Nach Wahlerfolg in Sachsen AfD buhlt um enttäuschte CDU-Mitglieder

Die AfD strotzt nach ihrem Erfolg bei der Sachsen-Wahl vor Selbstbewusstsein. Dazu passt, dass sich einige CDU-Politiker der Partei öffnen wollen. AfD-Chef Adam nimmt die Steilvorlage gerne an und macht ein Angebot.
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Wahlplakate der AfD und der CDU in Sachsen: AfD-Erfolg treibt etablierte Parteien um. Quelle: Reuters

Wahlplakate der AfD und der CDU in Sachsen: AfD-Erfolg treibt etablierte Parteien um.

(Foto: Reuters)

BerlinDer Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Konrad Adam, hat enttäuschte CDU-Mitglieder zum Parteiwechsel aufgerufen. „Allen denen, die von der Profillosigkeit der Merkel-CDU enttäuscht sind, bietet die AfD eine neue Heimat. Denn es reicht nicht, die Lippen immer nur zu spitzen, irgendwann muss man auch pfeifen“, sagte Adam Handelsblatt Online.

Konkret wandte sich Adam an den sogenannten Berliner Kreis der CDU, ein Zusammenschluss „konservativer“ Parteimitglieder, darunter der Vorsitzende der Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach, den früheren hessischen CDU-Fraktionschef Christean Wagner und die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach.

Bosbach sei „nur der bekannteste unter den vielen CDU-Mitgliedern, die sich der Verwässerung des Parteiprofils widersetzen“, sagte AfD-Chef Adam. Wagner und Steinbach, die scheidende Vorsitzende des Vertriebenenbundes, stünden für die gleiche, kritische Richtung.

„Sie halten den Preis, den die CDU für ihre grenzenlose Offenheit nach allen Seiten schon bezahlt hat und noch bezahlen wird, für zu hoch, und machen darauf aufmerksam, dass die AfD jene Lücke füllt, die die Union mit ihrer Anbiederungspolitik aufgerissen hat“, so Adam. „Kurzfristig mag diese Politik helfen, Wahlen zu gewinnen, langfristig wird sie die Wähler verprellen und anderen Parteien zutreiben.“

Bosbach hatte zuletzt seine Partei aufgefordert, „die Strategie des Totschweigens der AfD endlich aufzugeben“. Steinbach riet ihrer Partei, die AfD als Koalitionspartner nicht grundsätzlich auszuschließen.

„Die AfD ist nicht der Ku-Klux-Klan“
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33 Kommentare zu "Nach Wahlerfolg in Sachsen: AfD buhlt um enttäuschte CDU-Mitglieder"

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  • Entschuldigung Herr Böhm, ich glaube ich bin ihnen noch eine Antwort schuldig.
    Ich bin weder staats- oder politikverdrossen, im Gegenteil. Ich bin nicht umsonst ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig (parteilos). ..soviel dazu.
    Ich möchte auch nicht auf die obige Diskussion eingehen, das wäre Zeitverschwendung. Aber! Und das ist eine ehrlich gemeinte Bitte: Drücken sie der dritten Nachkriegsgeneration keine Wiedergutmachungspflichten auf! Die Nachkriegsgenerationen dürfen die Taten des Nazi-Regimes nie vergessen ja! Die kommenden Generationen dürfen aber nicht zur Abgeltung einer Schuld "missbraucht" werden die sie nicht begangen haben, und keinerlei Verantwortung dafür tragen. Ich weiß das die derzeitig amtierenden Spitzenpolitiker gerade diese Methode der Rechtfertigung benutzen...
    Aber, um auf das eigentliche Thema zurückzukommen, glauben sie ernsthaft, das die derzeitige Europapolitik ein Erfolg wird, und die extreme Überschuldung der gesamten EU jemals abgebaut wird? Ich nicht! Selbst Deutschland kommt als europäischer "Gewinner" nur mühsam und unter größter Anstrengung aus der Schuldenkrise. Erwarten sie wirklich, dass die dramatische Arbeitslosenquote in den Südländern innerhalb von 2 Jahren abgebaut wird, wenn die Südländischen Staaten im Euroraum bleiben? Welch massive Geldmengen muss die EZB in den Finanzmarkt pumpen um eine Wirtschaft anzukurbeln, die kaum Hoffnung auf Erfolg hat, weil ein abgewerteter Euro vielmehr der Exportwirtschaft der "Nordstaaten" hilft. Nein Herr Böhm, die Verschuldung der Südländer hat in den Jahren nach 2009 extrem zugenommen. Sie werden mit Geld vollgepumpt was sofort verdampft. Das Geld wird nur gedruckt, ohne Rücksicht auf die Realwirtschaft.. es ist einfach nur noch fiktiv.

  • @ Wolfgang Böhm „Was sagen Sie denn zu den KZs?“

    Sie möchten mit dieser Frage suggerieren, daß sie eine deutsche Erfindung sind, richtig? Weit gefehlt. Was sagen Sie dazu, daß die Briten ähnliche Lager in ihren Kolonien betrieben, auch denen, die sie sich nach 1918 aneigneten, derartige Lager von Polen betrieben wurden, für Deutsche. Was sagen Sie dazu, daß die von Ihnen angesprochenen Lager nahtlos nach dem Krieg von den „Siegern“ benutzt wurden, es fand nur ein Austausch der Gefangenen statt, weil sich die politische Windrichtung geändert hatte.
    Denken Sie etwa, daß es in diesen Völkern irgend jemanden gibt, der dies als Schandtaten des eigenen Volkes an anderen Völkern sieht, ähnlich des Schuldkultes vieler Deutscher?

    „Was sagen Sie zur Besetzung halb Europas und Nordafrikas im 2. Weltkrieg?“

    Und? Weshalb erwähnen Sie das und nicht das britische Empire. Die hielten die halbe Welt besetzt und haben diese ausgebeutet, deren Bewohner als Menschen zweiter Klasse behandelt, sie in Lager gesteckt, wenn sie nicht im brit. Sinne funktionierten. Derartige Lager wurden von vielen Regierungen eingerichtet und lassen deren Schwäche erkennen, weil sie dadurch über die Angst der Menschen Macht auf sie ausübten. Sie haben eine sehr einseitige Sichtweise.

    „...Zitaten aus drittklassigen Quellen.“

    Wenn Sie Memoiren von Politikern oder Auszüge aus Büchern international anerkannter Historiker als drittklassige Quellen klassifizieren, sind Ihnen Ihre nicht vorhandenen Argumente ausgegangen.
    Mit Verlaub, Sie scheinen in deutscher und europäischer Geschichte nur über rudimentäres Schulgeschichtsbuchwissen zu verfügen.

  • Was sagen Sie denn zu den KZs? Nur Schweigen? Was sagen Sie zur Besetzung halb Europas und Nordafrikas im 2. Weltkrieg? Nur Schweigen?
    Dafür aber ein Schwulst von Zitaten aus drittklassigen Quellen. So können Sie mir nicht imponieren.

  • @ Wolfgang Böhm „Und außerdem haben uns die Alliierten von den schrecklichen Nazis befreit.“

    Sicher? In der alliierten Direktive JCS 1067 Art.4 Abs. b steht: „Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat. Ihr Ziel ist nicht die Unterdrückung, sondern die Besetzung Deutschlands, um gewisse wichtige alliierte Absichten zu verwirklichen.“

    In dieser Phase befindet sich dieses Land immer noch.

    "Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt"
    Mitteilung an einen Beauftragten des deutschen "Widerstandes" während des Krieges.
    Q: Emrys Hughes, Winston Churchill - His Career in War and Peace, S. 145)

    Der dt. Widerstand hat durch falsche Einschätzung der Lage im DR komplett versagt.

    Der Labourabgeordnete McCovern, Mitglied des Parlaments für Glasgow, sagte im Berliner Rathaus bei einer Pressekonferenz,
    Zitat:
    „Ich entschuldige mich dafür, was England gegen Deutschland zwischen 1914 und 1939 getan hat. Mein Land ist für viele gewaltige Irrtümer verantwortlich, die gegenüber Deutschland begangen wurden, insbesondere für den Versailler Friedensvertrag und die Behandlung der Weimarer Republik. Wir und Frankreich halfen, Deutschland in den Weg zum Zweiten Weltkrieg zu treiben. Viele von uns wollen diesen Fehler nicht wiederholen. Wir sind beunruhigt über gewisse Anzeichen bei Persönlichkeiten und Zeitungen, die versuchen, allen Haß und alle Mißgunst wieder auszugraben.“ UN-Archiv 8832 Zitatende.

    „Und jetzt sehen wir nach vorn, da liegt die Zukunft, die schwer genug werden wird.“

    Phrasendrescherei, sind Sie politisch tätig?

  • @ Wolfgang Böhm „Mich interessiert die Zukunft- da will ich hin!“

    Geschichte ist immer das Fundament für das Jetzt, denn wer nicht weiß woher er kommt, weiß auch nicht wohin er geht.

  • Und außerdem haben uns die Alliierten von den schrecklichen Nazis befreit. Das sind die, die schon zu Beginn ihres Terrorregimes in Deutschland Konzentrationslager "mit Erfolg" betrieben haben und so aufrechte und gläubige Leute wie Bonhöfer, Jägerstetter, Mayer und viele andere umgebracht haben. Welche schlimme Zukunft, welche Kultur des Todes ist uns durch die furchtbare Niederlage im 2. Weltkrieg erspart geblieben. Und jetzt sehen wir nach vorn, da liegt die Zukunft, die schwer genug werden wird.

  • Sie leben zu sehr in der Vergangenheit. Das ist nicht mein Hauptinteresse. Mich interessiert die Zukunft- da will ich hin!

  • @ Wolfgang Böhm „Gehen Sie in sich und verschonen uns mit Ihrem kruden Weltbild..“

    Ich kann sehr gut verstehen, daß Ihnen meine Ausführungen lästig sind, hier ein Zitat, das Sie nachdenklich stimmen sollte:
    "Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen ...Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit."
    Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm (Die Propaganda der Alliierten wird durch den Überleitungsvertrag Art. 7.1 als „offensichtliche Tatsache“ vom deutschen Strafrecht geschützt.)

    Zitat:
    Bei manchem unserer Zeitgenossen und Zeitzeugen hat sich nämlich der Plan, den der U.S.-Amerikaner Louis Nizer in seinem 1943 erschienenen Werk "What to do with Germany?" entworfen hat, auf schöne Weise erfüllt: "Wir müssen allen Scharfsinn und alle geistige Wendigkeit einsetzen, bei Radio, Film und für geschickte Erziehungspropaganda. Es ist die größte und vornehmste Aufgabe, die uns je auferlegt worden ist, denn es geht darum, das geistige Fundament eines ganzen Volkes zu zerstören und diesem einen neuen Charakter einzuprägen."

    Sie gehören zu deren Opfern.

  • @ Wolfgang Böhm „....eine Generalmobilmachung ist noch lange keine Kriegshandlung wie z. B. der Beschuss der Westernplatte.“

    Irrtum Ihrerseits, nach dem 1939 gültigen Völkerrecht war die Ausrufung der Generalmobilmachung der casus belli.
    Dazu eine Anmerkung: Der Name Arthur Piernikartz wird Ihnen nichts sagen, vielleicht ist er Ihnen unter seinem jüdischen Namen Asher ben Natan besser bekannt. Er war Israels erster Botschafter in Bonn und wurde 1967 von einem deutschen Journalisten gefragt, wer denn nun diesen Krieg vom Zaun gebrochen habe; gemeint war der Sechstagekrieg. Der Herr Botschafter beantwortete diese Frage so: „Es ist völlig belanglos danach zu fragen wer den ersten Schuß abgegeben hat, viel interessanter ist es zu klären, wie es dazu gekommen ist.“
    Leute wie Sie schalten an diesem Punkt ab und bezichtigen andere ein „krudes“ Weltbild zu haben. Sie gehören zu den Gläubigen alliierter Propaganda, ich schon lange nicht mehr.
    Zitat:
    "Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde".
    Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident 1954 - 1969, während des Krieges Mitglied der "Bekennenden Kirche“ im Widerstand"
    Zitat:
    "Hitler und das deutsche Volk haben den Krieg nicht gewollt. Wir haben auf die verschiedenen Beschwörungen Hitlers um Frieden nicht geantwortet. Nun müssen wir feststellen, daß er recht hatte. An Stelle einer Kooperation Deutschlands, die er uns angeboten hatte, steht die riesige imperialistische Macht der Sowjets. Ich fühle mich beschämt, jetzt sehen zu müssen, wie dieselben Ziele, die wir Hitler unterstellt haben, unter einem anderen Namen verfolgt werden."
    Sir Hartley Shawcross, der britische Generalankläger in Nürnberg (vgl. Shawcross "Stalins Schachzüge gegen Deutschland", Graz, 1963)

    Zu „Wahrheiten“ im Ersten Weltkrieg lesen Sie „Lügen in Kriegszeiten“ von Arthur Ponsonby.

  • Hallo Herr Muche,
    da haben Sie ja eine richtige Fleißarbeit abgeliefert. Doch es bleibt dabei: eine Generalmobilmachung ist noch lange keine Kriegshandlung wie z. B. der Beschuss der Westernplatte. Und wer sagt denn, dass das Material der Alliierten nicht authentisch ist? Nur weil es Ihnen nicht in den Kram passt, lehnen Sie es ab. Traurig! Gehen Sie in sich und verschonen uns mit Ihrem kruden Weltbild.

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