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Nächste Öffnungsschritte Merkel stellt Geschäftsöffnungen schon vor dem 7. März in Aussicht

Läden können in einzelnen Bundesländern bereits vor dem 7. März öffnen, sofern der Inzidenzwert dort beständig bei höchstens 35 liegt. Der Handelsverband bemängelt das Vorgehen.
12.02.2021 Update: 12.02.2021 - 17:39 Uhr 3 Kommentare
Auch der Einzelhandel könnte möglicherweise in manchen Ländern wieder früher öffnen, als geplant. Quelle: dpa
Geschlossener Einzelhandel in Stuttgart

Auch der Einzelhandel könnte möglicherweise in manchen Ländern wieder früher öffnen, als geplant.

(Foto: dpa)

Berlin Angesichts weiter sinkender Corona-Infektionszahlen stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel nun schnellere Öffnungsschritte in Aussicht. Wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 erreicht sei, könnten die Länder zunächst wie vereinbart den Einzelhandel öffnen, sagte Merkel am Freitag im ZDF-Interview. „Wenn wir den Öffnungsschritt mit den Geschäften gemacht haben und wir haben (...) zwei Wochen lang stabil unter 35, dann können wir den nächsten Schritt ins Auge fassen“, fügte sie hinzu.

Dies könnte dann die Bereiche Kultur, Sport, Gastronomie oder Hotels betreffen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz – sank in Deutschland auf 62,2 (Vortag: 64,2), wie das RKI meldete.

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte zuvor betont, dass es eine „stabile“ Senkung der Infektionszahlen für eine Öffnung des Einzelhandels brauche. „Also einmal die 35 erreicht zu haben, ist keine stabile oder nachhaltige Inzidenz.“ Da brauche es mehr Beständigkeit. Kanzlerin Merkel hatte nach dem Bund-Länder-Gespräch von mindestens drei Tagen gesprochen, an denen dieser Wert erreicht sein müsste.

Bund und Länder hatten am Mittwoch bis auf die Regelung für Handel, Museen, Galerien und die noch „geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe“ ab dem Wert von 35 keinen klaren Stufenplan beschlossen, auf den etliche Ministerpräsidenten vergeblich gedrängt hatten. Der Bund, aber auch Länder wie Bayern hätten einen Stufenplan in der Runde abgelehnt, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Längerfristig stimmte Seibert die Menschen in Deutschland auf eine noch unsichere Perspektive weiterer Öffnungen ein, wie er mit Blick auf den Sommer deutlich machte, wenn viel mehr Menschen als heute geimpft sein sollen. „Natürlich wird es einen schrittweisen Abbau von Beschränkungen geben, eine schrittweise Öffnung. Niemand kann ihnen seriös sagen, wie wir im Juni oder Juli stehen werden.“ Dies hänge unter anderem davon ab, wie stark sich die Mutationen in Deutschland ausbreiten.

Handelsverband: Öffnungsperspektiven bleiben „völlig unklar“

Der Handelsverband HDE reagierte zurückhaltend auf die Aussage der Bundesregierung zu einer möglichen früheren Öffnung. „Sicher würden wir eine Öffnung der Geschäfte vor dem 7. März sehr begrüßen“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Handelsblatt.

Die Öffnungsperspektiven blieben bei den jetzigen Beschlüssen aber weiterhin „völlig unklar“. „Niemand kann einschätzen, wann und wo eine Inzidenz von 35 oder niedriger auf Dauer erreicht werden kann“, betonte Genth. „Planungssicherheit sieht anders aus.“

Laut Genth wüssten vor diesem Hintergrund viele Händler nicht, wie sie mit Warenbestellungen umgehen sollen. „Hier auf Verdacht Ware zu bestellen, kann sich in der aktuellen Lage kein Unternehmen leisten“, sagte er. Gerade im Modehandel sei dieses Dilemma groß. „Denn die unverkaufte Winterware füllt noch Lager und Regale, während bei einer eventuellen Öffnung bei den Kunden bestenfalls Nachfrage nach Frühjahrsware bestehen dürfte.“

Genth hält es daher für geboten, dass sich Öffnungen an einem „einheitlichen und transparenten Stufenplan“ orientierten. „Der Handel hat bewiesen, dass er auch bei Inzidenzen von über 50 oder 35 kein Hotspot ist“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer. „Funktionierende Hygienekonzepte leisten hier einen verlässlichen Beitrag.“

Mehr: Spahn wirbt trotz sinkender Zahlen für Vorsicht – Sanktionen gegen Impf-Vordrängler möglich

  • dne
  • dpa
  • rtr
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3 Kommentare zu "Nächste Öffnungsschritte: Merkel stellt Geschäftsöffnungen schon vor dem 7. März in Aussicht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nach Merkel muß der Inzidenzwert 35 nachhaltig, also "stabil" sein, also mindestens 14 Tage eingehalten werden. Er werden sich schon Wege finden, die Nachhaltigkeit permanent in Frage zu stellen - wie lange dauert dann wohl der Lockdown? Oder wird ein neuer Wert ausgerufen - 10?

  • die Regierung hat in Deutschland nur Schaden angerichtet. Bei Corona kam die
    Wahrheit heraus wie deletantisch diese Regierung versucht Probleme zu lösen.
    Überall wurden Millarden in der Welt verteilt, allerdings als für die Deutschen
    Impfdosen gekauft werden sollten, versuchte man Geld zu sparen anstatt Geld
    auszugeben. Dafür sterben weiterhin deutsche Bürger, weil nur wenige Impfdosen
    vorhanden sind; ein Chaos. Ein Herr Spahn und Frau Dr. Merkel lehnen für dieses
    Missmanagement die Verantwortung ab, obwohl die Verursacher sind. Erbärmlich.

  • die 35 ist genauso willkürlich wie die 50 und folgt keiner wissenschaftlich evaluierten Grundlage sondern nur Vermutungen. In Schweden, Italien, Schweiz und anderen ist sogar die Gastronomie bei deutlich höheren Inzidenzen geöffnet, die Sterbezahlen in diesen Ländern in Relation zur Bevölkerungszahl in den letzten Wochen teilweise unter denen der BRD.
    Man wird diese 35, falls sie überhaupt erreicht wird, dann nur mit einer kompletten Isolation von Deutschland von seinen Nachbarn halten können, denn die werden so einen Dauerlockdown Wahnsinn nicht mitmachen.
    Die Merkel-Regierung entfernt sich immer weiter von der Realität wie dies schon bei der überstürzten Energiewende und Flüchtlingskrise war, nur hat das viele nicht so persönlich betroffen.
    (...)

    (...) Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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