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Nachwuchsmangel beim Bund Streber gesucht

Die Bundeswehr braucht kluge Köpfe. Sie sucht dringend IT-Spezialisten und Techniker. Doch die sind hart umkämpft und die Bewerber stellen hohe Ansprüche: Der Bund muss sich neu erfinden.
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Die Bundeswehr sucht, vor allem die gut Ausgebildeten. Quelle: Imago

Die Bundeswehr sucht, vor allem die gut Ausgebildeten.

(Foto: Imago)

Berlin/Düsseldorf Erik Dabedeit zögert. Interessiert ihn sein Studium der Lebensmitteltechnik wirklich noch so sehr wie zu Beginn? Oder ist der Bund und das Leben als Soldat das richtige für ihn? Nun steht er in Berlin auf der Jugendmesse „You“ und lässt sich zu Karrierechancen bei der Bundeswehr beraten. „Wenn, dann möchte ich eine Offizierslaufbahn machen und in eine Führungsposition“, sagt er. Deshalb will er sich mit seiner Entscheidung noch Zeit lassen und erst sehen, was andere anbieten, zum Beispiel die Polizei.

Dabedeit hat Abitur und vor seinem Studium eine Ausbildung zum Koch gemacht. Diese Qualifikationen reichen für die Offizierslaufbahn – wenn er sich mindestens 13 Jahre als Zeitsoldat verpflichtet. Studiert er vorher noch zu Ende, sind es nur drei Jahre. Er kann es sich leisten, verschiedene Angebote gegeneinander abzuwägen. Seit niemand mehr hin muss, hat die Bundeswehr Nachwuchssorgen.

Im vergangenen Jahr konnte sie mit rund 20.000 neu verpflichteten Soldaten zwar ihren Bedarf decken. Doch das Zauberwort heißt Qualifikation: „Wenn die Bundeswehr nicht aufpasst, verliert sie den Anschluss. Dann muss sie auch Leute nehmen, die auf dem Arbeitsmarkt übrig geblieben sind“, sagt Rudolf Gramlich, ehemaliger Offizier.

Auch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigt, dass es bei IT-Spezialisten und der Fernmeldetruppe zu wenig Bewerber gebe. Bereits im Januar hatte der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus (FDP), die Gewinnung von Nachwuchs als „Überlebensfrage“ der Armee bezeichnet.

Mit ihrem Modernisierungsprogramm „Bundeswehr in Führung“ will Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem Personalmangel begegnen. Die Bundeswehr soll ein attraktiver Arbeitgeber für die junge Generation werden. 60.000 Bewerbungen im Jahr, so das ambitionierte Ziel. Einige Schritte auf dem Weg dorthin: Modernere Unterkünfte, bessere Vereinbarkeit von Dienst und Familie, mehr Wertschätzung durch Vorgesetzte.

Eine neue Generation
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1 Kommentar zu "Nachwuchsmangel beim Bund: Streber gesucht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die gut augebildeten und qualifizierten Leute haben die BW verlassen und wollen in dieser Söldnertrupp auch nicht mehr sein
    Und da Arbeitsamt empfiehtl schon längst den Jungens und Mädels die sich auf dem normalen Arbeitsmarkt schwer tun, zur BW zu gehen
    Wir werden ein Uterschichtheer bekommen, wies es in den USA schon lange ist.
    Das ist der "erfolg" der Abschaffung der Wehrpflicht

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