 Milliraden Kilometer allein in Deutschland verfahren...Das ist abartig und dagegen werden ich mit aller Macht ankämpfen..ob man mich einen Grünen Demagogen nennt ist mir egal...Ihr Autofahrer übt Gewalt gegen Natur und Mensch aus nicht wir Fahrrad-, und ÖVNP Fahrer und Fußgänger.


    https://www.handelsblatt.com/infografiken/grafik/infografik-ein-tag-auf-deutschlands-strassen/24351994-all.html?v2hbgdebugoptions=false&v2hbgfontcssgotham=https://cloud.typography.com/6111652/6952372/css/fonts.css&v2hbgmode=web&v2hbgfontcssgothamnarrow=https://cloud.typography.com/6111652/777268/css/fonts.css&v2hbgtrackingscript=/downloads/13858302/50/vhb_g_embed_v2_tracking.js

  • Viele Grüne Politiker sind einfach Demagogen! - Grundsätzlich geht es eigentlich um etwas anderes: Müssen heute eigentlich immer noch stärkere und größere (meistens auch deutlich über 2 to schwere PKW auf den Markt gebracht werden, die niemand wirklich benötigt, auch wenn es eine gewisse Klientel dafür gibt, die sich sowas leisten können und wollenn.

  • Ja das Aufgeschrei von Herrn Quentin habe ich mir gedacht. Kein Mensch braucht diese asozialen Potenzwagen. Es wird wegen der Klimadebatte um das Auto aber auch wegen des Platz und Raum Verschwendung durch das Auto noch zu schweren bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen. Herr Quentin, Ihnen sage ich, wenn die Politik, dass nicht in die Hand nimmt, werde ich persönlich in die Hand. Haut ab mit Euren Potenzkarren.

  • Ich fordere eine Obergrenze für die Anzahl grüner Politiker! Nicht nur für die Innenstädte, sondern flächendeckend.

  • Man muss es wirklich mal drastisch formulieren. Dieser Herr Kirschner sollte mal seinen Geisteszustand untzersuchen lassen.

  • Sie sollen nicht selbsternannte Personen als Experten titulieren, die nichts als Sprücheklopfer sind.
    Muss sich das Handelsblatt auf ein so primitives Niveau begeben?

    Solche Artikel gespickt mit Lügen, bringt n u r Wähler zur AFD!

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