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Naher Osten EU und USA wollen langfristige Beruhigung im Gaza-Konflikt

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hält bislang. Nun will der US-Außenminister für Gespräche in die Region reisen. Auch die EU will zu einer dauerhaften Lösung beitragen.
21.05.2021 - 12:45 Uhr 1 Kommentar
Die Schäden in Gaza sind immens. US-Präsident Biden will Wiederaufbauhilfe leisten. Quelle: Reuters
Zerstörung im Gazastreifen

Die Schäden in Gaza sind immens. US-Präsident Biden will Wiederaufbauhilfe leisten.

(Foto: Reuters)

Tel Aviv, Gaza Nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Gaza-Konflikt wird US-Außenminister Antony Blinken in Kürze zu Gesprächen in der Region erwartet. Sein israelischer Amtskollege Gabi Aschkenasi schrieb am Freitag auf Twitter, Blinken habe ihn über seine Besuchspläne informiert. Es gehe dabei um eine Fortsetzung „unserer Diskussionen darüber, wie man regionale strategische Themen voranbringen kann, um Israels Sicherheit und die regionale Stabilität zu gewährleisten“.

Unter Vermittlung Ägyptens hatten sich Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas auf eine Waffenruhe verständigt. Sie trat am frühen Freitagmorgen in Kraft und hielt in den ersten sieben Stunden. Bei Blinkens Gesprächen dürfte es auch um eine längerfristige Beruhigung der Lage gehen.

Die Europäische Union hat ihre Unterstützung bei der Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung angeboten. „Die Wiederherstellung eines politischen Horizonts für eine Zwei-Staaten-Lösung bleibt von größter Bedeutung“, erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. „Die EU ist bereit, die israelischen und palästinensischen Behörden bei diesen Bemühungen uneingeschränkt zu unterstützen.“

Bis zum Freitagmorgen wurde in Israel kein neuer Raketenalarm mehr wegen eines Beschusses durch militante Palästinenser ausgelöst und im Gazastreifen wurden keine weiteren israelischen Angriffe verzeichnet. Die Waffenruhe war vom israelischen Kabinett und von der Führung der islamistischen Hamas-Organisation in Gaza gebilligt worden. Beide Seiten warnten jedoch, dass sie hinfällig würde, sollte sich die Gegenseite nicht an die zugrundeliegende Vereinbarung halten.

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    Im Gazastreifen strömten Tausende Menschen auf die von Trümmern übersäten Straßen und feierten die erste Nacht ohne israelische Luftangriffe seit elf Tagen. Über Moschee-Lautsprecher wurde „der Sieg des Widerstands“ gegen Israel gefeiert. Pro-iranische Gruppen in der arabischen Welt haben die Waffenruhe im Nahost-Konflikt ebenfalls als Erfolg für die islamistische Hamas und die Palästinenser bezeichnet. Die libanesische Hisbollah erklärte, sie gratuliere dem palästinensischen Volk zu seinem „großen historischen Sieg“.

    Der elftägige Schlagabtausch kostete 232 Menschen im Gazastreifen und 12 Menschen in Israel das Leben. Nach Angaben der israelischen Armee handelt es sich bei der Mehrheit der Getöteten im Gazastreifen um militante Palästinenser. Etwa ein Viertel der Todesopfer sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza Minderjährige. Unter den Getöteten auf der israelischen Seite waren auch ein Soldat, zwei Arbeiter aus Thailand, eine indische Pflegekraft sowie arabische Israelis.

    Von der Leyen fordert politische Lösung

    US-Präsident Joe Biden kündigte Wiederaufbauhilfe für den Gazastreifen an. Diese Hilfe solle mit der Palästinenser-Regierung koordiniert werden, die im Westjordanland sitzt und vom Hamas-Rivalen Fatah geführt wird. Zudem erhöhte Biden zuletzt den Druck auf den israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die Lage zu de-eskalieren.

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßten die Waffenruhe und forderten nun Bemühungen um eine langfristige politische Lösung. Guterres sagte, Israel und die Palästinenser hätten nun die „Verantwortung über die Wiederherstellung der Ruhe hinaus, um die Ursachen des Konflikts anzugehen“.

    Von der Leyen forderte beide Seiten auf, die Waffenruhe zu festigen und die Situation auf lange Sicht zu stabilisieren. „Nur eine politische Lösung wird dauerhaften Frieden und Sicherheit für alle bringen“, twitterte sie.

    Mehr: Der Konflikt zwischen Juden und Arabern bedroht auch die innere Einheit Israels

    • dpa
    • rtr
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    1 Kommentar zu "Naher Osten: EU und USA wollen langfristige Beruhigung im Gaza-Konflikt"

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    • Sämtliche Bemühungen werden ins Leere laufen. Die Überbevölkerung ist zu groß, dazu wächst die Gaza-Bevölkerung tagtäglich noch weiter. Es geht hier um einfaches Grundrechnen. Die Palästinenser haben den Geburten-Dschihad ausgerufen, weiß man das denn nicht im Westen. Die UN-Hilfswerke unterstützen den Gaza-Kindersegen mit Geldmitteln. Der Westen ist mal wieder an Naivität nicht zu überbieten. Nicht nur Gaza ist davon betroffen. Der algerische damaligen Präsident Boumedienne meinte einmal: Wir werden mit den Gebärmüttern unserer Frauen langfristig Frankreich erobern. Die immer häufiger brennenden Vorstädte in Frankreich zeigen dies ganz deutlich. Es gibt schon über 200 No-Go-Zonen in Frankreich, wo der Staat seine Vormachtstellung verloren hat. Es gilt dort nur noch die Sozialgesetzgebung von Frankreich, ansonsten die Scharia. Juden wurden schon aus einigen französischen Vorstädten vertrieben und sind nun in Israel. Der Kreis schließt sich. Der Westen steht trotzdem stramm zu seiner Naivität.

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